Basel-Stadt

01. September 2015 14:46; Akt: 01.09.2015 14:46 Print

Wohncontainer für Flüchtlinge beim Dreispitz

150 temporäre Plätze für Flüchtlinge sollen auf dem ehemaligen BVB-Areal Dreispitz entstehen. Die Container-Anlage soll 2016 bezugsbereit sein.

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Auf dem ehemaligen BVB-Areal beim Dreispitz sollen in einem Jahr bis zu 150 Flüchtlinge Platz finden. (Bild: mak)

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Die Basler Regierung will Flüchtlinge in temporären Wohncontainern unterbringen. Geplant sind Container mit 150 Plätzen als Zwischennutzung auf dem BVB-Areal beim Dreispitz. Dem Grossen Rat hat die Regierung dafür 6,89 Millionen Franken beantragt.

Die Container sollen auf dem Areal der ehemaligen BVB-Werkstätten an der Münchensteinerstrasse 103 errichtet werden und bis im Herbst 2016 bezugsbereit sein, teilte das Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU) am Dienstag mit. Kurzfristig und prioritär sollen sie für Flüchtlinge, bei tieferen Asylgesuchszahlen mittelfristig aber auch für andere Menschen in Wohnungsnot genutzt werden.

Das Projekt sei eine sinnvolle Zwischennutzung des Areals, bis die geplante Wohnüberbauung «Am Walkeweg» realisiert wird, heisst es in der Mitteilung. Eine Expertengruppe aus WSU, Immobilien Basel-Stadt und Sozialhilfe habe verschiedene mögliche Standorte geprüft und diesen als den am besten geeigneten beurteilt.

Platz für 30 Flüchtlingsfamilien

In den Containerbauten sollen rund 30 Flüchtlingsfamilien wohnen. Vorgesehen sind Wohnmodule mit Küchen und Nasszellen, Büroräume für Betreuungspersonal, ein Spielplatz für Kinder und ein Schulungsraum. Der Wohnkomplex sei architektonisch als in sich geschlossene Einheit geplant. Zu den Familiengärten hin werde das Grundstück weiterhin von der bestehenden Mauer abgegrenzt.

Den Betrieb übernimmt die Sozialhilfe Basel. Für das Vorhaben hat die Regierung dem Grossen Rat eine Vorlage unterbreitet und 6,895 Millionen Franken beantragt, wie es auf Anfrage hiess. Der Betrag umfasst die Projektierung wie auch den Bau der Anlage.

30'000 Flüchtlinge erwartet

Der Wohnraum für Flüchtlinge werde in Basel-Stadt zunehmend knapp, begründet das WSU das Vorhaben. Für 2015 würden in der Schweiz 30'000 Asylsuchende erwartet, die den Kantonen zugewiesen werden. Im Stadtkanton liefen indes für mehrere Asyl-Liegenschaften die Mietverträge aus, und der Liegenschaftsmarkt sei weiterhin trocken.

Anwohner und Betriebe in der Nachbarschaft des Areals wurden laut dem WSU am Dienstag mittels Flyer über das Projekt in Kenntnis gesetzt. Eine Informationsveranstaltung mit genaueren Angaben sowie der Möglichkeit, Fragen zu stellen, werde folgen, sobald das Kantonsparlament das Geschäft behandelt hat.

(mak/sda)