Unterwegs mit der Baselbieter Polizei

03. Oktober 2018 16:43; Akt: 04.10.2018 12:05 Print

«Ist dir unwohl, kannst du die Dienstwaffe ziehen»

In der neuen SRF-Reporter Serie «Crime» gewährt der Baselbieter Polizist Yves Chappuis den Zuschauern Einblick in seinen Alltag. Nicht immer war die Sicherheit der Kameraleute gewährleistet.

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Spektakuläre Verfolgungsjagden, mit gezückter Waffe Kriminelle verhaften oder Verdächtige beschatten: Das Fernsehen prägt unsere Vorstellung vom Polizeiberuf. Doch entspricht dieses Bild auch der Realität? Die SRF-Sendung «Reporter» beleuchtet in ihrer neuen Serie «Crime» das Thema Kriminalität aus vier verschiedenen Blickwinkeln. Wie der Alltag eines Polizisten tatsächlich aussieht, zeigt der Baselbieter Yves Chappuis am Sonntag, 7. Oktober, in der Auftaktsendung.

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Seit rund 15 Jahren arbeitet Chappuis schon bei der Polizei Basel-Landschaft. Erst hatte der Baselbieter aber eine Ausbildung zum Motorgerätemechaniker gemacht, was ihm in seinem heutigen Beruf erstaunlich viel hilft: «Es ist ein Vorteil, nicht zwei linke Hände zu haben», sagt er. Nicht zuletzt beim Schiessen. Denn: «Wenn es dir wirklich unwohl ist, kannst du immer noch die Dienstwaffe ziehen», sagt er in der Sendung.

Wenns brenzlig wurde, musste die Kamera warten

Ob bei einem Banküberfall, einem Angriff auf ein Kind oder während eines Hotel-Einbruchs: Chappuis liess den Kameramann an seiner aufregenden aber zuweilen knallharten Realität teilhaben. «Zu Beginn war es ungewohnt, dass ständig die Kamera auf mich gerichtet war», sagt er. Wichtig in seinem Beruf sei vor allem die Sicherheit seiner Mitmenschen, was bei einem Notfalleinsatz zeitweise gar nicht so einfach war: «Nicht bei allen Einsätzen konnte ich zu Beginn die Sicherheit für den Kameramann verantworten. Ich musste erst die Situation abwägen und habe ihn dann erst später zum Ereignisort geholt.»

Doch nicht nur für Chappuis war die Arbeit in Begleitung eines Kameramanns ungewohnt, auch die Menschen, denen er während seines Einsatzes begegnete, reagierten unterschiedlich: «Die einen nahmen den Kameramann gar nicht richtig wahr, die anderen gaben mir zu verstehen, dass sie nicht im Fernsehen erscheinen möchten.» Besonders überrascht hat ihn aber ein heikler Fall mit einem Kind: «Die Familie willigte sogar ein, dass der Einsatz gefilmt werden durfte.»

«Öffentlichkeit einen realistischen Einblick geben»

Die Baselbieter Polizei betrachtet die Sendung als gute Chance, der Gesellschaft einen Einblick in den spannenden, aber auch anspruchsvollen Alltag eines Polizisten zu geben, wie Sprecher Gaugler: «Wir wollen der Öffentlichkeit einen realistischen Einblick in den beruflichen Alltag eines Polizisten geben.»

Gaugler betont, dass sich die Polizei nicht in erster Linie einen gezielten Werbe-Effekt als Arbeitgeber erhoffe. Trotzdem freuen man sich natürlich immer über neue Verstärkung: «Wenn sich wegen der Sendung jemand als Polizist bei der Polizei Basel-Landschaft bewirbt, ist dies natürlich umso erfreulicher.»


Der Trailer zur Sendung. (Video: SRF)

(mis)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nikos Vertis am 03.10.2018 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    am falschen Ort

    Lieber Samstag Kreis 4 /5 Zürich,am besten ab 23.00uhr,bleibt kein Auge trocken

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  • Céline Strahm am 03.10.2018 17:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigendlich ein wichtiger Job...

    Ausser: Es werden die falschen Kandidaten eingestellt, welche sich dann auf der Strasse benehmen wie "ich Chef, du nichts!" So schafft sich die Polizei Feinde. Zudem bei einigen Korps ein hinterhältiges und falsches Kommando, welches genau das fördert. Aber wie überall schaffen es auch da schwarze Schafe in die obersten Positionen.

  • Italico Nero am 03.10.2018 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    pfff

    BLKAPO ist zumindest gut und hilfsbereit. BSKAPO ist ein Witz dagegen. Hooligans in Uniform.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hugo Meyer am 04.10.2018 03:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratis Werbung

    Jetzt ist das SRF am Kollabieren,oder ist es eine gratis Werbung für Polizeiaspiranten ?

  • Trudy Gestern am 03.10.2018 20:29 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    wegen unwohl, sollte man doch keine Dienstwaffe ziehen

  • Tom M. am 03.10.2018 20:17 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Problem mit dieser Aussage

    Die Schweiz ein Volk von Angsthasen, wer nichts verbrochen hat auf den wird auch nicht geschossen.

  • Yolanda Hecht am 03.10.2018 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Denken vor dem Reden

    «Wenn es dir wirklich unwohl ist, kannst du immer noch die Dienstwaffe ziehen». Dann hoffen wie alle inständig, dass es dem Polizisten nicht zu oft wirklich unwohl ist.

    • Fritz Fischer am 03.10.2018 21:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Yolanda Hecht

      Das hoffe ich FÜR den Polizisten auch und für sie hoffe ich, dass sie eine unglückliche Wortwahl in ihrem Kommentar hatten.

    • Typhoeus am 03.10.2018 22:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Yolanda Hecht

      Kommt darauf sn, wie schnell er noch ziehen kann.

    einklappen einklappen
  • Italico Nero am 03.10.2018 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    pfff

    BLKAPO ist zumindest gut und hilfsbereit. BSKAPO ist ein Witz dagegen. Hooligans in Uniform.