Zoo Basel

11. November 2019 17:23; Akt: 11.11.2019 17:23 Print

90-jährige Buche wurde zur Bedrohung für Gäste

Fast ein Jahrhundert zierte die 25 Meter hohe Blutbuche den Zolli. Wegen der zunehmenden Trockenheit wurde der Baum immer schwächer, bis er zur Gefahr wurde.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Rund 90 Jahre spendete der Baum, der auf 25 Meter gewachsen war, Schatten für die Besucher – nun ist er Elefantenfutter. Die Blutbuche im Zoo Basel musste gefällt werden, weil sie allmählich zur Bedrohung für die Gäste wurde. Dies teilte der Zolli am Montag mit. In der Folge sei der Baum den Tieren, allen voran den Elefanten, als Futter zur Verfügung gestellt worden.

Umfrage
Mussten Sie auch schon eine Pflanze beseitigen?

Gemäss dem Zolli hatten der Blutbuche vor allem die heissen Sommer 2015 und 2018 stark zugesetzt. Auf der Südseite sei kaum noch Laub gewachsen und Äste hätten entfernt werden müssen. Wegen der schlechten Aussichten habe man sich «schweren Herzens» entschieden, den Baum zu fällen.

Zolli kämpfte um den Baum

Die Buche sei bis 2007 noch kerngesund gewesen. Doch dann verlor sie ihren Zwillingsbaum an Pilzbefall, wie der Zolli schreibt. Dadurch habe sie plötzlich mit mehr Sonneneinstrahlung zu kämpfen gehabt.

Zwar habe man den Baum mit einer Schilfrohrmatte am Stamm und mit einer Art Sonnencreme zu schützen versucht. Dennoch sei die Gefahr für die Besucher irgendwann zu gross geworden.

Rot im Sommer, grün im Herbst

Laut der Universität Münster (D) sind die ältesten Blutbuchen der Welt um die 300 Jahre alt und können bis zu 30 Meter hoch werden sowie sich horizontal bis zu 30 Meter weit ausdehnen. Eine Besonderheit dieser Buchenart ist, dass das Blattwerk zunächst rot statt grün ist, weil dem Baum ein Enzym zum Abbau eines Farbstoffs fehlt. Das Blattgrün ist deshalb lange nicht zu erkennen, so der Zolli weiter.

Erst im Herbst, wenn die Blätter anderer Bäume langsam gelb und rot werden, verliert die Blutbuche ihre besondere Färbung und ihre Blätter werden grün. Laut dem Zolli ist sie dann kaum noch als Blutbuche zu erkennen.

(las)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • angelina am 11.11.2019 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    pflanzen

    natürlich geht sicherheit vor, wünsche mir, dass eine solche buche wieder gepflanzt wird - zur freude von allen!

    einklappen einklappen
  • Gerd mayer am 11.11.2019 18:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Revierförster

    Ich bin Revierförster im Thurgau und diese Buche wurde gefällt weil sie im Weg stand, nicht wegen der Bedrohung... Ich weiss wie kranke Buchen aussehen im Stamm inneren und in der Krone, diese sah top fit aus!!!

    einklappen einklappen
  • Gärtnerin am 11.11.2019 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Na ja, immerhin haben die Elis nun eine Freude.

Die neusten Leser-Kommentare

  • der Hexer am 12.11.2019 08:32 Report Diesen Beitrag melden

    Der ist nicht krank nur störend

    Man hätte eine Galerie über dem Weg bauen können damit die Menschen von herunterfallenden Ästen geschützt wären. Aber neien besser den ganzen Baume einfach eliminieren. Das so Äste herunter fallen ist etwas normales an einem grossem Baum und im Herbst fallen die Blätter herunter das ist normal.

  • TrurthHurts am 12.11.2019 03:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir sind Schuld!

    Der Baum wurde keine Drohung für die Menschen. Wir Menschen haben die natürliche Lebensraum von den Bäumen zerstört. Die Erde gehört uns alle. Planzen, Tiere und Menschen. Wir Menschen meinen alles entdeckt und revolutioniert zu haben. Dabei tun wir unsere Erde zu einen unbewohnbaren Planet.

  • Eisbär2019 am 12.11.2019 03:26 Report Diesen Beitrag melden

    Meinung Revierförster Mayer

    Soviel mir bekannt ist, sind Buchen in Anbetracht der Klimaveränderung nur noch suboptimal. Wenn ich die Meinung vom Revierförster Gerd Mayer lese, frage ich mich ob er eine Garantie abgeben könnte, dass nicht Aeste auf die Besucher fallen. An meinem Wohnort wurde ebenfalls eine Buche umgesägt die mir zwar sehr gefallen hat aber bei jedem stärkeren Wind tw. dicke Aeste verloren hat. Dass das Holz angegriffen war, sah man im Bereich Baumkrone.

  • NoWay am 12.11.2019 01:32 Report Diesen Beitrag melden

    Sieht gesund aus

    Wäre in den nächsten 150 Jahren bestimmt zu einer Gefahr geworden. Sollen mal veröffentlichen wer entschieden hat dass der Baum eine Gefahr ist und den Bericht veröffentlichen.

  • Josef am 11.11.2019 23:10 Report Diesen Beitrag melden

    Warum dieses Theater?

    Pflanzen keimen, wachsen und sterben. Einige langsamer, andere schneller. Einige sterben früher, andere später. Das ist Natur. Gerade die grössten Naturschützer scheinen dies nicht zu wissen. Freuen wir uns auf das, was anstelle der Buche kommt.

    • Maracucho am 12.11.2019 08:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Josef

      Wie beim Menschen auch, die wachsen und sterben. Einige langsamer, andere schneller. Einige sterben früher, andere später.

    • Agnes Browne am 12.11.2019 15:50 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      ... und wer früher stirbt ist länger tot.

    einklappen einklappen