Liestal BL

07. Dezember 2019 17:28; Akt: 07.12.2019 17:28 Print

Internet rätselt über Blitzerfoto von Samichlaus

Am Freitag veröffentlichte die Polizei Baselland auf Facebook das Foto eines geblitzten Samichlaus. Es gibt aber Gründe, an dessen Echtheit zu zweifeln.

Bildstrecke im Grossformat »
Am Freitag, 6. Dezember, veröffentlichte die Polizei Basel-Landschaft auf Facebook ein Foto von einem geblitzten Fahrzeug. Doch hinter dem Steuer auf der Liestaler Strasse sitzt nicht irgendwer, sondern der Samichlaus höchstpersönlich. Dazu hat sich die Polizei noch ein Sprüchli überlegt: «Santichlaus du liebe Maa, sötsch dr Fuess nit zfescht ufs Gaspedal ha, suscht muesch dis Auto gli lo stoh, und snächscht mol wieder mit em Esel cho», reimt sie. Gleich darauf schneit es auch schon die ersten Kommentare. Manche der Kommentarschreiber haben auch eine Vermutung. Und die Polizei klärt auf: Genauso ironisch wie die Kommentare sind, ist auch das Foto, das sie gepostet hat. Mediensprecher Adrian Gaugler sagt: «Das ist ein gestelltes Foto. Wir machen öfter solche Aktionen an speziellen Ereignissen.» In Zürich wurde hingegen ein «echter» Samichlaus mit Schmutzli in der 30er-Zone geblitzt. Unter der Verkleidung befand sich ein Ehepaar aus der Zürcher Region. Und auch wenn selbst die Polizei über das etwas andere Blitzerfoto schmunzeln musste, bleiben die beiden Weihnachtsgestalten nicht von einer Busse verschont. Ein weitere Samichlaus, diesmal aus dem Kanton Luzern, hätte wohl lieber auf den altbewährten Esel zurückgreifen müssen. Er war im Kino zu Besuch und parkierte vor der Mall of Switzerland – jedoch ausserhalb der Parkfelder. Dann sei er mit den Schmutzlis ins Kino gelaufen, erzählt ein Leser-Reporter. Wenig später hing am Fahrzeug eine Parkbusse von 40 Franken.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Am Freitag veröffentlichte die Polizei Basel-Landschaft auf Facebook ein Foto von einem geblitzten Fahrzeug. Doch hinter dem Steuer auf der Liestaler Strasse sitzt nicht irgendeiner, sondern der Samichlaus höchstpersönlich. Dazu hat die Polizei noch einen Vers gedichtet: «Santichlaus du liebe Maa, sötsch dr Fuess nit z'fescht ufs Gaspedal ha, suscht muesch dis Auto gli lo stoh, und s'nächscht mol wieder mit em Esel cho.»

Umfrage
Wurden Sie schon einmal geblitzt?

Der Beitrag kam bei den über 10'000 Followern der Baselbieter Polizei auf Facebook gut an und wurde eifrig kommentiert: «Hallo, Schutz vor der Privatsphäre? Ihr könnt doch nicht einfach den Santichlaus in den sozialen Medien an den Pranger stellen! Auf dem Foto ist nun Mal wirklich für jeden ersichtlich, wer am Steuerrad sitzt», kommentiert jemand. Ein anderer schreibt: «Da bekommt die Polizei wohl wortwörtlich die Kohle vom Samichlaus aus der Hand.»

Warum fehlt die Geschwindigkeitsangabe?

Ein User ist aber skeptisch: «Nur ruhig Blut! Ich vermute ein Kantonsfahrzeug, also eine gestellte Situation. Und wenn nicht, immer schön nach dem Motto: selber schuld!» Tatsächlich ist für das geübte Auge eine Plakette des Kantons unter der Windschutzscheibe zu erkennen. Und auch der Textbalken unter dem Radarfoto gibt Anlass für Zweifel. So ist die Aufnahme zwar datiert und mit Uhrzeit versehen. Nicht ersichtlich ist aber, wie schnell der Samichlaus-Raser gefahren sein soll.

Auf Anfrage bei der Polizei stellt sich heraus: Genauso ironisch wie die meisten Kommentare sind, ist auch das Foto, das sie gepostet hat. Mediensprecher Adrian Gaugler klärt auf: «Das ist ein gestelltes Foto. Wir machen öfter solche Aktionen an speziellen Ereignissen.»

Echte Bussen für Samichläuse in Zürich und Luzern

Haben sich Schadenfreudige also zu früh gefreut? Nein, beweisen in Zürich ein Schmutzli und ein Nikolaus, die in einem Oldtimer-Cabriolet und in der 30er-Zone etwas zu schnell über die Strasse gebrettert sind. Unter der Verkleidung befand sich ein Ehepaar aus der Region Zürich. Und auch wenn selbst die Polizei über das etwas andere Blitzerfoto schmunzeln musste, bleiben die beiden Weihnachtsgestalten nicht von einer Busse verschont.

Ein weiterer Samichlaus, diesmal aus dem Kanton Luzern, hätte wohl lieber auf den altbewährten Esel zurückgegriffen. Er war im Kino zu Besuch und parkierte vor der Mall of Switzerland – jedoch ausserhalb der Parkfelder. Dann sei er mit den Schmutzlis ins Kino gelaufen, erzählt ein Leser-Reporter. Wenig später hing am Fahrzeug eine Parkbusse von 40 Franken.

(mhu)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • B.lues am 07.12.2019 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nikolausi

    Wir sind ein Volk von Spassbremsen.

  • efes am 07.12.2019 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    ja aber....

    Wer noch" nie geblitzt "angeklickt hat sollte ÖV fahren. Dann können wir Auto fahrer uns wieder beruhigen

    einklappen einklappen
  • Peter Pan am 07.12.2019 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch ich frage mich

    Wo ist bloss Rudi geblieben?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Alfi Ferrari am 08.12.2019 11:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Irronie

    Ganz einfache Lösung, das ist das neue Blitzerfahrzeug

  • Stefan Ochsner am 08.12.2019 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Polizisten blitzen Chläuse

    Nicht mal mehr vor Samichläusen haben unsere Polizisten Respekt!

  • Herr Weihnachtsmann am 08.12.2019 10:50 Report Diesen Beitrag melden

    der einzige

    zum glück ist der weihnachtsmann nur mit dem auto geblitzt worden. man stelle sich vor, er wäre mit seinen superrentieren unterwegs gewesen. die tempis kennen die mobilen blitzer glücklicherweise noch nicht. merry christmas!

  • Nautilus am 08.12.2019 10:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bad girls

    Santa war unterwegs zu den bösen Mädels ;-)

  • Steuerzahler am 08.12.2019 08:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blaaawwwooo!

    Schön, dass man bei der Pozilei wenigstens hin und wieder ganz kurz im Leben auch mal Freude haben kann. Danke für euren Einsatz. Gruss Steuerzahler