Kantonspolizei Wallis

25. Juli 2018 15:50; Akt: 26.07.2018 00:24 Print

«Auch Fingerabdrücke halfen uns nicht weiter»

Niemand weiss, wer er ist: Der Kantonspolizei bereitet die Identifikation eines fremden Mannes Kopfzerbrechen. Der Walliser Polizeisprecher äussert sich.

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Markus Rieder, seit Dienstag versucht die Walliser Polizei, einen gänzlich unbekannten Mann zu identifizieren. Weshalb gestaltet sich dies als derart schwierig?

Rieder: Einer unserer Patrouillen ist der Mann aufgefallen; sie wollten ihn routinemässig kontrollieren. Doch der Mann konnte schon dort keinerlei Dokumente vorweisen, auch gab er mündlich keine Auskunft. Er trug nichts auf sich, das Schlüsse auf seiner Herkunft ziehen liess. So nahmen wir den Mann mit auf den Posten. Doch auch dort erwies sich das Unterfangen als schwierig.

Was hat man daraufhin unternommen?

Auf der Polizeiwache überprüften wir, ob der Angehaltene irgendwo gesucht wird. Auch klärten wir ab, ob der Mann in einer Datenbank bereits registriert worden ist.

Doch weder seine Fingerabdrücke halfen uns weiter, noch wird der Mann irgendwo vermisst. Auch wurde überprüft, ob irgendeine Institution im In- oder Ausland nach dem Mann sucht. Doch auch dies ist nicht der Fall.

Wir lassen den Mann nun psychiatrisch begutachten. Wir gehen derzeit davon aus, dass der Mann an psychischen Problemen leidet.

Wurde der Mann in ein Spital eingewiesen?

Der Mann wies keinerlei Verletzungen auf – er befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam.

Nun haben Sie Fotos des Mannes veröffentlicht. Was erhoffen Sie sich von diesem öffentlichen Zeugenaufruf?

Das Wallis ist ein Touristen-Kanton. Vielleicht gehört der Mann einer Reisegruppe an. Oder vielleicht erkennt ihn sonst jemand wieder. Wir tun einfach alles, um die Identität des Mannes so schnell als möglich zu klären.

(miw)