Lebensrettende Westen

11. Juli 2019 14:53; Akt: 11.07.2019 15:55 Print

«Das Schlauchboot kann kentern»

Das «Böötle» auf Schweizer Flüssen wird immer beliebter. Doch nur rund jeder 12. Schlauchboot-Passagier trägt eine Rettungsweste.

Darum sollen auf Schweizer Flüssen mehr Rettungswesten getragen werden. (Video: key)
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Schlauchbootfahren ist populär aber nicht so sicher, wie das die meisten Gummibootkapitäne glauben: «Das Schlauchboot kann Luft verlieren, kentern, man kann rausfallen ins kalte Wasser, man kann gegen einen Brückenpfeiler prallen oder in eine starke Strömung geraten», so Marc Kipfer von der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU).

Jedes Jahr ertrinken in der Schweiz im Durchschnitt fünf Menschen beim Bootfahren auf Flüssen und Seen. Vier dieser fünf Todesfälle könnten gemäss BFU verhindert werden, wenn Ausflügler Rettungswesten nicht nur im Boot mitführten, sondern auch alle Passagiere diese jederzeit trügen.
Das BFU hat am Donnerstag mit der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft (SRLG) und der Kapo Bern eine Sensibilisierungskampagne lanciert. Schlauchbootfahrer sollen vermehrt Rettungswesten tragen. «Eine Rettungsweste ist eine Lebensversicherung», sagt Kipfer.

Mehr Rettungswesten auf Flüssen

Nur acht Prozent der Schlauchbootfahrer würden hierzulande eine Weste tragen. Mit der Kampagne soll diese Zahl steigen. Wie die Weste zur Kampagne funktioniert, sehen Sie im Video oben.

«Das Schlauchboot kann kentern»

(cho/sda)