Sanierung der Kirchenfeldbrücke

03. Juli 2018 16:07; Akt: 04.07.2018 00:20 Print

«Es kommt sicher zu Unannehmlichkeiten»

von Raphael Casablanca - Der Weg vom Berner Osten in die Innenstadt wird beschwerlich: Wegen Sanierungsarbeiten wird die Kirchenfeldbrücke für vier Monate gesperrt.

Die Berner Kirchenfeldbrücke wird ab dem 23. Juli für vier Monate gesperrt. (Video: Raphael Casablanca)
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Die Kirchenfeldbrücke, die vom Museumsquartier in die Innenstadt führt, ist für die Stadt von grosser Bedeutung: Sie ist die einzige Brücke, die den Osten mit der Innenstadt verbindet. Demnächst wird sie jedoch wegen Sanierungsarbeiten für vier Monate gesperrt: Weder Trams, Busse, Autos noch Velos können die Brücke während dieser Zeit befahren.

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Des Wertes der Kirchenfeldbrücke für die Bewohner der Stadt ist sich auch Ursula Wyss, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, bewusst: «Spätestens jetzt, wenn wir die Brücke sperren müssen, werden wir merken, welch grosse Bedeutung die Kirchenfeldbrücke für uns tagtäglich hat.»

Eine riesige Baustelle enststeht

Die Brücke wurde zuletzt in den 80er-Jahren saniert. Seither entstanden Risse an der Brückenkonstruktion und es kam zu Schäden an den Betonpfeilern. «Man muss überhaupt keine Angst haben. Jedoch müssen wir die Brücke verstärken, damit sie auch in Zukunft noch hält», sagt Wyss.

Ein weiteres Problem seien die immer schwereren Trams. Deswegen beteiligt sich auch Bernmobil massgeblich an den Sanierungsarbeiten. Neben den Bauarbeiten an der Brücke werden gleichzeitig auch diverse Tramgleise und Fahrleitungen ersetzt und die Brücke zusätzlich gestützt, damit Bernmobil in Zukunft mehr Spielraum beim Gewicht ihrer Verkehrsmittel hat. Während dieser Zeit werden sämtliche Linien umgeleitet, die sonst über die Brücke führten.

Nur noch zu Fuss über die Brücke

«Es wird zu Unannehmlichkeiten kommen, das ist klar», sagt Ursula Wyss. Das «Blaue Bähnli» etwa wird im Osten zukünftig nur noch bis zur Haltestelle Egghölzli fahren können. Von da an werden die Passagiere mittels Bussen über den Bärengraben in die Stadt befördert. Die Befürchtung, dass es für die zahlreichen ÖV-Nutzer aus dem Osten im Bus zu wenig Platz haben könnte, ist laut René Schmid, Direktor von Bernmobil, unbegründet: «Wir werden den Takt der Busse so anpassen, dass wir genügend Kapazität haben, um alle Passagiere von A nach B zu befördern.»

Immerhin kann man die Brücke noch zu Fuss überqueren, denn die beiden seitlichen Trottoirs bleiben bestehen. Zwar ist das Velofahren auf den schmalen Gehwegen nicht gestattet, trotzdem kann man sein Fahrrad über die Brücke schieben und sich so einen langen Umweg ersparen. Autofahrer müssen indes wie die Passagiere der Linien 7 und 8 den Weg über die Monbijoubrücke einschlagen, um in die Innenstadt zu gelangen.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mario am 03.07.2018 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    Pro Tram Monbijoubrücke

    Schade gibt es immer noch keine Tramachse über die Monbijoubrücke vom Thunplatz zur Sulgenau, denn so wäre das Tram-Problem gelöst und immerhin eine von den drei Tramlinien aus dem Osten könnte bis zum Hirschengraben fahren...

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  • Hei Ri am 03.07.2018 18:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schau'n wir mal

    Wetten, dass es wieder zu Problemen mit den Velofahrern kommt!

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  • Kompass am 03.07.2018 20:36 Report Diesen Beitrag melden

    Orientierungslos?

    Es ist die Nydeggbrücke, welche die Stadt Bern mit dem Osten verbindet. (Das Kirchenfeld liegt im Süden der Stadt Bern....!)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Barbara Schmid am 04.07.2018 12:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weniger Linien

    Jetzt sollte man die Chance nutzen und nicht mehr alle Tramlinien über die Kirchenfeldbrücke fuhren! Umsteigen ist definitiv zukunftsorientierter, umweltschonender und gesünder.

  • Alternative für die Schweiz am 04.07.2018 05:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Total Sanierung... leider

    Tja, am besten für vier Monate in den Urlaub, wegziehen, oder es zähneknirschend über sich ergehen lassen!

  • Yannik Ripsli am 04.07.2018 01:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwebebahnen

    Am besten Trams komplett abschaffen und Schebebahnen bauen, ist besser für den Verkehr, Sicherheit und Platz.

    • Reeza Bota am 04.07.2018 08:16 Report Diesen Beitrag melden

      Jömeri

      nein danke, nicht auch noch so Dinger vor der Nase! Wir haben auch den Bau von tram bern west überlebt und die Ewigkeit des Eigerplatzumbaus.

    • Peter Baumann am 04.07.2018 16:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reeza Bota

      Und als Nächstes kommt der Bau des Trams nach Ostermundigen. Ah nein, sorry, es geht ja dabei nur darum, dass der Kanton die längst fällige Sanierung der Bernstrasse finanzieren hilft!

    • Undertaker am 10.07.2018 02:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Baumann

      Genau so ist es! War mit dem Westen ja nicht anders. Und ich verfluche dieses Tram nach Bümpliz auf immer und ewig!

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  • Peter Schmid am 03.07.2018 23:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist doch gut!

    Wow, nur vier Monate!! An der wesentlich kleineren Stauffacherbrücke wird schon Jahre gebastelt... Ok, da ist auch die SBB involviert...

    • Mickey am 04.07.2018 00:08 Report Diesen Beitrag melden

      @Peter

      Sind Baufirmen aus dem Graubünden auch involviert...?

    • Mutzli am 04.07.2018 09:21 Report Diesen Beitrag melden

      Aepfel und Birnen

      Die Stauffacherbrücke wird nicht saniert. Es ist ein Neubau!

    • Chris am 04.07.2018 09:25 Report Diesen Beitrag melden

      Andere Ursache

      Übrigens ist nicht die Brücke an sich die Ursache sondern der darunter laufende Bahnverkehr. Bei mehrmonatlichem Totalunterbruch würde nämlich auch reklamiert.

    • Peter Baumann am 04.07.2018 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mickey

      Vermutlich schon. Aber vielleicht sind die hiesigen Bauunternehmer auch nicht besser!

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  • Ramona Schneller am 03.07.2018 23:14 Report Diesen Beitrag melden

    mit dem Velo fahren

    Also ich beabsichtige mit dem Velo drüber zu fahren. Schieben ist unter meiner Würde.

    • Postautoschieber am 04.07.2018 00:01 Report Diesen Beitrag melden

      @Ramona

      Mein Pappi ist kein Schlepper mehr. Danke Sodastream.

    • Bidu am 04.07.2018 07:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ramona Schneller

      Typisch Velofahrer/Innen. Wenn nicht bei Rot über die Ampel, dann auf dem Fussweg. Einfach nur Egoistisch

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