Asylheim in Kritik

18. Mai 2014 09:35; Akt: 18.05.2014 09:35 Print

«Hochfeld-Bunker» soll bis 2017 in Betrieb bleiben

Das unterirdische Asylheim Hochfeld in der Berner Länggasse könnte weitere drei Jahre betrieben werden – obwohl es als temporäre Notunterkunft geplant war.

storybild

Die Asylunterkunft Hochfeld ist seit zwei Jahren umstritten. Zwei Berner Stadträtinnen verlangen nun, dass die Menschen oberirdisch in Containern untergebracht werden. Im Bild zu sehen: Der Eingang zur unterirdischen Anlage. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Kritik am Asylheim Hochfeld hält seit zwei Jahren an: 2012 war die unterirdische Zivilschutzanlage für die Unterbringung von Asylsuchenden geöffnet worden. Insbesondere linke Kreise sprachen von einer menschenunwürdigen Unterbringung und forderten die Verlegung der Asylsuchenden in eine oberirdische Anlage. Zuletzt reichten im März zwei Politikerinnen im Berner Stadtrat ein Postulat ein, in welchem sie forderten eine Unterbringung in Containern zu prüfen.

Kanton soll 620 Asylbewerbern in einem Bundeszentrum aufnehmen

Doch nun soll die Betreiberin des Hochfeld-Asylheims eine Offerten-Anfrage des kantonalen Amts für Migration und Personenstand (MIP) erhalten haben, wie «Der Bund» berichtet. Es gehe um einen Vertrag über drei Jahre.

Laut einem Schreiben, welches der Zeitung vorliegt, will das MIP den Betrieb von Asylunterkünften nicht öffentlich ausschreiben. Dies hatte das Amt seit Längerem angekündigt, um mehr Transparenz bei der Vergabe von Aufträgen zur Betreuung von Asylsuchenden zu schaffen. Grund für die Einstellung der öffentlichen Ausschreibungen ist die Re-Organisation des nationalen Asylwesens: 60 Prozent der Asylsuchenden sollen künftig für raschere Verfahren in Zentren des Bundes untergebracht und nicht mehr auf die Kantone verteilt werden. Der Bund ist daher auf mehr Plätze angewiesen, während die Kantone entlastet werden. 620 davon sollen in der «Asylregion Bern» geschaffen werden.

Im Schreiben geht der Kanton Bern davon aus, dass die Bundeszentren in drei Jahren den Betrieb aufnehmen – die Zeit bis dahin will man offenbar mit den bestehenden Anlagen überbrücken und die Mietverträge sämtlicher 21 kantonalen Asylzentren von den teilweise privaten Betreibern übernehmen.

(smü)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • dw am 18.05.2014 09:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht gut genug?

    Nach hause schicken wäre besser kostet weniger.

    einklappen einklappen
  • Giovanni Batista am 18.05.2014 09:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Dach über dem Kopf

    Bravo Asyl zu unseren Bedingungen oder nach Hause. Wir Schweizer haben Militär in Zivilschutzanlagen und Festungen gemacht.

    einklappen einklappen
  • Dominique Gasser am 18.05.2014 13:40 Report Diesen Beitrag melden

    Ansprüche

    Wenn ich als angeblich gefährdeter Flüchtling in einem sicheren Land Aufnahme finden würde, wäre ich dankbar für jede menschenwürdige Unterbringung. Ein Minimum an Unterstützung, Wärme, ein Dach über dem Kopf, ein Bett und genug zu Essen. ( Ich kenne viele anständige Asylbewerber, die so denken ! ) Und diejenigen Herrschaften, die z.B. über Unterkünfte motzen, welche für Schweizer Soldaten und Zivilschützer gut genug sind, mögen dorthin zurückkehren, wo sie hergekommen sind. Es hält sie niemand zurück.

Die neusten Leser-Kommentare

  • a.Berger am 18.05.2014 14:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nehmt sie mit nach Hause

    Dann soll doch das Linke Lager die Asylbewerber zu sich nach Hause nehmen.

  • Dominique Gasser am 18.05.2014 13:40 Report Diesen Beitrag melden

    Ansprüche

    Wenn ich als angeblich gefährdeter Flüchtling in einem sicheren Land Aufnahme finden würde, wäre ich dankbar für jede menschenwürdige Unterbringung. Ein Minimum an Unterstützung, Wärme, ein Dach über dem Kopf, ein Bett und genug zu Essen. ( Ich kenne viele anständige Asylbewerber, die so denken ! ) Und diejenigen Herrschaften, die z.B. über Unterkünfte motzen, welche für Schweizer Soldaten und Zivilschützer gut genug sind, mögen dorthin zurückkehren, wo sie hergekommen sind. Es hält sie niemand zurück.

  • Pipo am 18.05.2014 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Unter der Erde bei uns sein oder garnicht.oder noch besser die linken sollen doch sich dazugesellen

  • Frechheit am 18.05.2014 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Die sollen froh, sein dass wir ihnen überhaupt Asyl geben. Eine Frechheit, dass sie das Gefühl haben, noch Bedingungen stellen zu müssen.

  • Thomas Hintermüller am 18.05.2014 12:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ist nicht schlimm

    die anlage ist ein paradies zu ihrer heimat. sonnst wären sie nicht hier. sie wissen was auf sie zukommt...