Mutter von toter 13-Jähriger

18. Februar 2020 07:49; Akt: 18.02.2020 08:54 Print

«Ich schickte sie doch nur los, um Spass zu haben»

Der Trampolin-Unfall in Bern-Belp hinterlässt tiefe Wunden bei der Familie der verstorbenen 13-Jährigen. Auch die Freundin, die beim Sturz dabei war, ist traumatisiert.

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Der Trampolin-Unfall in Bern-Belp hat das Leben der Familie verstorbenen 13-Jährigen für immer verändert. Die bangen Stunden im Spital nach dem verhängnisvollen Sturz schildern Mutter und die Schwestern gegenüber dem «Blick». Das Mädchen hatte eine Hirnblutung erlitten, Chirurgen mussten ihre Schädeldecke öffnen, um den Druck zu lindern.

«Sie mit all den Schläuchen zu sehen, war schrecklich, alle weinten», erzählt die älteste Schwester der Zeitung. Am Donnerstag war klar, dass die Ärzte nichts mehr tun konnten. Sie sei hirntot. Die Familie musste Abschied nehmen. Am nächsten Morgen wurde ihr Beatmungsschlauch entfernt.

Freundin erinnert sich nicht

«Ich schickte sie doch bloss los, um Spass zu haben. Doch sie kam nie mehr zurück. Das ist alles so unbegreiflich», sagt die trauernde Mutter zum «Blick». Ihre Tochter sei oft zum Trampolinspringen gegangen, war allgemein die aktivste von allen drei Schwestern. In der Trampolinhalle in Belp sei sie aber das erste Mal gewesen.

Videoaufnahmen sollen Aufschluss darüber geben, wie genau der tödliche Sturz ablief. Offenbar soll die 13-Jährige nichts Aussergewöhnliches oder Waghalsiges gemacht haben. Ihre Freundin, die alles mit ansehen musste, ist traumatisiert und hat keine Erinnerung mehr an die Szenen.

Beim Bouncelab in Bern wurden Karten und Blumen abgelegt, auch in der Schule der 13-Jährigen gibt es einen kleinen Traueraltar, wo die Klassenkameraden Kerzen für sie anzünden, Fotos aufhängen und Briefe schreiben. Am heutigen Dienstag wird das Mädchen beerdigt.

(kat)