Tschäppäts wilde Siegesfeier

03. März 2010 14:48; Akt: 03.03.2010 21:20 Print

«Mir sind die Sicherungen durchgebrannt »

von Joel Bedetti - Nach dem samstäglichen YB-Sieg gegen den FC Zürich schwang sich der YB-Fan und Berner Stapi Alexander Tschäppät auf die Bühne und besang SVP-Grössen als «Motherfuckers». Gegenüber 20 Minuten Online erklärt er, was ihn dazu bewogen hat.

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Immer für einen guten Spass zu haben: Berner Stapi Alexander Tschäppät (unter der Bierdose) mit FC-Sion Fans. (Bild: Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

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Wie die Berner Zeitung Online gestützt auf Blogs heute berichtet, leistete sich der fussballbegeisterte Berner Stapi Alexander Tschäppät (SP) am vergangenen Samstag einen kleineren Fehltritt.

Nach dem 2:1-Sieg der Young Boys gegen den FC Zürich feierten hundert YB-Fans im Lokal Luna Llena. Dort spielte die Kultband Mani Porno auf. Der Sänger bat den populären Tschäppät auf die Bühne, wo er das Mikrofon in die Hand nahm und einen Song mit dem Refrain «Sämi Schmid Motherfucker» respektive «Christoph Blocher Motherfucker» mitgrölte.

Obwohl er am Telefon nicht so jovial wie auch schon klang, nahm sich Alexander Tschäppät ein paar Sekunden Zeit, sich gegenüber 20 Minuten Online zu erklären.

20 Minuten Online: Herr Tschäppät, wie fühlen Sie sich heute? Irgendwie verkatert?
Alexander Tschäppät: Nein. Das war Euphorie, es war Party, ich habe über die Stränge geschlagen. Ich muss aber sagen: Das Lied war nicht von mir, ich habe lediglich mitgesungen.

Haben Sie sich bei den «Motherfuckers» Blocher und Schmid schon entschuldigt?
Nein, derzeit noch nicht, aber das werde ich bald nachholen.

Schicken Sie denen Blumen oder Pralinen?
Nein, das vielleicht nicht gerade, aber in irgendeiner Form werde ich mich mit ihnen in Verbindung setzen.

Eigentlich schon erstaunlich: Wie kann man mit so viel politischer Erfahrung in ein solches Fettnäpfchen treten?
Ich sage nochmals: Ich war euphorisch, das war nicht böse gemeint. Es war so ein schwerer Match gegen Zürich, als wir gewonnen haben, sind mir kurz die Sicherungen durchgebrannt.

Glauben Sie, die Berner werden Ihnen den Auftritt verzeihen?
Ja. Ich denke nicht, dass das jetzt zum politischen Thema wird. Sie dürfen auch nicht vergessen, was Blocher schon an Tiraden ausgeteilt hat. Trotzdem: Es war unnötig.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sepp Otte am 10.03.2010 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht so gut Englisch

    Ach so, nicht so gut Englisch kann er, der Herr Blocher. Welch eine Freude: Das Haar in der Suppe gefunden. Vielleicht lohnte es sich, sehr geehrter Herr Affolter, sich dazu Gedanken zu machen, was ein Dr. Christoph Blocher so alles kann und zustande gebracht hat.

  • Ines Bruhin am 07.03.2010 14:16 Report Diesen Beitrag melden

    Man überlege mal

    Bei den JUSO's gibt es viele Frauen im Kader.Sind das jetzt alles Fatherfucker's?Das wäre die einzig logische Überlegung.Wer so austeilen will,muss auch sich selber mit einbeziehen.Was sagen ihre Väter wohl dazu?

  • Winkelried am 05.03.2010 04:37 Report Diesen Beitrag melden

    Parallelen zu Valérie Garbani (NE)

    Bei der SP gehört anscheinend ein solches Verhalten - saufen und ausfälliges Grölen - einfach dazu. Scheint wohl ein gängiger SP Standard zu sein.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sepp Otte am 10.03.2010 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht so gut Englisch

    Ach so, nicht so gut Englisch kann er, der Herr Blocher. Welch eine Freude: Das Haar in der Suppe gefunden. Vielleicht lohnte es sich, sehr geehrter Herr Affolter, sich dazu Gedanken zu machen, was ein Dr. Christoph Blocher so alles kann und zustande gebracht hat.

  • Peter Affolter am 09.03.2010 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    spricht blocher schlecht englisch?

    war der nicht mal bundesrat? er wird wohl sagen, er wolle gar nicht wissen, wie man "moderföcker" wirklich ausspricht. ich behaupte mal, er kann auch andere englische wörter nur total falsch aussprechen.

  • Peter Zehnder am 09.03.2010 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    Schade keine Klage

    Herr Blocher hätte Herrn Tschäppert ruhig verklagen sollen.Aber mit dem Alkoholproblem könnte er nicht unrecht haben.Man muss schon sehr besoffen sein um in aller Öffendlichkeit ,sich so zu äussern.Die Gedanken sind frei aber nicht umbedingt immer Spruchreif.

  • Heidi B. am 08.03.2010 20:56 Report Diesen Beitrag melden

    Tschäppät

    Dieser Tschäppät soll endlich sein schweres Alkoholproblem angehen. Es geht nicht an, dass ein Stapi dauernd besoffen ist.

  • paedu am 08.03.2010 20:16 Report Diesen Beitrag melden

    Ist das Sommerloch schon da?

    Oder weshalb wir diese Lappalie hier so aufgebauscht von 20min.ch?

    • Daniel Lenzin am 10.05.2011 17:05 Report Diesen Beitrag melden

      Lappalie?

      Das ist wohl weniger eine Lappalie! Das ist ein Skandal was Tschäppät da über die Lippen "gerutscht" ist! Was ist los, hat der Stapi von Bern keine Hirn um vorher zu überlegen??

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