Nach Cup-Out

03. März 2011 11:48; Akt: 03.03.2011 17:52 Print

«Schade, musste das Fussballfest so enden»

Mit Reizstoffen und Gummischrot ging die Polizei gegen frustrierte YB-Fans vor. Auch in den Katakomben gings heiss zu und her.

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Die Pressestimmen nach dem Spiel.

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Das dramatische 3:4 von YB gegen den FCZ konnte nach aufreibenden 120 Minuten nicht mit dem Schlusspfiff enden. Auf dem Rasen kams unter den Spielern zu einer kleinen Rangelei, die Berner Alain Nef und David Degen waren unter anderem beteiligt.

Auch in den Katakomben gingen die Emotionen hoch. Ancillo Canepa schimpfte gegen die Sicherheitsleute, er wurde daraufhin von einem YB-Funktionäre als «Scheiss-Präsident» und «truurige Siech» bezeichnet, wie FCZ-Mediensprecher Giovanni Marti auf Anfrage bestätigt: «Es war der absolute Negativpunkt des Abends. Schade, musste das Fussballfest so enden.»

Hassli erwischt eine Ladung Pfefferspray»

Auch Spieler Eric Hassli wurde in Mitleidenschaft gezogen. Als einige Fans Richtung Kabinen stürmen wollten, geriet er zwischen die Fronten und «lief dummerweise in eine Pfefferspray-Wolke». Diese hatte ein Security-Mitarbeiter zur Verteidigung gegen die Chaoten gesprüht.

Lange litt der Franzose jedoch nicht. Und auch der YB-Funktionär entschuldigte sich bei Canepa. Darum sagt Marti: «Ich will das nicht dramatisieren. Es ist bitter, wenn man so ausscheidet.» Tatsächlich fühlte YB das Momentum nach der grossen Aufholjagd vom 0:3 zum 3:3 auf seiner Seite. Doch am Ende siegten trotzdem die Gäste, welche sich von den Zwischenfällen nach dem Spiel nicht beirren liessen. «Wir haben danach in der Kabine alle - auch Hassli - gefeiert. Was wir erreicht haben, ist grossartig.»

Auch vor dem Stadion Ausschreitungen

Unschöne Szenen gab es auch vor dem Stadion. Berner Anhänger hatten die Zürcher Gäste-Fans attackiert. Die Berner Kantonspolizei nahm elf Personen vorübergehend fest.

Laut einer Mitteilung der Polizei vom Donnerstag verlief der Abmarsch der Gästefans zuerst friedlich, doch dann suchten YB-Fans die Konfrontation mit den FCZ-Fans. Die Berner Kantonspolizei setzte einen Wasserwerfer, Reizgas und Gummischrot ein, um die beiden Gruppierungen zu trennen.

Schliesslich bestiegen die Zürcher Fans den bereitstehenden Extrazug, worauf die YB-Fans die Polizei mit Steinen bewarfen. Deshalb setzte diese erneut Reizstoff und Gummischrot ein.

(fox/sda)