1. August

31. Juli 2018 15:07; Akt: 02.08.2018 07:53 Print

«Wetter ist ein Desaster für Feuerwerksverkäufer»

von Benjamin Hostettler - Die Hitzewelle hat die Region auch vor dem Nationalfeiertag weiter im Griff. Während sich die Badegäste freuen, hadern Knallkörperverkäufer mit fehlendem Umsatz.

Der Berner Feuerwerksverkäufer «KnallFred» zur aktuellen Wetterlage.
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Auch heute zeigt das Thermometer in der Schweiz über 30 Grad. Neben den hohen Temperaturen ist es vor allem der fehlende Regen, der der Natur und den Menschen Sorgen bereitet. Viele Kantone haben deshalb ein Feuerverbot ausgesprochen. Im weiten Teilen des Kantons Bern gilt ein Feuer- und Feuerwerksverbot im Wald und in Waldnähe.

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Das aktuelle Feuerverbot spürt auch Wilfred Burri, besser bekannt unter KnallFred. Der Berner verkauft seit 1988 Feuerwerk und ist in der Stadt Bern eine Institution. «Das momentane Wetter ist ein Desaster für mich als Feuerwerksverkäufer.» Ähnliche Situationen habe es zum Beispiel auch in den Jahren 2003 und 2015 gegeben. Dass die beiden Grossverteiler Coop und Migros gebietsweise auf den Verkauf von Feuerwerk verzichten, merkt man laut KnallFred wenig. «Der Verkauf läuft wie sonst, einfach auf niedrigerer Stufe.»

«Einen Plan B gibt es nicht»

Das Anzünden von Feuerwerk fernab von Wäldern ist im Kanton Bern nach wie vor erlaubt. Möglich ist aber auch, dass bis zum Nationalfeiertag ein absolutes Feuerverbot erlassen wird. Haben die Feuerwerksverkäufer dafür einen Plan B? «Nein», sagt Burri. Die Sicherheit in einem solchen Fall gehe über alles und dieses Verbot müsste man akzeptieren. «Feuerwerk, das nicht verkauft wurde, kann ich zudem problemlos an die Lieferanten zurückschicken.»

Feuerwerksverkäufer machen den Grossteil ihres Umsatzes am 1. August oder Silvester. Aber: «Das ganze Jahr hindurch habe ich Bestellungen für Hochzeiten oder Budenfeiern. Für die Leute gibt es viele Gründe, Feuerwerk zu kaufen», so Burri. Manche Kunden würden seit Jahren in sein Geschäft kommen. «Meine Branche hat durchaus Zukunft, möglicherweise mit einigen wenigen Abstrichen.»

Tipps für ein gelungenes 1.-August-Feuerwerk

Trotz der derzeitigen Wettersituation lassen sich die Leute die Freude am Feuerwerk nicht verderben. Das Geschäft KnallFred ist bereits am Morgen überfüllt, wie ein Augenschein vor Ort zeigt. Burri erklärt den Kunden geduldig, wie sich die momentane Situation darstellt.

«Das Wichtigste ist, die Situation richtig zu beurteilen. Feuerwerk darf nur mindestens 200 Meter von einem Wald entfernt angezündet werden. Die Knallkörper am besten auf einen festen Belag stellen und zur Sicherheit einen Eimer Wasser dabeihaben.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hillrancher am 31.07.2018 15:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt?

    da jammert man wegen schlechtem Verkauf von Luxusgüter. Dass aber im Moment eure Nahrung verdorrt ist euch echt egal? Klar, lieber Geld für nix verprassen, die Umwelt belasten, aber auf lebensnotwendige Nahrung verzichten! Oder dann wieder jammern wenn die Lebensmittel teurer werden... Da kann ich nur Kopfschütteln!

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  • Hunrod am 31.07.2018 15:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnötige Knallerei

    Ein arrangiertes Feuerwehr ist etwas tolles. Die private Knallerei ist jedoch so unnötig wie ein Sandkasten in der Wüste.

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  • martin am 31.07.2018 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    einer ist keiner

    ich befürchte dass ein Eimer Wasser nicht allzu viel hilft...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fridolin am 04.08.2018 12:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abstimmung

    Am besten wir stimmen Eidgenössisch ab dann gibts keine Diskussionen mehr weil die grosse Mehrheit würde ein Ja für Feuerwerksverbot einlegen. Das wäre Wunderbar!!!

  • Bartli am 02.08.2018 02:05 Report Diesen Beitrag melden

    Noch eine schöne Woche allen

    In unserer Gemeinde waren die Leute vernünftig und das hat mich doch sehr positiv überrascht. Auch unsere Verwaltung hat das Zündverbot ausgehängt. Vielen Dank auch an die Behörden. Beruhigend war es. Wir feierten trotzdem mit Freunden. Die Privatzünderei sollte für immer verboten werden, viele Gründe sprechen dafür. Lasst zukünftig nur noch die Experten Feuerwerke zünden, das reicht.

    • Fridolin am 04.08.2018 11:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bartli

      Ich bin absolut gleicher Meinung. Es muss unbedingt eine Initiative gestartet werden damit die Knallerei und Luftbelastung Asthmatiker und Tiere lassen Grüssen aufhören und dieser Dummheit ein Ende setzen.

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  • Jean-Georges Meunier am 01.08.2018 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    Jammerei!

    Es gibt Leute, die immer einen Grund zum Jammern finden. Echt ätzend!

  • Patrick.M am 01.08.2018 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    2 Tage im Jahr

    Sind mal Erlich es geht hir ned um geballer oder die Ernten das was hir alle gemeinsam haben ist das wen es was zum Stressen gibt muss mann mitmischen was muss euch es intressieren ob wer am 1 August baller will wen jemand Saufen Will ok wen einer Lieber in Buff gehen Will Bitte aber echt schaut Raus es ist Heiss.Wasserspeicher ist fast Lehr die ernte geht ein ja wir machen verlusst aber drotzdem sind wir Bauern die gärne mal Saufen Rauchen Feuerwerk abbrennen und einfach genissen. Jeder hir hat mal was zu vierlieren ob jetzt 1 oder 2 mal im Jahr geballert wird egal.Rege mich lieber anders auf

  • pats am 01.08.2018 10:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Riesen gejammer

    jahrelang gut und viel verkauft und jetzt einmal nichts und schon geht die Welt unter. Glaub es gibt andere größere Probleme als das Feuerwerk, fragt Mal die Bauern.