Gurten Festival

19. Juli 2014 15:28; Akt: 19.07.2014 15:28 Print

«Wie Hühner in der Legebatterie»

von Lorenz von Meiss - Am «Güsche» herrschen infolge Platzmangels striktere Zeltvorschriften als an anderen Openairs. Manch Besucher fühlt sich in der dichten Zeltstadt eingepfercht.

Sicherheitskräfte weisen den Festivalbesuchern ihr Zeltstandort zu. (Video: Lorenz von Meiss/Brigitte Büchel)
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Mit grandiosem Wetter startet das Musikfestival auf dem Berner Heimberg. Scharen von jungen Musikliebhabern zelten auf der sogenannten «Sleeping Zone», einer Zeltlandschaft auf der lediglich übernachtet werden darf. Unter dem Zeltvordach auf Campingstühlen gemütlich zusammensitzen ist nicht drin: «Wir haben bewusst eine restriktive Handhabung was die «Sleeping Zone» angeht. So können wir das Abfallproblem umgehen und den Platz optimal ausnutzen», sagt Valérie Loretan, Mediensprecherin des Festivals.

Auf Tuchfühlung mit den Nachbarn

Zahlreiche Sicherheitskräfte sind dafür besorgt, den Zeltenden einen Platz zuzuweisen, wo das Nachtlager aufgeschlagen werden darf. Die Zelte werden dabei so dicht aneinander gedrängt, dass die Zeltschnüre schonmal bis zum Nachbarn reichen können.
Obwohl sich der routinierte Gurtengänger mit dieser Tatsache abgefunden hat, gibt es auch Besucher, die sich mit den engen Verhältnissen nicht anfreunden können: «An anderen Festivals konnten wir unsere Blachen und Gaskocher mitnehemen. Hier ist es doch eher wie bei Hühnern in der Legebatterie», sagt eine junge Besucherin des Festivals.