Safenwil AG

31. Oktober 2017 10:11; Akt: 31.10.2017 11:09 Print

«Wir helfen den Geistern, ins Licht zu gehen»

An Halloween ist laut keltischer Sage der Schleier zwischen der Geisterwelt und der unseren besonders dünn. Zwei «Ghosthunter» erzählen von ihrer Arbeit.

Tillate war mit dem Verein «Ghosthunters Schweiz» unterwegs. (Video: Tillate)
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Tom Frei und Anita Voser verfügen seit ihrer Kindheit über spezielle Fähigkeiten, behaupten sie: «Wir können Geister sehen und wahrnehmen», sagt Voser. Als sich die zwei kennenlernten, merkten sie schnell, dass sie gleich tickten. So sei dann die Idee zu den Ghosthuntern Schweiz entstanden: Vor zwei Monaten hat das Paar aus Safenwil einen eigenen Verein gegründet. Zuvor waren der gelernte Krankenpfleger und die Fotografin schon zwei Jahre lang gemeinsam auf die Jagd nach Geistern gegangen.

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«Geister sind nichts anderes als Energie»

Geister ins Licht begleiten

Voser und Frei gehen in der ganzen Schweiz auf Geisterjagd, doch häufig werden sie ins Emmental gerufen. «Spuken kann es überall, aber in ländlichen Gebieten sind die Menschen offener für Geister», erklärt Frei. So haben sie eben erst in Begleitung von Tillate eine Familie im Emmental besucht, bei der Geister sein sollen.

Frei erzählt auch von einem anderen Fall aus dem Emmental – von einem alten Haus, in dem ein verstorbener Bewohner sein Unwesen trieb, weil er seine «Heimat» nicht verlassen wollte. «Wir konnten den Geist dann überzeugen, ins Licht zu gehen», sagt Frei. Geister könnten ortsgebunden sein, aber laut Frei auch rastlos umherziehen.

Trotz ihrer angeblichen Fähigkeit, Geister ohne moderne Hilfsmittel wahrzunehmen, setzen die Geisterjäger für Beweiszwecke dennoch auf solche. Mit Hilfe einer sogenannten Spiritbox etwa könne der Geist zu ihnen sprechen und ihnen sagen, was ihn noch hier hält. Ebenfalls mit auf jeden Einsatz müssen grosse Akkus: «Geister sind eigentlich nichts anderes als Energie. Wenn sie sich bemerkbar machen, verbrauchen sie diese Energie und müssen von irgendwoher neue holen.» So sei es schon oft vorgekommen, dass plötzlich ein Kamera-Akku leer gewesen sei, obwohl er kurz zuvor noch fast voll war. Oder: «Ein Drucker hat plötzlich leere Seiten gedruckt, obwohl er nicht ans Stromnetz angeschlossen war», erzählt Frei.

Das Rätsel der Junkerngasse 54

Über die Berner Stadtgrenzen hinaus ist die Junkerngasse 54 bekannt. Um das seit Jahrzehnten leerstehende Haus in der Berner Altstadt ranken sich etliche Geister- und Schauermärchen. So soll in der Nacht Kratzen und Stöhnen im Gebäude ertönen und eine kopflose Frau soll manchmal am Fenster stehen. Dazu ertöne schauerliches Lachen. Tom Frei würde das Haus und seine gespenstischen Bewohner gerne unter die Lupe nehmen, aber noch gestalte es sich als schwierig, die passende Erlaubnis dazu zu bekommen.

Auch andere Spukgeschichten aus der Region Bern machen die Runde. Erst im Sommer berichteten mehrere 20 Minuten-Leser über den Geist einer toten Jungfer, der angeblich das alte Schlössli in Kehrsatz heimsucht. Geister- und Gruselgeschichten faszinieren die Berner offenbar: Die Stadtführung namens «Gespenstisches Bern» erfreut sich dieses Jahr überwältigender Beliebtheit: Über 30 Tourdaten sind bereits restlos ausgebucht.

Die Ghosthunters aus Safenwil an der Grenze zu Solothurn spüren an Halloween übrigens nicht mehr Geister als an anderen Tagen im Jahr, obwohl an Halloween laut keltischer Überlieferung der Schleier zwischen der Geisterwelt und der unseren besonders dünn sein soll. Frei: «Es gibt in unserer Szene Personen, die sagen, es gebe mehr paranormale Aktivitäten. Aber ich persönlich erlebe das nicht so.»

(aha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Paul L. am 31.10.2017 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    Geisterbahn

    Also ich sehe auch immer wieder Geister, vor allem dann, wenn ich zum Steueramt muss....

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  • Spatz am 31.10.2017 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dejavu

    Ob es Geister gibt, weiss ich nicht. Aber kennt ihr das. Man hat das starke Gefühl, eine Situation schon mal erlebt zu haben. Aber man weiss ganz genau , dass das nicht der Fall ist. Sehr irritierend.

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  • John Brooks am 31.10.2017 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Geistergeschichten?

    Es ranken sich viele schaurige Geschichten. um das Thema Geister aber sind sie alle wahr? Eines ist mir klar geworden, ein Kollege von mir, der sieht wirklich tote Menschen und das war für ihn in seiner Kindheit nicht sehr einfach damit umzugehen und noch heute gibt es Orte wo er lieber nicht hingeht, er sagte mir, nicht alle seien nett.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Frau52 am 02.11.2017 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    mehr zwischen Himmel und Erde

    Es gibt Seelen die den Weg ins Licht nicht finden. Schön nehmen sich Tom Frei und Anita Voser dieser Seelen an. Diese leben nämlich mitten unter uns, manchmal machen sie sich auch bemerkbar. Leider sind die meisten nicht mehr genug sensibel diese Wesen auch wahrzunehmen. Meine Kinder spüren die Seelen und auch bei mir ist es schon oft vorgekommen, dass ich beim betreten eines alten Gebäudes schlechte Energien gespürt habe, die ich nicht einzuordnen wusste. Schlussendlich müssen wir uns aber vor Geistern nicht fürchten, eher vor den lebenden Menschen.

  • Fibi am 01.11.2017 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geister, Feen und so..

    Es gibt sie! Wir helfen den Geistern, ins Licht zu gehen. Das find ich schön.. Dieses Leben, birgt soviel Geheimnisvolles und so vieles, zwischen den Zeilen.. Zwischen Himmel und Erde Sagenhaftes und Unerklärliches, Erlebtes und Spürbares Vergänglich sind unsere Hüllen, aber wir hinterlassen Energien Alles da Ich bin aufgewachsen mit Geistergeschichten und im Heimatland meiner Mutter, ( Irland) gehören die einfach dazu. Es ist nichts anderes und ganz normal.

  • Geisterblitz am 01.11.2017 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Womit man alles Geld machen kann....

    Danke für diese gute Anleitung, wie man aus nicht-existenter Materie und der Angst der Menschen Geld generieren kann. Jaja, die Geister die ich rief, kosten bestimmt ein Vermögen, um sie mittels selbsternannter, angeblich hellsichtiger Menschen, ja gleich richtigen Geisterjägern wieder loszuwerden. Sehr amüsant dieses Helloween Märchen.... wohl zu oft im Kino gewesen, oder?

  • cecile am 01.11.2017 07:39 Report Diesen Beitrag melden

    Habe ich erlebt.

    In einem Schloss in Bordeaux sass ich mit Freunden im Esszimmer, da hörten wir plötzlich, dass über uns Stühle gerückt wurden. Ich fragte sie, ob sie das auch gehört hätten, sie sagten, ja, jemand rücke Stühle herum. Im Schloss waren aber nur wir. Ich wusste, es war der frühere Besitzer, der das Schloss und den Weinberg aufgebaut hat. Angst hatte ich gar keine, nein, ich freute mich, wenn er wieder irgendwo zu hören war. Ich nannte ihn Grossvater, denn es war der Grossvater der ehemaligen Besitzerin.

  • M.F.K am 31.10.2017 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Erbärmlich

    Ich verstehe die Aufregung nicht ganz, es ist doch wohl klar das es nicht Wortwörtlich dabei geht den Seelen ins Licht zu helfen, das sind Worte die man dachte jeder verstehe sie. Ich selber kenne Tom und weiss das er sehr gewissenhaft seine Arbeit erledigt und auch wenn er davon erzählt was es heisst jemand ins Licht zu führen. Er hilft den Seelen und somit auch den Menschen, sie macht dies unentgeltlich und trotzdem gibt es hier Menschen die das Geld als vorwand nehmen. In meinen Augen sind das die Armen und nicht die, die an das paranormale Glauben.