GC-Anhänger:

17. Mai 2019 11:08; Akt: 17.05.2019 11:08 Print

«Wir sind dann mal im Knast»

Gähnende Leere herrschte während des Spiels zwischen YB und GC im Fansektor. Die Anhänger liessen ausrichten, sie seien hinter Gitter.

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Das Spiel vom Donnerstagabend zwischen den Young Boys und den Grasshoppers wurde als «Hochrisiko-Spiel» eingestuft. Nach den schändlichen Eskapaden von GC-Ultras in Luzern, die den Spielabbruch provoziert hatten, erwartete man in Bern erneut eine Eskalation.

Doch am Donnerstagabend blieb es wider Erwarten ruhig im und rund um das Stade de Suisse. Nur wenige GC-Anhänger waren von Zürich ins Berner Wankdorf angereist. Zum Zeitpunkt des Anpfiffs zählte man wenige Hundert Fans aus Zürich auf der Tribüne. Kurz vor Schluss, als auf der Anzeigetafel das 6:1 für YB aufleuchtete, machten sich dann auch diese Anhänger aus dem Staub. Zurück liessen sie lediglich ein Transparent mit der Aufschrift «Mir sind denn mal im Knast».

Polizei ermittelt weiter

Was ironisch tönt, ist nicht ganz unwahr: Die Polizei hat in den letzten Tagen zwei GC-Hooligans festgenommen. Die Ermittlungen laufen noch immer. Vier Tage nach dem skandalösen Spiel zwischen dem FC Luzern und den Grasshoppers haben die beiden Vereine Strafanzeigen gegen die Chaoten eingereicht, weil GC-Anhänger das Feld stürmten und die Zürcher Fussballer zwangen, ihre Trikots auszuziehen, weil sie ihrer nicht würdig seien. Die Grasshoppers stiegen nach 70 Jahren erstmals wieder aus der Super League ab.

(miw)