Bern

08. Juli 2014 09:16; Akt: 08.07.2014 13:07 Print

1200 Polizisten bei «Stopp Kuscheljustiz»-Demo

Nach der Absage der «Stopp Kuscheljustiz»-Kundgebung von Ende März in Bern verhinderten 1200 Polizisten Konfrontationen zwischen links und rechts.

storybild

Weniger zu tun als befürchtet: 1650 Polizisten waren an der abgesagten «Stopp Kuscheljustiz»-Demo im Einsatz. (Bild: Keystone/Marcel Bieri)

Zum Thema
Fehler gesehen?

1200 Polizisten für eine abgesagte Demonstration:
Der Grossaufmarsch der Polizei am 29. März in der Berner Innenstadt sorgte damals für Verwunderung und Irritation – die stärkste Partei im Berner Stadtparlament, die SP, sprach in einer Interpellation von einem «Ausnahme-» und einem «Belagerungszustand». Der Einsatz der Polizei sei in diesem Ausmass unverhältnismässig gewesen.

Dem widerspricht die Berner Stadtregierung in ihren am Montag veröffentlichten Antworten auf diese und auf eine zweite Interpellation. Auch nach der kurzfristigen Absage der bewilligten «Stopp Kuscheljustiz«-Kundgebung durch die Organisatoren sei die Lage in Bern angespannt gewesen.

Mehr Polizisten als bei «Tanz dich frei»-Parade

Mehrere Hundert Personen seien nämlich damals Aufrufen aus linken und rechten Kreisen zu nicht bewilligten Kundgebungen gefolgt. Die Polizei habe dank des Grossaufgebots Konfrontationen verhindern können. Die Stadtregierung stützt diese Aussagen auf Angaben der Polizei.

Am 29. März 2014 – am Tag vor den Wahlen im Kanton Bern – standen somit weit mehr Polizisten auf den Berner Strassen als etwa bei der «Tanz dich frei«-Strassenparade von Mai 2013, die mit Krawallen endete. Damals standen mehrere Hundert Polizisten im Einsatz, wie der Polizeikommandant später bekanntgab.

Vor oder unmittelbar nach dem Einsatz geben die Berner Kantonspolizei und die Behörden jeweils keine Zahlen zum polizeilichen Aufgebot bekannt.

(sda)