Prozess

09. Februar 2011 10:33; Akt: 09.02.2011 12:13 Print

14 Monate für «Schläger von Schüpfen»?

Der Prozess gegen den «Schläger von Schüpfen» geht in die Entscheidung. Die Staatsanwaltschaft will den Angeklagten ins Gefängnis bringen.

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Am Prozess gegen den angeblichen «Schläger von Schüpfen» hat die Staatsanwältin am Mittwoch einen Schuldspruch unter anderem wegen einfacher Körperverletzung und Tätlichkeiten verlangt. Der junge Mann sei zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten zu verurteilen.

Die Staatsanwältin beantragte dem Einzelgericht zudem, die Freiheitsstrafe zugunsten einer stationären Massnahme aufzuschieben. Bis er sie antrete, sei der junge Mann in Sicherheitshaft zu belassen.

Zu verurteilen sei der Angeklagte ausser wegen einfacher Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand und Tätlichkeiten auch wegen Sachbeschädigung und falscher Anschuldigung.

Verteidigung will «angemessene Geldstrafe»

Zur Begründung sagte die Staatsanwältin, das Opfer und zwei Zeugen hätten ausgesagt, es sei der Angeklagte gewesen, der im letzten Sommer in einem Gasthof in Schüpfen mit einem schweren Aschenbecher auf den Wirt eingeschlagen habe. Um diesen Vorfall geht es am Prozess im Biel im Wesentlichen.

Die Verteidigerin verlangte einen Schuldspruch nur wegen Tätlichkeiten und Sachbeschädigungen. Als Sanktion beantragte sie eine «angemessene Geldstrafe». Auf eine stationäre Massnahme sei zu verzichten und der junge Mann sei sofort aus der Sicherheitshaft zu entlassen.

Sie begründete ihren Antrag mit der Aussage, es lägen widersprüchliche Aussagen zum Vorfall im Schüpfener Gasthof vor. Der Wirt neige zu Übertreibung und Theatralik. Niemand habe den Vorfall genau so geschildert, wie der Wirt dies getan habe.

Das Urteil wird am frühen Nachmittag verkündet.

(sda)