Verstorbenes Mädchen (16)

30. Juni 2019 21:31; Akt: 30.06.2019 21:31 Print

Ertrunkene war Schülerin am Kirchenfeld-Gymer

Die Jugendliche, die am Mittwoch in der Aare ertrank, besuchte das Gymnasium Kirchenfeld in Bern. Mit Kolleginnen wollte sie sich in der Mittagspause abkühlen.

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Sie wollte sich nur kurz abkühlen, doch wenig später war sie tot: Am Mittwochnachmittag ist in der Berner Aare eine 16-jährige Jugendliche ertrunken. Die Polizei geht nach aktuellem Kenntnisstand von einem Unfall aus.

Wie die «Berner Zeitung» berichtet, besuchte das verunglückte Mädchen das Gymnasium Kirchenfeld. Es habe zusammen mit ein paar Kolleginnen beschlossen, in der Mittagspause in der Aare schwimmen zu gehen. Laut Polizei stiegen sie oberhalb des Bärengrabens in den Fluss. Wie die Zeitung weiter schreibt, hätten die Schülerinnen ihre Kollegin beim Ausstieg nicht mehr gesehen.

Erfolglose Suche

Nachdem sie erfolglos Ausschau gehalten hätten, hätten sie entschieden, zurück zur Schule zu gehen. Eines der Mädchen sei vor Ort geblieben und habe weiter gesucht. Als auch dieses ohne die vermisste Freundin zurückkehrt sei, hätten die anderen Schülerinnen den Lehrer informiert. Dieser wiederum alarmierte die Polizei.

Wenig später herrschte traurige Gewissheit: Die umgehend ausgerückten Einsatzkräfte fanden beim Engehalde-Stauwehr die Leiche des Mädchens.

Aareabschnitt birgt Gefahren

Bernhard Fleuti, Präsident der Berner Sektion der Schweizerischen Lebens­rettungs-Gesellschaft SLRG, wies gegenüber 20 Minuten auf die Risiken des besagten Flussabschnitts hin: «Die dortige Verengung der Aare sorgt für eine erhöhte Fliessgeschwindigkeit und wegen diverser Kurven ergeben sich zusätzliche Strömungen.» Kanten im Mauerwerk von Nydeggbrücke und Untertorbrücke würden zudem Strömungsabrisse auslösen, die zu Wellen und Wirbeln führten.

Beim Aareeinstieg unterhalb des Bärenparks steht daher ein Badeverbots-Schild. Bereits im Juli 2016 war ein Südkoreaner an der gleichen Stelle ertrunken.

(sul)