Wegen Pornografie verurteilt

25. Juli 2019 15:28; Akt: 25.07.2019 15:29 Print

21-Jähriger belästigt Umfeld mit Nacktfotos

Ein 21-jähriger, geistig eingeschränkter Mann belästigte unbekannte Personen mit Sex-Nachrichten. Er wurde zu einer Geldstrafe verurteilt und muss weiterhin eine Therapie besuchen.

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Ein junger, geistig behinderter Mann begann 2016, an unbekannte Personen Nacktbilder von sich selbst zu verschicken. Unter anderem forderte er die Empfänger dazu auf, seinen Penis zu massieren oder fragte, ob sie seinen Penis in den Mund nehmen würden.

Anderen Personen schickte der 21-Jährige Bilder von acht- oder neunjährigen Kindern und fragte: «Haben meine kleinen Nachbarinnen schon einen Orgasmus?» Mehrere Empfänger, unter anderem auch Prostituierte, fühlten sich von den Nachrichten und Fotos des Mannes belästigt und zeigten ihn letztlich an, wie die «Berner Zeitung» schreibt.

Klarer Fall von Pornographie

In den verschiedenen Fällen, in denen der junge Mann angeklagt wurde, handelt es sich um Pornographie. In der Anklageschrift werden zehn Vergehen aufgelistet. Hinzu kommt, das der Angeklagte im Internet nach «Lesben Sex mit Kinder» suchte. Obwohl er an keine pornografischen Inhalte mit Kindern gelangte, wurde seine Suche vom Gericht als Versuch gewertet. Auch der Missbrauch einer Fernmeldeanlage wurde dem 21-Jährigen angelastet.

Therapie um die Störung seiner Sexualpräferenz zu steuern

«Die geistige Entwicklung blieb stehen, aber die körperliche Entwicklung verlief altersgerecht. Er konnte deshalb sein sexuelles Verhalten nicht steuern», erklärte der Verteidiger des jungen Mannes in seinem Plädoyer vor Gericht. Er sagte ausserdem, dass der junge Mann eine Therapie brauche und diese auch machen wolle.

Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einer unbedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 10 Franken. Ausserdem muss er weiterhin eine ambulante Therapie besuchen, die die Störung der Sexualpräferenz behandelt, da die Rückfallgefahr gemäss einem Gutachten erheblich sei.

(km)