Anklage erhoben

29. Juli 2014 09:43; Akt: 29.07.2014 13:11 Print

29-Jähriger überwachte 19 Prostituierte

Die Staatsanwaltschaft Solothurn hat Anklage gegen einen 29-Jährigen erhoben: Er soll mehrere Dirnen überwacht und kontrolliert haben.

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Die Staatsanwaltschaft Solothurn erhebt gegen einen Mann Anklage wegen mehrfacher Förderung der Prostitution. (Bild: Keystone/AP/Symbolbild Franka Bruns)

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, insgesamt 19 Frauen bei der Ausübung ihrer Prostitutionstätigkeit überwacht und kontrolliert zu haben.

Der geständige Mann sitzt seit Mai 2013 in Untersuchungshaft. Die Solothurner Staatsanwaltschaft wirft ihm laut einer Mitteilung vom Dienstag auch vor, die Frauen bei Nichtbefolgung seiner Anweisungen sanktioniert zu haben. Er bestimmte die jeweiligen Arbeitsorte und Standplätze der Frauen und stellte Vorschriften in Bezug auf die Arbeitszeiten und die Dauer der Arbeitstätigkeit auf.

Gemäss Staatsanwaltschaft tolerierte er keine Freitage und schrieb einigen Frauen vor, sich trotz Menstruation oder Krankheit zu prostituieren. Der Beschuldigte habe Preisvorgaben für die jeweiligen sexuellen Dienstleistungen gemacht und habe den Frauen untersagt, unliebsame Freier abzuweisen.

Frauen mit Gewalt gedroht

Bei Nichteinhaltung der Befehle drohte der Angeklagte den Frauen mit Gewalt oder mit Geldbussen. In diesem Zusammenhang kam es mehrfach zu Tätlichkeiten und Nötigungen, wie die Staatsanwaltschaft festhält. Der Deutsche wurde auch wegen qualifizierter Förderung des rechtswidrigen Aufenthaltes angeklagt. Er hatte mehrere Frauen in einer Liegenschaft in Olten einquartiert. Zudem muss er sich wegen mehrfacher Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern ohne Bewilligung vor Gericht zu verantworten.

Das Strafverfahren erfolgt im sogenannten abgekürzten Verfahren. Dies bedeutet, dass sich der Angeklagte und die Staatsanwaltschaft vorgängig auf eine Strafe einigen werden. Der Termin der Gerichtsverhandlung steht noch nicht fest.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beatrice am 29.07.2014 17:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strassenstrich

    Letztes Wochenende wollten wir am Abend bei der Stauwehr spazieren.Ich war perplex,als wir mitten im Oltener Strassenstrich landeten.Unzählig leicht bekleidete Frauen belästigten uns.Die standen mit Regenschirm und fast nackt am Strassenrand und warteten auf Freier.In Bonzenautos sassen die Zuhälter in einigem Abstand und beobachteten diese Frauen.Eckelhaft!

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  • Christian am 09.08.2014 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Vollständige Legalisierung

    Die vollständige Legalisierung und staatliche Anerkennung ist die einzige Chance den Zuhältern den Garaus zu machen. Lohnsteuerausweis, AHV, Krankenkasse, Regelarbeitszeit usw. und Schluss ist mit der Ausbeutung der Prostituierten.

  • Stef Null am 30.07.2014 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Auch Menschen

    Prostituierte werden oft wie Vieh behandelt. Es sind unwürdige Verhältnisse für Menschen. Denn auch Working Girls sind normale Menschen. Ob man es glaubt oder nicht. Diese Frauen müssten unbedingt gewerkschaftlich vereint werden, damit sie nicht wie Schlachtvieh behandelt werden. Sie werden auch von ihren "Beschützern" abgezoggt und mit Verträgen, welche auch ihre Familienmitglieder betreffen, bei der Stange gehalten. Wirst du nicht parriren, wird deiner Familie in Russland etwas ganz schlimmes geschehen. Sie werden auch importiert und dürfen 3 Monate als Touristinnen hier bleiben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Christian am 09.08.2014 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Vollständige Legalisierung

    Die vollständige Legalisierung und staatliche Anerkennung ist die einzige Chance den Zuhältern den Garaus zu machen. Lohnsteuerausweis, AHV, Krankenkasse, Regelarbeitszeit usw. und Schluss ist mit der Ausbeutung der Prostituierten.

  • Stef Null am 30.07.2014 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Auch Menschen

    Prostituierte werden oft wie Vieh behandelt. Es sind unwürdige Verhältnisse für Menschen. Denn auch Working Girls sind normale Menschen. Ob man es glaubt oder nicht. Diese Frauen müssten unbedingt gewerkschaftlich vereint werden, damit sie nicht wie Schlachtvieh behandelt werden. Sie werden auch von ihren "Beschützern" abgezoggt und mit Verträgen, welche auch ihre Familienmitglieder betreffen, bei der Stange gehalten. Wirst du nicht parriren, wird deiner Familie in Russland etwas ganz schlimmes geschehen. Sie werden auch importiert und dürfen 3 Monate als Touristinnen hier bleiben.

  • Beatrice am 29.07.2014 17:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strassenstrich

    Letztes Wochenende wollten wir am Abend bei der Stauwehr spazieren.Ich war perplex,als wir mitten im Oltener Strassenstrich landeten.Unzählig leicht bekleidete Frauen belästigten uns.Die standen mit Regenschirm und fast nackt am Strassenrand und warteten auf Freier.In Bonzenautos sassen die Zuhälter in einigem Abstand und beobachteten diese Frauen.Eckelhaft!

    • Knuzerich am 30.07.2014 15:37 Report Diesen Beitrag melden

      Geht ja noch...

      Ich bin zusammen mit meiner Frau vor ein paar Wochen auf der Suche nach einem Gebrauchtwagen plötzlich und unbewusst auf dem Oltener Strassenstrich gelandet (navie Freiburger...?) - TAGSÜBER! D.h. Hupfdohlen waren (noch) gar keine da, trotzdem wurden wir von der Polizei kontrolliert, als ob meine Frau ne Nutte wäre... Mir ist da leicht die Galle hochgekommen!

    • Ruedi Ratlos am 30.07.2014 17:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Leider gibt es das auf der ganzen Welt .

      Das gibt es nicht nur in Olten. Das gibt es auf der ganzen Welt, weil das Geld und die Machtverhältnisse so ungerecht verteilt sind.

    • Donald am 30.07.2014 18:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Eckelhaft?

      Nein!! Finde ich in Ordnung. Ein Gewerbe wie jedes andere auch!

    • romi am 31.07.2014 10:39 Report Diesen Beitrag melden

      Strassenstrich

      Sind Sie sicher das die Herren in Bonzenaustos Zuhälter waren !! Bin mir da gar nicht so sicher !! Wer nimmt die Dienstleistungen der Prostituirten in anspruch - die Männer, also die Lösung wäre keine Männer - keine Prostituierte mehr. HaHa

    • Agnes am 09.08.2014 19:24 Report Diesen Beitrag melden

      Normal

      So ist es. Es wird ja versucht, Prostitution als normale Erwerbstätigkeit sogar "schmackhaft" zu machen und nicht wenig Frauen lassen sich dazu hergeben, entsprechende Propaganda zu unterstützen. In einer pervertierten Welt ist pervertierte Prostitution ganz normal.

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