Aus Gurlitt-Sammlung

03. Juli 2018 11:13; Akt: 03.07.2018 11:20 Print

30-Millionen-Gemälde darf in Bern bleiben

Das berühmte Cézanne-Gemälde «La Montagne Sainte-Victoire» bleibt im Eigentum des Kunstmuseums Bern. Die Familie Cézanne erkennt das Museum als rechtmässige Eigentümerin an.

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Cézannes berühmtes Gemälde «La Montagne Sainte-Victoire» bleibt Eigentum des Kunstmuseums Bern.

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Das 30 Millionen Franken teure Gemälde «La Montagne Sainte-Victoire» von Paul Cézanne aus dem Jahr 1897 bleibt im Kunstmuseum Bern: Das wurde am Dienstag an einer Medienkonferenz in Bern bekannt. Laut Experten handelt es sich um eines der wertvollsten Gemälde in der Gurlitt-Sammlung. Das Werk von Paul Cézanne aus dem Jahr 1897 soll mindestens 30 Millionen Franken wert sein.

Kein Verdacht auf Raubkunst

Entdeckt wurde es vor einigen Jahren im Salzburger Haus des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt. Dieser verstarb 2014 und vermachte seine umfangreiche Sammlung dem Kunstmuseum Bern.

Die Provenienzforscher in Berlin kamen zum Schluss, dass dem Bild kein Verdacht auf Raubkunst anhaftet. Allerdings sind die Umstände ungeklärt, unter denen das Gemälde in den Besitz von Gurlitts Vater Hildebrand gelangte. Dieser war in der Zeit der Nazi-Herrschaft ein Kunsthändler von Adolf Hitler.

Kein Geld geflossen

Die Familie Cézanne beanspruchte das Bild, das ihr gestohlen worden sei. Die nun getroffene Einigung sieht vor, dass die Familie im Rahmen eines langfristigen Leihvertrags das Gemälde regelmässig im Musée Granet in Aix-en-Provence F, Cézannes Heimatstadt, zeigen kann.

«Damit konnte eine gütliche Einigung gefunden werden», sagte Marcel Brülhart vom Kunstmuseum Bern am Dienstag vor den Medien. Geld sei keines geflossen.

(sda)