Bern

26. Juni 2011 23:05; Akt: 26.06.2011 21:10 Print

Aareschwimmen: Online-Guide gibt Tipps

von Alessandro Meocci - Ein neuer Online-Guide soll ungeübte Aareschwimmer fit für den Berner Hausfluss machen. Kreiert wurde er von einem Studenten – als Abschlussarbeit.

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Kaspar Allenbachs Hilfe für den Aareschwumm: Aarekarte und Wassertemperatur-Anzeige. (Bild: meo)

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Kaspar Allenbach ist seit frühester Kindheit mit der Aare verbunden und liebt es, im Fluss zu schwimmen. «Mir ist aber aufgefallen, dass es nirgends eine Anleitung dafür gibt», sagt der 27-Jährige aus dem Lorrainequartier. Deshalb hat der frischgebackene Grafikdesigner das Baden im Berner Hausfluss kurzerhand zur ­Masterarbeit seines Studiums in ­visueller Kommunikation gemacht. «Meine deutschen Professoren konnten das erst gar nicht nachvollziehen», so Allenbach.

Entstanden ist eine nütz­liche, attraktive Website mit praktischen Tipps wie einer «Gebrauchsanleitung» zum Aareschwumm, der aktuellen Temperatur oder historischen Geschichten rund um das ­Baden im Fluss. Zentrales Element der Site ist jedoch eine Karte vom Eichholz bis in die Lorraine mit Hinweisen zu den jeweiligen Plätzen, wie etwa: «Hie hets o geng öppe es paar Wäuebrättler, wome cha zue­luege.» Für Nicht-Berner ist der Inhalt natürlich auch auf Hochdeutsch verfügbar.

Obwohl von den deutschen Professoren unverstanden, hat Allenbach vergangene Woche sein Studium an der Kunsthochschule erfolgreich abgeschlossen. «Jetzt geniesse ich den Sommer an der Aare, danach gehts auf Jobsuche.»

www.aareschwumm.ch

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mario am 27.06.2011 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    Genau darum...

    Das ist ein gutes Beispiel, warum eigentlich unserenBildungsverantwortlichen der Bezug zur Schweiz bei der Einstellung von Professoren wichtig sein sollte. Uebrigens könnte die Sache ja noch weiter gebracht werden. Die Zürcher hätten sicher Freude an einem limmatschwumm.ch und die Basler am rheinschwumm.ch. Leider funktioniert obiger Link momentan nicht, man kommt auf einen Login.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mario am 27.06.2011 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    Genau darum...

    Das ist ein gutes Beispiel, warum eigentlich unserenBildungsverantwortlichen der Bezug zur Schweiz bei der Einstellung von Professoren wichtig sein sollte. Uebrigens könnte die Sache ja noch weiter gebracht werden. Die Zürcher hätten sicher Freude an einem limmatschwumm.ch und die Basler am rheinschwumm.ch. Leider funktioniert obiger Link momentan nicht, man kommt auf einen Login.

    • Susanne am 28.06.2011 10:54 Report Diesen Beitrag melden

      deutsche Professoren

      Es heisst im Text: «Meine deutschen Professoren konnten das erst gar nicht nachvollziehen». Na und? Offensichtlich hat es geklappt und der Student konnte seine Professoren überzeugen - die nötige Überzeugungsarbeit leisten zu müssen, hat nur bedingt was mit Herkunft zu tun! Bei gleich qualifizierten KandidatInnen soll die Herkunft eine Rolle spielen, aber letztlich müssen die Besten die Stellen kriegen und wenn das häufiger Ausländer als Schweizer sind, dann ist die Frage, was bei der Schweizer Nachwuchsförderung schief gelaufen ist.

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