Feuerwehrkaserne Viktoria

06. August 2015 17:04; Akt: 06.08.2015 17:04 Print

Acht Einsprachen gegen Kasernen-Nutzung

Nicht alle sind mit den Zwischennutzungsplänen in der alten Feuerwehrkaserne einverstanden. Es sind zahlreiche Einsprachen eingegangen.

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Gegen die Zwischennutzung der alten Feuerwehrkaserne sind acht Einsprachen eingegangen. (Bild: 20 Minuten/Alessandro Meocci)

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Gegen die Zwischennutzungen in der alten Feuerwehrkaserne an der Berner Viktoriastrasse sind acht Einsprachen eingegangen. Der für die Zwischennutzungen zuständige Verein hofft nun, einvernehmliche Lösungen mit den Einsprechenden zu finden.

Ziel sei eine lebendige, quartiernahe Zwischennutzung, die auch die Bedürfnisse der betroffenen Nachbarn respektiert, teilte der Verein Alte Feuerwehr Viktoria am Donnerstag mit.

Entscheid im Herbst

Die Einspracheverhandlungen sind auf Ende August angesetzt, wie Vereinspräsident Manfred Leibundgut auf Anfrage sagte. Mit einem allfälligen materiellen Entscheid des Regierungsstatthalters rechnet er erst nach den Herbstferien. Verschiedene Zwischennutzungsprojekte müssen bis dahin also weiter auf eine Bewilligung waren. Dort, wo es für die Zwischennutzungen keine Nutzungsänderung braucht, konnten oder können diverse Projekte loslegen, darunter etwa die Quartierwerkstatt Viktoria oder ein Eventbüro.

Löscher muss zittern

Für den seit mehreren Wochen im Gebäude beheimateten Gastronomiebetrieb «Löscher» ist die Phase der Unsicherheit indessen noch nicht ausgestanden. Der «Löscher» nutzt derzeit eine zeitlich begrenzte Festwirtschaftsbewilligung. Diese Bewilligung kann vorderhand bis Anfang September alle drei Wochen erneuert werden. Sollten bis im September die Einsprachen noch hängig sein, würde der «Löscher» wohl ein Gesuch um Verlängerung dieses Regimes stellen, wie Leibundgut ausführte.

Zwischennutzung bis 2018

Die Berner Berufsfeuerwehr bezog im vergangenen Herbst ihren neuen Stützpunkt am Stadtrand in Bern-Forsthaus. Die alte Kaserne im Breitenrainquartier soll bis 2018 für Zwischennutzungen zur Verfügung stehen. Danach soll das Areal dem Wohnen und für Dienstleistungen dienen. So bestimmten es die Stimmberechtigten im Jahr 2008.

Klar ist unterdessen, dass in der ehemaligen Feuerwehrkaserne bald auch Flüchtlinge einziehen werden. Gegen die entsprechende Baubewilligung zur Nutzung eines Teils des Gebäudes als Asylunterkunft gingen keine Beschwerden ein, wie Ende Juli bekannt wurde. In dem Gebäudeteil sollen bis zu 100 Asylsuchende untergebracht werden.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • James am 06.08.2015 21:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Volk sagt...

    Nein! Das Volk sagt Nein, also bleibt es doch Nein!

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  • Fredy am 07.08.2015 08:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einsprachen sind ok!

    Hmmm!.... langsam verkommt unser Nordquartier zum Slum von Bern .....von der Lorraine angefangen... Diejenigen welche berufstätig sind brauchen keine Begegnungszonen und sind heutzutage froh,wenn sie ihren "Fyrabig" in Ruhe geniessen können!

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  • Urs Scheidegger am 06.08.2015 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    an James

    das Volk sind also 8 Einsprachen? In Bern leben meines Wißens über 100'000 Menschen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Steiger am 07.08.2015 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    Die Feuerwehrkaserne...

    bietet mit den gestarteten Projekten ein wunderbarer Ort um mit Menschen aus dem "Breitsch" oder anderen Quartieren der Welt schöne Momente zu verbringen. Finde diese Art von Nutzung grossartig und freue mich auf weitere Begegnungen in den Räumlichkeiten des Magazins :-)

  • Fredy am 07.08.2015 08:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einsprachen sind ok!

    Hmmm!.... langsam verkommt unser Nordquartier zum Slum von Bern .....von der Lorraine angefangen... Diejenigen welche berufstätig sind brauchen keine Begegnungszonen und sind heutzutage froh,wenn sie ihren "Fyrabig" in Ruhe geniessen können!

    • Rosa am 07.08.2015 14:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Lorraine

      Lorraine, Slum? Ich wohne seit 17 Jahren in der Lorraine und finde es hier supertoll! Wir Lorraineler sind aber froh, wenn es Leuten wie Ihnen bei uns nicht gefällt; so bleibt es wenigstens friedlich. Zudem lieber Slum anstatt versnobbt!!

    • Barbara am 08.08.2015 11:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Begegnung?

      Da kann ich mich der Aussage von Fredy anschliessen. Was braucht es jetzt noch eine Begegnungszone an der Viktoriastrasse? Es wurde JA zum Breitenrainplatz abgestimmt, es gibt diverse andere Plätze als "Begegnungszone". Was soll dieses zwanghafte Miteinander? Das wollen nicht alle Bewohner im Breitsch - begreiffen das die "Grünen" nicht!

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  • Urs Scheidegger am 06.08.2015 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    an James

    das Volk sind also 8 Einsprachen? In Bern leben meines Wißens über 100'000 Menschen.

    • Berner Steuerzahler am 07.08.2015 11:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Einmal ist genug!

      Aber diese 100.000 Einwohner leben nicht alle im Nordquartier. In den letzten Jahren wurde den Bewohner rund um die Lorraine und dem Breitsch genug aufgezwungen! dh unmögliche Umleitungen, nachts viel Lärm, arrogante, undisziplinierte auf dem Trottior fahrende VelofahrerInnen, Sprayereien,Littering usw usw Die Wohnqualität sinkt immer mehr!

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  • James am 06.08.2015 21:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Volk sagt...

    Nein! Das Volk sagt Nein, also bleibt es doch Nein!

    • Anne-Claire am 06.08.2015 22:44 Report Diesen Beitrag melden

      Wiederholung

      Sie wiederholen sich. Zum Glück mussten Sie noch nie fliehen und froh sein, wenn Sie eine Unterkunft fanden. Nur zu Ihrer Information: Unsere Vorväter mussten unser Land verlassen und waren froh, in Amerika, Argentinien, Chile, Algerien etc. eine vorläufige Bleibe zu finden.

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