Zimmerviermietung

30. September 2013 23:37; Akt: 30.09.2013 23:38 Print

Airbnb: Hausbesitzer ärgerts, Touristiker freuts

von Patricia Shams - Untervermietung an Fremde per Airbnb: Hausbesitzer ärgern sich, der Tourismus hält das Angebot für wichtig.

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Auch in der Region Bern floriert das Geschäft mit Airbnb: Über 200 Zimmer sind im Angebot des Online-Portals. (Bild: printscreen)

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Ob in Thun, Interlaken oder in Bern: Hunderte Berner preisen auf der Internetplattform Airbnb ihre Mietwohnung für Touristen an und verdienen sich einen Zustupf – häufig ohne Absprache mit dem eigenen Vermieter.

Jetzt droht den Anbietern Ärger: Einer wurde vom Hausbesitzer in Bern bereits vor die Tür gesetzt, wie «Der Bund» berichtete. «Die Untervermietung entspricht nicht dem Zweck des Mietvertrags», sagt Lukas Herren vom Hauseigentümerverband. Zudem störten die ständigen Wechsel im Haus die Nachbarn und schadeten dem Inventar.

Auch Couch-Surfing ein Problem

Sollten nun viele Anbieter aus Furcht ihr Wohnungsangebot auf Airbnb löschen, käme dies einer kleinen Katastrophe gleich: «Dank dem Angebot kommen mehr Touristen nach Bern. Die Plattform ist eine gute Ergänzung zu den Hotels», so Isabel Furrer von Bern Tourismus. Natürlich könnte es sein, dass jetzt zahlreiche Vermieter die Website durchstöbern, um den Mietern auf die Schliche zu kommen. «Man sollte den Hausbesitzer informieren – auch nachträglich», appelliert Margrith Beyeler, vom Mieterverband.

Doch auch wer kein Geld für den angebotenen Schlafplatz verlangt, bleibt nicht verschont: Auch das beliebte Couch-Surfing liegt im Graubereich.

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