Wegen Krise

15. April 2010 21:57; Akt: 15.04.2010 22:21 Print

Arbeitgeber nutzen Praktikanten aus

von Fabienne Wittwer - Schlechte Bezahlung oder miese Arbeit: Praktikanten müssen bei der Stellensuche genau hinschauen.

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Für Wiedereinsteiger, Branchenwechsler oder Studien­abgänger ist ein Praktikum eine gute Chance, Berufser­fahrung zu sammeln. Aber Achtung: Nicht überall, wo Praktikum drauf steht, ist auch Praktikum drin. Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten nutzen viele Unternehmen Praktikanten als billige Arbeitskraft, weiss Kurt Amiet vom kaufmännischen Verband Bern. «Wir kennen einige ­Fälle, in denen Praktikanten schlicht ausgenutzt wurden.» Viele Anstellungsverhältnisse würden einfach als Praktikum bezeichnet, obwohl gar keine Ausbildung stattfinde. Deshalb hat der Verband jetzt einen Rat­geber geschrieben, in dem künftige Praktikanten, aber auch Firmen alles über Anstellungsbedingungen und Löhne während eines Praktikums nachlesen können.

Auch beim BIZ rät man zur Vorsicht: «Wir geben den Interessenten in Kurzgesprächen in unserer Infothek Hinweise, worauf sie besonders achten müssen», sagt Christoph Salzmann vom BIZ Bern-Mittelland. Die Aktion Lehrstellen und Praktikumsplätze (ALP) prüft die Praktikumsplätze sogar persönlich. «Aufgrund zum Teil schlechter Erfahrungen pflegen wir persönlichen Kontakt zu den Firmen und checken, ob diese auch wirklich seriös sind, bevor wir die jungen ­Leute vermitteln», so Severine Seiler von der ALP Grauholz.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • anita suhrer am 22.04.2010 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    wo?

    wo kann ich diesen ratgeber finden?

  • wolf.c am 16.04.2010 07:27 Report Diesen Beitrag melden

    Sklaverei !

    Moderne Sklaverei, woh das wohl noch hinführt ????

  • Petra Imhof am 16.04.2010 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt schwarze Schafe

    Das habe ich auch erlebt.Ein Praktikum in der Küche eines Restaurants,stellte sich als "Ausblidung"zum Abwaschen heraus.Das obwohl ich eine Lehre als Koch hatte,aber schon lange nicht auf dem Beruf gearbeitet habe.Auf meine Reklamation hin,erklärte man mir,man mache das immer so.Wenn es mir nicht passen würde,könne ich sofort gehen.Das habe ich auch getan.Natürlich gab es Straftage vom RAV.Aber das war mir gleich.

Die neusten Leser-Kommentare

  • anita suhrer am 22.04.2010 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    wo?

    wo kann ich diesen ratgeber finden?

  • markus.laubacher@shinternet.ch am 17.04.2010 04:00 Report Diesen Beitrag melden

    Auch Schnuppertage unbezahlt!

    Das Hotel Rest. Fischerzunft lässt Leute schnuppern. und bezahlt für diese Tätigkeiten keinen Rappen! Es muss wieder Ordnung in der Schweiz einkehren! Dieser Personenfreizügigkeitsvertrag resp Öffnug des Arbeitsmarktes muss so schnell wie möglich gekündigt werden! Bis heute hat das Parlament die Schutzklause auch nicht angerufen! Obwohl Kriterien zur Anrufung schon seit zweiJahren erfült sind! Wie lange wollen das Arbeitnehmer noch mitmachen? Es wird Zeit für Proteste! der Gewerkschaften!

  • Petra Imhof am 16.04.2010 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt schwarze Schafe

    Das habe ich auch erlebt.Ein Praktikum in der Küche eines Restaurants,stellte sich als "Ausblidung"zum Abwaschen heraus.Das obwohl ich eine Lehre als Koch hatte,aber schon lange nicht auf dem Beruf gearbeitet habe.Auf meine Reklamation hin,erklärte man mir,man mache das immer so.Wenn es mir nicht passen würde,könne ich sofort gehen.Das habe ich auch getan.Natürlich gab es Straftage vom RAV.Aber das war mir gleich.

  • Doris am 16.04.2010 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Praktikum = Moderne Sklaverei

    Habe mit 40 nochmals eine Lehre als Pflegefachfrau gemacht. Ein Praktikum war die Bedingung für diese Ausbildung. Für Fr. 1000.- musste ich voll arbeiten, Leute im Heim aufnehmen, waschen und kleiden. Das ist Knochenarbeit. Die Institutionen beschäftigen laufend solche billigen Arbeitskräfte, das hat System. Dadurch werden "richtige" Arbeitnehmerinnen eingespart. Der Gesellschaft scheit es egal zu sein...

    • Mario Zuppiger am 16.04.2010 12:45 Report Diesen Beitrag melden

      EGAL? NEIN!

      Nur, wenn das nicht ans Tageslicht gebracht wird, wie soll "die Gesellschaft" davon wissen? Aber dem BAG, dem RAV und unserem lieben Bundesrat ist das EGAL. Solche Firmen gehören an den Internetpranger!

    einklappen einklappen
  • wolf.c am 16.04.2010 07:27 Report Diesen Beitrag melden

    Sklaverei !

    Moderne Sklaverei, woh das wohl noch hinführt ????