Bern

24. Oktober 2014 11:41; Akt: 24.10.2014 15:25 Print

Asylbewerber ziehen in Feuerwehrdepot

Die Berner Feuerwehrkaserne, aus welcher die Berufsfeuerwehr gegen Ende Jahr auszieht, wird vorübergehend zur Asylunterkunft. Auch das Hochfeld bleibt als Notlösung bestehen.

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Die Feuerwehrkaserne wird zur Asylunterkunft umgewandelt. (Bild: Google Streetview)

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Laut einer Mitteilung der Berner Stadtregierung soll die Feuerwehrkaserne im Spitalackerquartier mittel- und langfristig dem Wohnen dienen. Bis die Bauarbeiter dauert es bis Ende 2017 oder Anfang 2018, bis ein Wettbewerb für Planer und Investoren durchgeführt ist und die Bauarbeiten beginnen können.

Durch die Notlage im Asylwesen soll das Gebäude laut des Berner Gemeinderats zur sinnvollen Zwischennutzung zur Asylunterkunft umgenutzt werden. Die Feuerwehrkaserne verfüge bereits über die nötigen Einrichtungen wie Schlafzimmer, Sanitärräume und eine Küche. Der Gemeinderat geht von einer Belegung mit rund 100 Asylsuchenden aus.

Zudem soll die Feuerwehrkaserne nach dem Auszug der Berufsfeuerwehr aber auch vorübergehend für schulische Zwecke dienen. Auch will die Stadtregierung das Gebäude im Rahmen der Zwischennutzung dem Quartier überlassen.

Hochfeld wegen Notlage weiter offen

Es sei erfreulich, dass die Stadt Bern mit der Feuerwehrkaserne dem Kanton nun eine oberirdische Asylunterkunft zur Verfügung stellen könne, schreibt die Stadtregierung. Sie hält die bestehende, umstrittene Asylunterkunft in der Zivilschutzanlage Hochfeld im Länggassquartier weiterhin für ungeeignet. Trotz Protesten gegen diese Unterkunft hat der Berner Gemeinderat beschlossen, sie dem Kanton weiterhin zur Verfügung zu stellen.

Als Begründung gibt der Berner Gemeinderat die von der Kantonsregierung im Juli dieses Jahres aufgerufene Notlage im Asylbereich an. Der Kanton hat mehrere Gemeinden, unter ihnen die Stadt Bern, angewiesen, ihm Unterkünfte zur Verfügung zu stellen. Die Zivilschutzanlage bleibe offen, «solange die Notlage andauert und keine zusätzlichen oberirdischen Plätze zur Verfügung stehen».

(sda)