Trotz Millionen

13. Juni 2011 21:22; Akt: 13.06.2011 21:29 Print

Auf den Berner Strassen holperts

Obwohl massiv mehr in die Berner Strassen investiert wurde, verschlechtert sich deren Zustand zunehmend. Politiker sind alarmiert.

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Der Strassenzustand im Test.

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«Es wurde während zu langer Zeit zu wenig in den Erneuerungsunterhalt investiert», so Kantonsoberingenieur Stefan Studer. Die Folgen seien bedenklich. «Durch Risse im Belag dringt Wasser in den Strassenunterbau ein, was zu Schäden führt. Auch wenn mehr oder schwerer Verkehr darüber rollt, erleiden die Strassen rascher Schäden. Besonders tragfähigkeitsschwache Strassen leiden unter dieser Entwicklung.» Die Schäden gehen von Spurrillen und Abplatzungen bis hin zu eingeschränkter Tragfähigkeit von Brücken. «Da droht irgendwann Unfallgefahr», so Studer.

Bis der Kanton wieder über ein gut erhaltenes Strassennetz verfügt, dürfte es einige Zeit dauern: «Es besteht auf weiten Teilen der 2000 Kilometer Kan­tonsstrassen erheblicher Sub­stanzerhaltungsbedarf», so Studer. Die wachsende Mobilität und der zusätzliche Schwerverkehr dürften dem Strassennetz noch weiter zusetzen.

Auch SVP-Grossrat Thomas Knutti sorgt sich um den Strassenzustand im Kanton. In einer Motion verlangte er bereits, dass trotz tieferer Einnahmen aus der Motorfahrzeugsteuer gleich viel Mittel in den Strassenbau gesteckt werden. «Wenn wir uns jetzt nicht um den Unterhalt kümmern, wird es in Zukunft irgendwann gefährlich.»

(nj/nc/20 Minuten)