Regierung kritisiert BKW

21. Mai 2019 10:55; Akt: 21.05.2019 10:55 Print

Lohn von 2 Mio. Franken im Jahr ist Bernern zu viel

Der Energiekonzern BKW steht wegen hohen Managerlöhnen in der Kritik: Der Kanton Bern als Teilhaber des Unternehmens erachtet die Entwicklung der Saläre als problematisch.

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«Mit Sorge» beobachte der Berner Regierungsrat die Entwicklung der Topsaläre, wie aus einer Mitteilung vom Dienstag hervorgeht. Der Regierungsrat befürchtet deswegen negative wirtschaftliche Auswirkungen für den Energiekonzern und fordert nun vom Verwaltungsrat, das Lohnsystem zu überprüfen, um künftige Entwicklungen dieser Art zu vermeiden.

Allerdings erkenne der Regierungsrat die erfolgreiche Unternehmensführung durch den Verwaltungsrat und die Konzernleitung an: «Der Unternehmensspitze ist es gelungen, die BKW strategisch neu auszurichten und beachtliche Profite zu erzielen, die sich in den letzten Jahren positiv auf den Aktienkurs ausgewirkt haben.»

Für den Kanton als Mehrheitsaktionär und damit für seine Bevölkerung sei so ein Mehrwert geschaffen worden. Auch im Branchenvergleich habe sich BKW in den letzten Jahren «herausragend gut entwickelt». Über die Anträge zuhanden der Generalversammlung am kommenden Freitag werde der Regierungsrat am Mittwoch beschliessen.

Thoma mit deutlich höherem Salär

Der Verwaltungsrat der BKW habe die Forderung zur Kenntnis genommen: Er habe die zuständige Behörde beauftragt, das gültige Lohnsystem zu überprüfen, heisst es in einer Mitteilung des Konzerns.

Für das Geschäftsjahr 2018 erhielt CEO Suzanne Thoma als Vergütung mit 2,03 Millionen deutlich mehr als im Vorjahr mit 1,3 Mio. Fr., wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. Die Konzernleitung insgesamt erhielt 5,67 Millionen nach 4,82 Millionen Franken. Der Verwaltungsrat wurde mit insgesamt 932'000 Franken nach 888'000 Franken im Vorjahr entlöhnt.

Die BKW hatte im vergangenen Jahr den Umsatz um 7 Prozent auf 2,68 Milliarden Franken gesteigert, unter dem Strich allerdings einen zum Vorjahr um 25 Prozent tieferen Reingewinn von 203 Millionen Franken ausgewiesen.
Grund dafür war die Entwicklung der Anlagen im milliardenschweren Stilllegungs- und Entsorgungsfonds: Nachdem dieser im Vorjahr eine sehr hohe Rendite erzielt hatte, fiel diese 2018 im volatilen Finanzmarktumfeld negativ aus.

(rc/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rüdiger Sollts am 21.05.2019 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Unverschämt beschämend

    Okay, aber wer erklärt mir warum die CEO eine Lohnsteigerung von nahezu 100% erhält, während die operativen Mitarbeiter vermutlich was um die 2 % erhalten? Meistens ist es leider so, dass sich die Führung selbst die Taschen füllt, andere aber dafür die arbeit haben. Ich finde das ganz schön armselig. Wenn erfoglreich sollte man alle und vorallem die beteiligen die besonders dazu beigetragen haben. Selten sind das die CXO's

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  • Daniel Bucher am 21.05.2019 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    BKW - staatliche Lizenz zum Abzocken

    Dafür kann die BKW ihren Pflichtkunden (meist Steuerzahler im Kanton Bern) mittels der übersetzten Stromtarife übersetzte Kosten überwälzen. Hoffe, der Strommarkt wird bald liberalisiert, damit ich die BKW Halsabschneider nicht mehr unterstützen muss.

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  • Pestalozzi am 21.05.2019 11:44 Report Diesen Beitrag melden

    Augen auf!

    Dieser Lohn ist nicht berechtigt und schadet der BKW. Es gibt auch Topleute die für eine halbe Million diesen Job tun würden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • stefan wegmüller am 25.05.2019 06:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    löhne

    man muss einfach aufhören mit solchen löhne. sollte niemand mehr verdienen als ein bundesrat ca. 500000

  • Goofy am 23.05.2019 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    Unhaltbar

    Frau Thoma versucht vermutlich, alle Lohnungleichheiten sämtlicher Frauen im Alleingang zu kompensieren. Jedenfalls völlig unhaltbar und mehr als befremdlich. Aber wie heisst's so schön : Frauen sind die besseren Chefs ! Und wann genau kommt eigentlich die Strommarktöffnung ? Bei Preisdruck und unter Konkurrenz könnten solch verbrecherische Abzockereien vielleicht eher verhindert werden !

  • Autoexperte am 22.05.2019 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    im Rahmen

    jeder Energie Versorger der auch Telco Geschäft hat muss branchenübliche Löhne bezahlen sonst können Sie die Leute nicht holen oder halten

    • Goofy am 23.05.2019 17:07 Report Diesen Beitrag melden

      Unhaltbare Abzocke

      @Autoexperte / warum solche Leute halten ? Solches Tun ist ja absolut unhaltbar ! Aber Frauen sind ja so was von korrekter, moralischer und strotzen vor Anständigkeit !

    • Autoexperte am 23.05.2019 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Goofy

      weil mal als isp kaum geeignete Leute findet

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  • Daniel am 22.05.2019 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wozu braucht Thoma...

    einen Lohn von 2 Mio, Franken? Sie trägt ja immer das gleiche hässliche rote Kleid. Eine derartige Abzockerin, welche in dieser Art und Weise auf Kosten des Staates lebt, muss fristlos entlassen werden. Da ein Selbstverschulden vorliegt, sind sämtliche Ansprüche an Arbeitslosengeld du Sozialhilfe zu streichen.

  • Luki am 22.05.2019 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    1 zu 12 am Allerwert...

    ok alles klar, darum bezahle ich auch für den Strom jedes Jahr mehr. Diese Firmen sollten sich alle in Grund und Boden schämen. Und da ist die BKW bei weitem nicht die Einzige. Das dumme Volk bezahlt ja.

    • Autoexperte am 22.05.2019 19:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Luki

      nein eben nicht. der Strom wurde die letzten Jahre billiger. nur die Abgaben und die Netzkosten steigen. im Großeinkauf kriegt man als Mittelspannungsbezüger Strom ab 3 bis 4 Cents die Kilowatt Stunde je nach Tageskurs

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