Unter Kostendruck

07. Dezember 2011 07:40; Akt: 07.12.2011 21:02 Print

BKW streicht nochmals 200 Stellen

Nach dem bereits im Oktober angekündigten Abbau von 55 Arbeitsplätzen baut der Berner Energiekonzern erneut hunderte Stellen ab. Entlassungen können dabei nicht vermieden werden.

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Kurt Rohrbach, CEO der BKW-Energie AG (l.), und Hermann Ineichen, Leiter Energie Schweiz, verkünden am 29. Juni in Bern die vorzeitige Betriebsunterbrechung des AKW Mühleberg wegen Sicherheitsmängeln. (Bild: Keystone)

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Der Berner Energiekonzern BKW streicht weitere rund 200 Stellen. Als Grund nennt das Unternehmen unter anderem den Kostendruck sowie neue erschwerte Marktbedingungen. Wie die BKW am Mittwoch in einem Communiqué mitteilte, wird es auch zu Entlassungen kommen. Der Konzern unterstütze die betroffenen Mitarbeitenden bei der Stellensuche oder auch einer beruflichen Neuorientierung.

Die Reduktion kommt zu dem bereits im Oktober kommunizierten Abbau von 55 Stellen im Netzgeschäft hinzu. Vom erneuten Abbau sind alle Bereiche des Unternehmens betroffen, mit Ausnahme des Kraftwerks Mühleberg. Die Massnahmen werden ab Februar 2012 umgesetzt.

Kostendruck nehme zu

Aufgrund des veränderten Marktumfeldes sowie des zunehmenden Kostendrucks habe die BKW in den letzten Monaten die Erarbeitung eines konzernweiten Produktivitäts- und Kostensenkungsprogramms initiiert, heisst es in der Mitteilung.

Ziel des Programms sei es, die wirtschaftliche Positionierung der BKW auch unter den erschwerten Marktbedingungen aufrechtzuerhalten und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens für die Zukunft sicherzustellen. In diesem Zusammenhang soll mittelfristig eine jährliche Reduktion der beeinflussbaren Kosten um 15 Prozent oder rund 95 Mio. Franken erreicht werden.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Der Egon am 07.12.2011 09:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was soll das?

    Die verdienen sich mit Strom doch dumm und dämlich. Offenbar nur oben...?

  • marc.kap am 07.12.2011 23:08 Report Diesen Beitrag melden

    sicher wegen Sollar förderbeiträgen

    ist halt so wenn der bund nicht richtige beiträge zur förderung von photovoltaik zablen kann und nun die BKW (alls einer der ersten grosse konzerne!!!) aus eigener Tasche ,etwa 33-48 Rp (wass ich sehr gut finde, nur finde ich solte das nicht dem EW seine aufgabe sein.) . anstat 13 zahlt und dafür dann nur etwa 18Rp. bekommt. irgendwie muss es sich ausgleichen...

  • A. Berger am 07.12.2011 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    Das...

    ... hat bestimmt etwas mit Solar- und Windenergie zu tun! Dass ich nicht lache!

Die neusten Leser-Kommentare

  • marc.kap am 07.12.2011 23:08 Report Diesen Beitrag melden

    sicher wegen Sollar förderbeiträgen

    ist halt so wenn der bund nicht richtige beiträge zur förderung von photovoltaik zablen kann und nun die BKW (alls einer der ersten grosse konzerne!!!) aus eigener Tasche ,etwa 33-48 Rp (wass ich sehr gut finde, nur finde ich solte das nicht dem EW seine aufgabe sein.) . anstat 13 zahlt und dafür dann nur etwa 18Rp. bekommt. irgendwie muss es sich ausgleichen...

  • Laurent am 07.12.2011 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    an die Vorredner

    Nur so zur Info: die BKW gehört mehrheitlich dem Kanton Bern, es ist also quasi ein staatlicher Betrieb, da nun gleich lauthals Boni oder Dividende zu schreien ist wohl etwas verfehlt und unbesonnen.

    • Tom Huber am 08.12.2011 03:42 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Ahnung von Wirtschaft!!!

      @laurent: Wer informiert ist und etwas von Wirtschaft versteht ist klar im Vorteil. Lieber Laurent die BKW ist eine Aktiengesellschaft und hat am 20.05.2011 pro Namenaktie CHF 2.50 ausbezahlt. Bei einem damaligen Kurs von etwas unter CHF 60.00 entspricht dies einer Dividenenrendite von über 4%. Für diese ausbezahlte Dividene X Anzahl Aktien hätte noch mancher seinen Job behalten können. Übrigens wer rechnen kann ist auch im Vorteil.

    • Stromer am 10.12.2011 09:45 Report Diesen Beitrag melden

      @Tom Huber

      Sie bringen es auf den Punkt: Was ein "Unternehmen" wie die BKW kann und tut, interessiert keine Sau: Der Zaster muss stimmen, koste es , was es wolle. Es ist legitim, wenn die Firma oder Angestellte (welche nebenbei wissen, was Strom ist) vor die Hunde gehen. Nur der Profit der Investoren zählt. nb. Haben Sie sich schon ein Notstromgerät gekauft?

    einklappen einklappen
  • Herr Hut am 07.12.2011 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    53 offene Stellen

    Und gleichzeitig sind bei der BKW 53 offene Stellen ausgeschrieben.

  • SVP Wähler am 07.12.2011 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wir machen unsere Wirtschaft kaputt

    Jetzt kommen die ersten Entlassungen bei den Stromversorgern. Im Umfeld werden dadurch auch Arbeitsplätze verschwinden. (Zulieferer und Dienstleister) Die Spezialisten , z.B. bei Alstom, die für die Kraftwerkssparte produzieren verlieren bereits auch ihre Jobs. Unternehmen drohen an, bei steigenden Strompreisen die Produktion ins Ausland zu verlagern. Das dies kein Witz ist kann man in Deutschland gut sehen. Ich hoffe das beim RAV Chinesisch für Anfänger angeboten wird das ich meinem Job nachreisen kann.

    • Claudio am 07.12.2011 11:46 Report Diesen Beitrag melden

      BKW nutzt Scheinargument

      Dass das völliger Quatsch ist können Sie gerne selbst dem Geschäftsbericht der BKW von 2010 entnehmen. Die BKW hat zwischen 2006-2010 über 400 Stellen geschaffen. War wohl etwas überstürzt und euphorisch. Trotz allem weisen sie 2010 einen Reingewinn von ca. 230 Mio. aus. Mehr als 2007 und 08. Ausserdem benötigt der Ausstieg aus der Atomkraft neue Netze und Anlagen. Die Streichung von 200 Jobs ist also rein wirtschaftlich begründet.

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  • Der Egon am 07.12.2011 09:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was soll das?

    Die verdienen sich mit Strom doch dumm und dämlich. Offenbar nur oben...?