Bern

30. Mai 2011 23:01; Akt: 30.05.2011 23:00 Print

Bäume leiden stark unter Trockenheit

von Sophie Reinhardt - Die Trockenheit in der Region Bern setzt den Pflanzen übel zu. Weil das Wasser so knapp ist, droht nun bereits ein Baumsterben.

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Auch im Boga wässern die Gärtner auf Hochtouren. (Foto: mar)

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Des einen Freud – des anderen Leid: Das warme und trockene Wetter erfreut zwar Badegäste, doch die Gärtner klagen: «Der spärliche Niederschlag ist problematisch für die Natur», sagt Jürg Bill vom Botanischen Garten. «Wir müssen wesentlich mehr giessen als in den letzten Jahren.»

Auch die Grünpfleger haben alle Hände voll zu tun: «Trotz Grossaufwand können wir nie alle Bäume, Pflanzen und Rasenflächen giessen, die dringend auf Wasser angewiesen wären», so Max Jaggi von der Berner Stadtgärtnerei. Der Boden sei inzwischen ausge­trocknet, die Pflanzen litten an ­Trockenheitsstress und dieser mache sie anfällig für Schädlings- und Krankheitsbefall. Doch es kommt noch schlimmer: «Wir müssen damit rechnen, dass mehr Bäume ab­sterben als im Durchschnitt der letzten Jahre», so Jaggi. Buchen verlören jetzt schon Äste und Birken ihre Blätter.

Besserung würde ein Landregen über mehrere Wochen bringen. Weil dieser nicht in Sicht ist, zapfen die Städte Bern, Thun und Solothurn zur Bewässerung nun Hydranten an. «So kann das Giessfahrzeug schnell mit Wasser getankt werden», so Patrick Schärer, Leiter des Werkhofs Solothurn. Wegen der Wassernot wird in ­Solothurn aber nur noch reduziert gegossen. Rasen erhalten beispielsweise nur noch das ­Minimum oder gar kein Wasser mehr.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rodolfo am 31.05.2011 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    1947, der heisse Sommer

    Wenn ich mich richtig an meine Jugendzeit in Bern erinnere, war im Jahre 1947 das Autowaschen und Spritzen der privaten Gärten bei Strafe verboten.

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  • Nara am 31.05.2011 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    Wassersparen

    was mich wundert : andere Jahre gab's einen trockenen Sommer, und man durfte eine Gärten mehr giessen usw. Was ist dieses Jahr? Es regnet sogut wie gar nicht und trotzdem scheints genug Wasser zu haben, von Wassersparen hört man nichts. Doch recht verwunderlich. Die Gemeinden haben da noch gar nicht reagiert. Merkwürdig, findet ihr nicht?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nara am 31.05.2011 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    Wassersparen

    was mich wundert : andere Jahre gab's einen trockenen Sommer, und man durfte eine Gärten mehr giessen usw. Was ist dieses Jahr? Es regnet sogut wie gar nicht und trotzdem scheints genug Wasser zu haben, von Wassersparen hört man nichts. Doch recht verwunderlich. Die Gemeinden haben da noch gar nicht reagiert. Merkwürdig, findet ihr nicht?

  • Rodolfo am 31.05.2011 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    1947, der heisse Sommer

    Wenn ich mich richtig an meine Jugendzeit in Bern erinnere, war im Jahre 1947 das Autowaschen und Spritzen der privaten Gärten bei Strafe verboten.

    • Gabriela am 31.05.2011 11:10 Report Diesen Beitrag melden

      Verschwendung

      und noch werden die Strassen mit Wasser "gewischt" weil gewisse Leute zu faul sind einen Besen in die Hand zu nehmen. Sollte verboten werden, so eine Verschwendung.

    • Rolf am 05.06.2011 22:44 Report Diesen Beitrag melden

      Aufklärung

      Würden die Strassen nicht mit Wasser befeuchtet würde der Belag Riese erleiden und das würde viel viel Teurer werden =)

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