Bern

31. März 2011 23:01; Akt: 15.04.2011 15:43 Print

Bauern ringen mit Trockenheit

von Sophie Reinhardt - Viele Berner Bauern bangen um ihre Ernte: Wegen des spärlichen Niederschlags müssen sie ihre Felder jetzt künstlich bewässern.

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Sonnenschein und kaum Niederschlag: Für Zuckerrübenbauern kein ideales Märzwetter. (Foto: Inforama)

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Sonnenschein und hohe Temperaturen – was den einen Frühlingsgefühle beschert, bereitet den Bauern in der Region grosse Sorgen. Denn im März fiel in der Region nur ein Viertel der üblichen Niederschlags­menge. Mit dieser Trockenheit hat auch ­Zuckerrüben-Bauer Peter Liechti aus Rapperswil zu kämpfen: «Wir hätten den Niederschlag bitter nötig. Der minimale Regenschauer von heute entschärft die Situation nicht», sagte er gestern.

Weniger Sorgen hat derzeit nur, wer künstlich bewässern kann. Daniel Brand, Gemüseproduzent aus Ried: «Schwierig­keiten gibt es erst, wenn die Trockenheit im Juni und Juli anhält und so die Wasserreserven zur Bewässerung knapp werden.» Eine Bewässerungsanlage kann sich aber nicht jeder Bauer leisten. «Wasser kostet Geld», so Stefan Wyss von der Fachstelle für Zuckerrübenbau. «Uns fehlen etwa 100 Millimeter Niederschlag. Diesen braucht der frisch gesäte Samen, damit er keimt.»

Besserung ist am Wochenende nicht in Sicht: «Die Temperaturen steigen über 20 Grad Celsius und Niederschlag fällt nur spärlich», so Jürg Kurmann von Meteotest.