Sputnik Engineering

27. November 2014 11:05; Akt: 27.11.2014 11:31 Print

Bei Bieler Solarfirma gehen die Lichter aus

Das Bieler Solarenergie-Unternehmen Sputnik Engineering macht Konkurs. 271 Mitarbeiter in Biel und in zehn Niederlassungen weltweit verlieren die Stelle.

storybild

Das Bieler Solar-Unternehmen muss den Konkurs anmelden. (Bild: Keystone/Martin Ruetschi)

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Ich bin sehr traurig», wird Firmengründer und Chef Christoph von Bergen in der Mitteilung zitiert: «Nicht wegen mir, sondern weil nun viele treue und langjährige Mitarbeiter ihren Job verlieren.» Am Freitag werde die Bilanz beim Konkursrichter Biel-Seeland deponiert, teilt das Unternehmen mit. Man habe alles getan, damit wenigstens noch die Novemberlöhne regulär bezahlt werden konnten. Für die betroffenen 281 Mitarbeiter werde ein Job-Center eingerichtet, heisst es in der Mitteilung.

Harte Branche

«Leider haben sich die Marktverhältnisse in den letzten Monaten und Jahren stetig verschlechtert, weil das Wachstum vor allem in Europa ausblieb und der Kampf über die Preise sich in der Branche ständig verschärft hat», wird von Bergen in der Mitteilung zitiert.

Sputnik Engineering ist unter der Marke SolarMax im Markt für Wechselrichter für Solarstrom-Anlagen tätig. Das Unternehmen verfügt über Standorte in Europa, den USA, Südamerika und Australien. Im letzten Jahr habe man eine umfassende Restrukturierung durchgeführt, teilte das Unternehmen mit. Dabei verloren bereits rund 50 Mitarbeiter die Stelle. Dies habe aber nicht genügt, um den Verlust zu verkleinern.

Schliesslich sei ein massives Abbau- und Restrukturierungsprogramm für 2015 durchgerechnet worden. Doch auch dies hätte nicht gereicht, um wieder die Gewinnschwelle zu erreichen. Deshalb sei in den letzten Wochen und Monaten nach einem Käufer gesucht worden. Doch leider seien alle Bemühungen, die Firma zu retten, vergeblich gewesen.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pesche Müller am 27.11.2014 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Mir tut das sehr leid

    Es ist unglaublich, dass diejenigen, die sich für die Energiewende unternehmerisch einsetzen, schon in der Startphase auf der Strecke bleiben. Irgend etwas ist da faul. Frau BR Leuthard, wie wollen Sie Ihr Ziel "Energiewende" erreichen? Wo bleibt die Wirtschaftsförderung und Unterstützung?

    einklappen einklappen
  • Ted Friedli am 27.11.2014 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Und das vor Weihnachten

    Vielleicht würde es Sputnik heute ohne diesen neuen Protzbau in Biel ein wenig besser gehen. Echt tragisch was da passiert. Etliche werden vom Bund finanziert und Firmen, - Sputnik ist ja nicht die einzige-, welche zur Atomkraftwerkfreien Schweiz ihren Beitrag tun, sind plötzlich weg. Huhee für China usw.

    einklappen einklappen
  • Hansguckilufti am 27.11.2014 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Möglichst billig!

    Die Antwort ist einfach! Der Bund, Kantone und Gemeinden vergeben Aufträge nur an Firmen die die billigste Offerte einreichen. Logisch doch, dass da kein Schweizer Solarunternehmen zum Zug kommt. Und sollte der billigste Anbieter Fehler machen so werden teure Anwälte organisiert die die Forderungen durchsetzen sollen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin am 28.11.2014 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    @alle

    Tut mir leid das sagen zu müssen, aber mit Solarenergie kann man kein Atomkraftwerk ersetzen! Das sollte mal klar kommuniziert werden! Bis heute ist die Leistung eines Solarkraftwerkes weit unter der Leistung von Atom und Wasserkraft. Windenergie noch viel weiter abgeschlagen. Nur, damit das mal klar ist.

  • Tom am 28.11.2014 08:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na toll

    Aber Hauptsache hier in Biel eine Riesen Hütte für X millionen stellen! Bravo!!

  • b.m am 28.11.2014 06:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    uverständlich

    Hallo Wenn man weiss das die Branche so hart ist und keine aussichten da sind wiso in Gottes Name stellt man dan in Biel eine Teure neue Fabrik da ist doch was faul.

    • SolarMax Mitarbeiter am 28.11.2014 11:22 Report Diesen Beitrag melden

      stimmt so nicht

      Das Gebäude wurde 2009 geplant und 2010-2012 gebaut. Damals kannten die Verkaufszahlen nur eine Richtung, steil nach oben. Die Firma war mit ihren drei Standorten in Biel nicht mehr in der Lage mit der Produktion die Nachfrage zu decken. Auch die Bürogebäude boten nicht mehr den benötigten Platz für die Mitarbeiter. Die jährlichen Belastungen des Neubaus waren tiefer als die Belastungen durch die 3 Standorte in Biel. Das zusammenarbeiten effektiver. Der Neubau ist und war also kein Fehler der zu der heutigen Situation geführt hat. mit freundlichen Grüsssen ein SolarMax Mitarbeiter

    • Fassungslos am 28.11.2014 12:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @SolarMax MA

      Die Zahlen waren bereits 2012 nicht besonders rosig. Und "grüne" Geräte hat die Sputnik nicht wirklich produziert. Habs selbst erlebt....

    • SolarMax Mitarbeiter am 28.11.2014 14:57 Report Diesen Beitrag melden

      @fassungslos

      @fassungslos: Soll man dann einen Bau mittendrin abbrechen? Ist das die bessere Lösung? dann wäre noch mehr Geld in den Sand gesetzt worden. Zum Zeitpunkt des Baubeginns war es die richtige Entscheidung. Was heisst hier keine grünen Geräte? Die SolarMax Wechselrichter sind gelb :-) PV ist eine sehr Nachhaltige Branche. Natürlich wurde die Elektronik für die Wechselrichter herkömmlich produziert wie auch sonst? Auf Umweltschutz bei der Produktion wurde Wert gelegt. Es galten die ISO 14001 Vorgaben. schöne Grüsse SolarMax Mitarbeiter

    einklappen einklappen
  • Stromdieb am 27.11.2014 21:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Foifer und s Weggli

    Unterstützung? Schauen Sie einmal nach wie hoch die Unterstützung ist! So etwas fördert weder die Innovation noch nützt es was. Solange in China günstiger produziert werden kann ist es eine Illusion ein konkurrenzfähiges Produkt anzubieten. Was wollt ihr genau? Den grünen Strom oder Arbeitsplätze? Es wird Zeit sich zu entscheiden!

    • N.U. am 28.11.2014 06:41 Report Diesen Beitrag melden

      Viele wollen .....

      nicht unbedingt grünen Strom, sonden Subventionen abkassieren damit marode Firmen überleben.

    einklappen einklappen
  • Markus Müller am 27.11.2014 20:31 Report Diesen Beitrag melden

    vor Weihnachten

    welche Firma wird es wohl noch treffen vor Weihnachten. Einfach schlimm

    • León Moreno am 28.11.2014 02:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      MASSENKÜNDIGUNGEN

      Nach einem allfälligen Nein zu Ecopop werden viele grosse, internationale Firmen damit beginnen, in unserem Land massiv Stellen abzubauen und dementsprechend viele Kündigungen auszusprechen - was man bisher nicht getan hat, um der Ecopop- Initiative nicht zusätzlichen Auftrieb zu verleihen. Allerseits frohe Weihnachten, dann!

    • Will H. Elmtell am 28.11.2014 11:25 Report Diesen Beitrag melden

      JA nicht NEIN

      Nein bei einem JA zu Ecopop wird das genannte geschehen. Da die Firmen nicht in einem Land tätig sein wollen in welchem einem Steine in den Weg gelegt werden um die richtigen Mitarbeiter zu rekrutieren. Gruss Will H. Elmtell

    einklappen einklappen