Bärenpark

22. Juli 2019 17:16; Akt: 22.07.2019 19:24 Print

Bären wegen Formel-E ohne Kletterbaum

Der geliebte Kletterbaum von Finn, Ursina und Berna musste gefällt werden. Der Grund dafür: das Formel-E-Rennen.

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Das Formel-E-Rennen vom 22. Juni in Bern führte rund um den Berner Rosengarten und am Tierpark vorbei. Bei der Nydeggbrücke, direkt neben dem Tierpark, wurde für den zweitägigen Anlass eine gigantische Plattform mitsamt VIP-Tribüne gebaut. Dafür musste so einiges aus dem Weg geräumt werden; so auch der geliebte Kletterbaum der Bären. «Die Eiche wurde im Zusammenhang mit dem Swiss-E-Prix gefällt», heisst es beim Berner Tierpark.

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Die Bären halten sich zwar normalerweise am Aarehang im Bärenpark auf. Doch für die Fütterung und wenn die Anlage geputzt werden muss, werden die Tiere in den alten Bärengraben geführt. Dies passiert ein- bis zweimal täglich. Um sich in dieser Wartezeit zu «vertörlen», stand den Pelztieren die alte Eiche zur Verfügung. Einen Baum gibt es dort schon seit 1857, wie Tierpark-Sprecherin Doris Slezak sagt. Doch nun ist er weg.

Ersatz soll kommen

Ewig sollen die Berner Bären aber nicht auf ihren Kletterspass verzichten müssen: Das Ersetzen der Eiche erfolge «gemäss Absprache mit den Organisatoren des E-Prix». Die Berner Regierung hatte dem Tierpark im Vorfeld des Rennens nämlich beteuert, dass sämtliche Kosten vom Veranstalter getragen würden.

Aber auch die Organisatoren haben mit der Stadt Bern noch eine Rechnung offen. Durch Vandalenakte bei einer Demo gegen den Anlass sei ihnen ein Sachschaden von rund 400'000 Franken entstanden. Wer dafür aufkommt, ist noch nicht abschliessend geklärt.

(km/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beni Ochsner am 22.07.2019 17:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rechnung muss offen gelegt werden

    Und wir Steuerzahler haben ein Recht darauf zu erfahren, was uns dieser Gugus effektiv kostet und zwar bis auf den hintersten Rappen

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  • Sparfuchs am 22.07.2019 17:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schluss mit dem blödsinn

    Rennen gehören auf die Rennstrecke und nicht in eine Stadt.(Punkt.)

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  • Carrie am 22.07.2019 17:37 Report Diesen Beitrag melden

    E-Hype

    Formel-E Rennen werden unter dem Vorwand durchgeführt, dass elektrobetriebene Fahrzeuge naturschonderer seien. Fazit: Erstens ist das Blösdsinn sowohl in Bezug auf die CO2-Bilanz als auch die Batterieentsorgung und zweitens gehören Bären zur Natur und brauchen Bäume. Aber die sozialistisch-grünen Städte wissen sich ja immer zu gunsten ihres Vorteils zu erklären.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nicole am 23.07.2019 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    Was kommt noch alles?

    Der Organisator sollte für alle Schäden, Unannehmlichkeiten aufkommen. Wird er aber nicht. Wenn nochmals so ein Rennen, dann mit einem andern Organisator - Veranstalter. Da wird noch vieles unangenehmes unter dem Deckel gehalten. Motorsportrennen ja, aber baut endlich eine Rennstrecke.

    • kiki am 23.07.2019 13:49 Report Diesen Beitrag melden

      einverstanden

      aber was kosten ein Baum, welcher für die Bären so toll war? Besser solchen Gugus einfach nicht durchführen. Es gibt sicher bessere Orte. Zumal war das ganze für den "Normal" ohne VIP Eintritt zum Gähnen langweilig!

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  • Reto. Bl am 23.07.2019 06:14 Report Diesen Beitrag melden

    Arme Tiere

    Die armen Tiere dann sagt mann immer Klima Klima Klima aber einen Baum fällen wegen so einem Rennen stört dan keinen mehr. Es leben die Bären.!

  • Margrit Aegerter am 23.07.2019 00:57 Report Diesen Beitrag melden

    alle Kosten aufdecken

    Das mit dem Baumersatz sollte schon lange geschehen sein, es hat genug grosse Bäume in der Schweiz, auch schon gefällte. Mehr zu denken sind die Vandalen-Kosten von CHF400'000, die niemand bezahlt ausser am Ende der Steuerzahler oder die Prämienzahler bei den Versicherungen... Die Krawallanten lässt man wie immer laufen und sie dürfen chillig in der Reitschule oder sonst üblichen Orten Kraft sammeln für neue Untaten. Die bezahlen nie, da kaum Steuerzahler mangels genug Einkommen.

    • Francesca Müller am 23.07.2019 01:31 Report Diesen Beitrag melden

      Vandalen

      Frau Aegerter Die Vandallen waren dieses Mal keine aus der Reitschule, sondern Klimaaktivisten die auf ihren Velos demonstrierten. Sie sind sogar bekannt und sollten zur Rechenschaft gezogen werden.

    • garyts am 23.07.2019 15:46 Report Diesen Beitrag melden

      Korrektur

      Eine Korrektur: Es hat mitnichten genug grosse Bäume in der Schweiz. Die Bäume, besonders die grossen, sind überaus wichtig für die Stabilisation und Reparatur unseres momentan zu heisses Klimas. Viel wichtiger und effizienter noch als manch uneffektive CO2-Ausstoss-Reduktions-Massnahme

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  • Frau Holle am 22.07.2019 22:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbstverständlich

    Der Bärenpark erhält nach dem Rennen eine grosszügige Spende (vom Gewinn des Veranstalters) Sollte selbstverständlich sein?! Die Bären freuen sich!

  • Stirling am 22.07.2019 22:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meinungsmache

    Keine Ahnung und davon ganz viel. Reisserischer Titel, falsche Angaben und das nennt sich Qualitätsmedium...