Sauerbrut

04. August 2010 23:07; Akt: 04.08.2010 22:16 Print

Berner Bienen vom Aussterben bedroht

von Fabienne Wittwer - Das grosse Sterben: Die Sauerbrut wütet unter den Berner Bienenvölkern. Experten warnen vor den Folgen für den Menschen.

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Erwin Mugglin, Imker und Präsident der Berner Bienenzüchter. (meo)

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Die Sauerbrut, eine bakterielle Krankheit der Bienen, breitet sich immer weiter aus. «Vor allem im Oberaargau und Emmental häufen sich die Fälle», sagt Erwin Mugg­lin, Präsident des Verbands Bernischer Bienenzüchtervereine. Die Sauerbrut ist hochansteckend: «Es reicht schon, wenn eine kranke Biene in ein fremdes Bienenhaus fliegt», so Mugglin. Wenn ein Bienenstand betroffen sei, müssten sämtliche Völker mit Schwefelsäure getötet werden. Bereits sei ein Rückgang der Bienenvölker festzustellen. «Wenn wir nicht Sorge tragen, besteht die Gefahr, dass die Bienen aussterben», warnt Mugglin. Was das für die Menschen bedeuten würde, will er sich nicht vorstellen: «70 bis 80 Prozent unserer Früchte entstehen durch die Bestäubung durch Bienen», so Mugglin.

Der kantonale Veterinärdienst bestätigt: «Auch in Bern hat eine Zunahme der Sauerbrut stattgefunden», so Tierarzt Christoph Keller. Wegen der hohen Bienendichte im Kanton könne sich die Sauerbrut besonders schnell ausbreiten. Was das bedeutet, weiss Imker Walther Gall: «Ich musste wegen der Krankheit mehrere zehntausend Bienen vernichten», sagt er.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maya B. am 04.08.2010 23:48 Report Diesen Beitrag melden

    nicht zu unterschätzen

    So weit musste es ja kommen,dank all den Wanderimker und Hobbyimker, die sich zuwenig damit befassen,dass andauerndes Verschieben stress bedeutet und unnötig zurückgebliebene Bienen sterben müssen. Auch kann ich es nicht verstehen,dass die meisten den Bienen den ganzen Honig wegnehmen. Wenigstens einen Teil davon könnte man ihnen lassen,dadurch können sie Abwehrstoffe bilden,nur reines Zuckerwasser hat keine Vitamine. Schaut doch den natürlichen Zyklus an.

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  • Regula Blaser am 09.08.2010 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Umdenken,jetzt!

    Es ist einfach nur noch schlimm, was der Mensch so alles mit der Natur anstellt. Nicht nur mit den Bienen, die verschwinden halt wohl zuerst, weil sie am Schwächsten sind. Wir müssen alle anfangen umzudenken. JETZT!!! Der Konsument ist am längsten Hebel und sollte dringend beginnen,mit Verstand einzukaufen.

  • db3 am 05.08.2010 00:17 Report Diesen Beitrag melden

    gebt den Bienen

    aktiven Manukahonig zu fressen oder macht wenigstens den Versuch! Chemie richtet nur Schäden an! Sagt nicht, das sei Perlen vor die Säue geworfen, denn das Retten der Bienen hat höchste Priorität.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Regula Blaser am 09.08.2010 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Umdenken,jetzt!

    Es ist einfach nur noch schlimm, was der Mensch so alles mit der Natur anstellt. Nicht nur mit den Bienen, die verschwinden halt wohl zuerst, weil sie am Schwächsten sind. Wir müssen alle anfangen umzudenken. JETZT!!! Der Konsument ist am längsten Hebel und sollte dringend beginnen,mit Verstand einzukaufen.

  • Mäx Hasler am 05.08.2010 21:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wüsten- Kanton

    Ich fürchte, ohne Bienen ist Bern schnell der erste Wüsten-Kanton der Schweiz. Erst die Bienen, dann der Mensch. Auch eine Folge der Globalisierung.

  • Mica Z am 05.08.2010 11:52 Report Diesen Beitrag melden

    Er war nicht der dümmste

    "Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr..." sagte einmal ein gewisser Albert Einstein.

    • Beat Knecht am 05.08.2010 21:36 Report Diesen Beitrag melden

      ...Aber auch kein Biologe

      Man sollte nicht immer wieder bekannte Namen verwenden, um die einer Aussage künstlich ein grösseres Gewicht zu geben. Wir sollten uns auf den eigenen Verstand verlassen, und das Beurteilen, was ist, und nicht auf illustre Namen. Albert Einstein war Physiker, und nicht Biologe.

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  • Reto am 05.08.2010 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Waroa

    Ich als Imker stimme Maya teilweise zu. Nur gegen das schlimmste an der ganzen Sache die Waroa ist mit dem auch geholfen. Die aus Asien importierte Milbe richtet bei uns riesigen Schaden an und bisweilen is kein Kraut dagegen gewachsen. Aber es sollten sich alle einmal bewusst werden, dass wen es keine Bienen mehr gibt wird das für uns und die Natur unbeschreibliche Folgen haben! Es gibt in der Schweiz viele Stiftungen die an dem Problem Forschen...dort sind Spenden immer gerne willkommen. Wäre sicher sinnvoll das zu unterstützen!

  • Philip S am 05.08.2010 02:52 Report Diesen Beitrag melden

    Immer sofort töten

    Wie sollen sich dann Antikörper bilden können? Der Mensch weiss es ja soo viel besser als die Natur. Auspressen bis zum geht nicht mehr. Monokulturen und "Intensive Landwirtschaft", das haben wir davon !