Farid Bang und Kollegah

09. Januar 2019 17:27; Akt: 10.01.2019 14:54 Print

Berner Club erteilt Rüpel-Rappern Hausverbot

Das Bierhübeli verbannt die beiden deutschen Rapper aus ihrem Lokal. Grund dafür könnten die antisemitischen und sexistischen Zeilen ihrer Lieder sein.

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Jetzt bekommt Skandalrapper-Duo Kollegah und Farid Bang eine Abfuhr: Den bekannten Satz eines Türstehers «Du kommst hier nicht rein» bekommen sie wohl zum ersten Mal zu hören. Und dies vom Personal des Berner Clubs Bierhübeli.

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Die Überflieger wurden dem Bierhübeli nämlich als Headliner angeboten. Obwohl das Konzert innerst weniger Stunden ausverkauft gewesen wäre, haben Co-Geschäftsführer Dave Naef und Nando Hepp die beiden Deutschrapper aber abgelehnt, wie der «Bärner Bär» berichtet.

Skandalöse Textzeilen

Kein Wunder, denn die Rapper haben wegen ihrem «Echo»-Debakel letzten Frühling für unzählige Schlagzeilen gesorgt: Trotz sexistischen und antisemitischen Zeilen erhielten die beiden den Deutschen Musikpreis für das Album «Jung, Brutal, Gutaussehend 3» verliehen.

Im Lied «0815» des Albums sind Zeilen wie «Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen» und in «Drecksjob» «Nach einem Schlag denkst du, dich hätt ein Lkw überfahr’n. Als wärst du aufm Weihnachtsmarkt» zu finden. Dabei wird auf den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember 2016 angespielt, bei dem elf Menschen ums Leben kamen.

Den Betreibern geht durch die Ablehnung eine Menge Geld durch die Lappen; doch lieber wollen sie mit dem Hausverbot für die Rüpel-Rapper ihrer eigenen Wertvorstellung treu bleiben. Gemäss der Hausordnung des Clubs sind dort nämlich Beleidigungen, Diskriminierung und Rassismus fehl am Platz. Da werden Gäste wie Kollegah und Farid Bang umgehend weggewiesen.

(pal)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • asdf am 09.01.2019 17:34 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Bierhübeli

    mehr gibt's dazu nicht zu sage

  • Dudette am 09.01.2019 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Yeah!

    Supertoll! Braucht niemand - grossartig, Bierhübeli! Ein Grund mehr lokale Konzertlokale zu unterstützen.

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  • Xavier Naid Who am 09.01.2019 17:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mutig u. richtig

    Das nenn' ich Rückgrat, bravo!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Schlomi am 10.01.2019 23:50 Report Diesen Beitrag melden

    Richtiger Entscheid

    Mir gefällt es, dass man diesen beiden halbstarken Proleten den Einlass verwehrt. Noch besser wäre es gar nicht über die zu schreiben.

  • F. Isch am 10.01.2019 21:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Seiten

    Über die vielen guten Seiten von Kollegah wird natürlich nicht gesprochen. Z.B dass er in Palästina den armen Menschfn geholfdn hat. Beschäftigt euch lieber mal mit den Künstlern anstatt nur zu hetzen.

    • Electra am 10.01.2019 23:32 Report Diesen Beitrag melden

      @Fisch

      Mit welchen Künstlern? Ich weiss beim besten Willen nicht, wen Du meinst...

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  • Jon travolta am 10.01.2019 20:55 Report Diesen Beitrag melden

    Kopfschütteln

    Das Bierhübeli ist ein super Club. Trotzdem schlechte Werbung für das Hübeli wenn man sich selber widerspricht.

  • Andreas Buser am 10.01.2019 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte, versucht nachzudenken..!

    Ich finde es doch sehr schade, was hier in den Kommentaren passiert. Leute äussern ihre negative aber eben so unqualifizierte Meinung zu zwei Künstlern. Ich würde jedem, ganz egal worum es geht, empfehlen sich zu etwas zu informieren, bevor man dazu Stellung bezieht. Die beste Quelle wäre in diesem Fall die Künstler selbst, nicht die Presse. Auch noch zwei Begriffe, die die meisten hier einmal googlen sollten: Kunstfreiheit, Satire. Kunst ist Kunst, auch wenn sie provoziert oder euch nicht gefällt. Leute die ein Verbot der Rapper vorschlagen, kann ich nicht verstehen.

    • hubsy2005 am 10.01.2019 21:42 Report Diesen Beitrag melden

      Andreas Buser

      Wie sich die Leute hier äussern ist eigentlich egal, solange es sachlich und anständig bleibt. Das die Kommentare negativ und unqualifiziert sind ist deine persönliche Meinung, mit der sehr viele auch nicht einverstanden sind. Also bleib mal schön auf dem Teppich und versuche nicht die Skandalrapper mit ihren billigen und primitiven Texten schönzureden und so etwas mit Kunst und Freiheit zu bezeichnen.

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  • Toni Maccaroni am 10.01.2019 15:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo!

    Bravo!