Salzmann und Stöckli

17. November 2019 17:53; Akt: 17.11.2019 17:53 Print

Berner Frauen gehen leer aus im Ständeratskrimi

Der Bisherige Hans Stöckli (SP) und der Neue Werner Salzmann (SVP) vertreten den Kanton Bern künftig im Ständerat. Bei der Stichwahl hatten die Frauen das Nachsehen.

Die Berner Ständeräte sind gewählt: Das meinen die Politiker zu den Resultaten. (Video: Keystone-sda)
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Die Stichwahl im Kanton Bern wurde zum Showdown der Machtblöcke. Das rotgrüne und das bürgerliche Lager schickten je ein Zweierticket ins Rennen und strebten so die ungeteilte Standesstimme an.

Rotgrün machte sich Hoffnungen auf die Sensation, weil Stöckli und Rytz im ersten Umgang die ersten beiden Plätze belegt hatten. Die Bürgerlichen hofften auf die Stimmen der nicht mehr antretenden Mitte-Kandidatinnen und eine bessere Mobilisierung auf dem Land.

Spitzenresultat für Stöckli

Das beste Resultat in der Stichwahl erzielte Hans Stöckli mit 157'750 Stimmen. Werner Salzmann brachte es auf 154'586 Stimmen. Regula Rytz (Grüne) holte 141'337 Stimmen und Christa Markwalder (FDP) 115'163. Die Stimmbeteiligung betrug 44,4 Prozent, wie die Staatskanzlei mitteilte.

Stöckli freute sich über sein Spitzenresultat. Er wird nun aller Voraussicht nach im Dezember zum Ständeratspräsidenten gewählt. Stöckli wurde vor einem Jahr zum Ersten Vizepräsidenten der kleinen Kammer bestimmt und kann nun aufsteigen. Sehr bedauerlich sei, dass keine Frau gewählt worden sei, erklärte er vor den Medien im Berner Rathaus. Doch das Volksverdikt sei zu akzeptieren.

Rytz reagierte gefasst auf ihr Resultat. «Es wäre eine Sensation gewesen. Aber ich kann das Resultat gut akzeptieren.» Immerhin sei im Kanton Bern noch nie eine grüne Kandidatur so nahe an einen Ständeratssitz gekommen. Sie bedauere jedoch, dass keine Frau den Weg ins Stöckli gefunden habe. Das findet auch FDP-Frau Christa Markwalder: «Es ist ein Wermutstropfen. Die Frauen hätten auch in der kleinen Kammer Anspruch auf Repräsentation.» Sie sei jedoch zuversichtlich, dass die beiden Herren den Anliegen der Frauen Rechnung tragen werden: «Wir werden sie auch immer wieder daran erinnern», meinte die 44-Jährige.

Salzmann:«Riesenüberraschung»

Ein Triumph wurde die Stichwahl für Werner Salzmann. Der Präsident der bernischen SVP kann nun vom Nationalrat in den Ständerat wechseln.

Salzmann bezeichnete es als «Riesenüberraschung», dass er knapp hinter Stöckli die Wahl schaffte. Offensichtlich sei die Mobilisierung der SVP-Wähler im zweiten Wahlgang besser gelungen als im ersten Wahlgang am 20. Oktober. Darüber freue er sich sehr.

Offensichtlich gelang es Salzmann überdies, etwa bei BDP-Wählern Stimmen zu holen. Im Wahlkreis Bern-Mittelland beispielsweise machte Salzmann am Sonntag rund 15'000 Stimmen mehr als am 20. Oktober, als noch BDP-Regierungsrätin Beatrice Simon zum ersten Wahlgang der Ständeratswahlen angetreten war.

(cho/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vernunft am 17.11.2019 19:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht so schlimm

    wenigstens nicht Rytz aus der Ein-Themen-Partei. Das hätte gerade noch gefehlt.

  • Pele am 17.11.2019 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Berner

    Alles nur nicht die Ritz. Gut so!!

  • maria am 17.11.2019 19:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ständeratswahlen

    ja war bei den wahlen doch nur ein strohfeuer. ritz im ständerat wäre eine katastrophe!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gruss aus Bern am 17.11.2019 22:17 Report Diesen Beitrag melden

    Das war erst der Anfang

    und die Quittung für das Siegesgeheul und die überzogenen Forderungen der GPS. von nun an gehts bergab :)

  • Bruno am 17.11.2019 22:10 Report Diesen Beitrag melden

    Rytz

    Alle sprechen über Rytz. Die Markwalder war genau so schlimm. Einfach auf eine andere Art.

  • Tom am 17.11.2019 22:00 Report Diesen Beitrag melden

    Am Thema vorbei.....

    Wem es nur noch darum geht ob ein Mann oder eine Frau in ein Amt gewählt wird, hat den Sinn definitiv nicht verstanden. Mir ist es so was von egal ob wir mehr Frauen oder Männer in den Parlamenten haben. Ich will dort Leute sehen die ihren Job machen und eine Ahnung davon haben.

  • Bernerfussballfan am 17.11.2019 21:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bern hat doch noch Zukunft

    Das schönste Wochenende in Bern seit den Meisterfeiern von YB + SCB. Die Richtigen Männer ins Stöckli. Rytz wo die Realität zu allem verloren hat und Markwalder der EU Turbo sind nicht gewählt, so schön. Dazu kommt noch das Lars Guggisberg nachrutscht im Nationalrat. Ein Riesen Dankeschön an das grossartige normale Berner Stimmvolk wo dies ermöglicht hat. Schade ist Stöckli ein roter. Frau Simon wäre die einzige Frau gewesen wo es verdient hätte. Doch wir wahren Berner nehmen diese so gut verlaufene Wahl an.

  • D. Müller am 17.11.2019 21:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der oder die Beste

    Der oder die Richtige, egal ob Mann oder Frau. Quoten sind reine Zwängerei! Hört endlich auf damit.