Polizeieinsatz

06. Januar 2014 22:18; Akt: 07.01.2014 10:38 Print

Berner Party artet wegen Facebook völlig aus

von Christian Holzer - 250 Jugendliche haben im Murifeld für eine wilde Nacht gesorgt. Zu wild: Die Party musste abgebrochen werden.

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Die kleinen Quartierstrassen waren zeitweise voll von Nachtschwärmer. (Bild: Leserreporter)

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Knallkörper, beschädigte Autos, Urin in der ganzen Nachbarschaft: Die Geburtstagsparty von Amos F.* (19) nahm ein unschönes Ende. Der Berner hatte via Facebook zu seiner Geburtstagsparty am Samstag geladen – und es kamen mehr Internet-Freunde als gedacht: «Es sind über 250 Leute aufgetaucht», schätzt der Gastgeber.

Das war zu viel für den gemieteten Partyraum an der Muristrasse: «Die meisten standen auf der Strasse und tranken ihren eigenen Alkohol.» Als Folge davon waren auch die sanitären Anlagen dauernd besetzt und die jungen Nachtschwärmer mit einem dringenden Bedürfnis wichen aus - etwa aufs Kindergartenareal: «Ich habe gesehen, wie jemand auf die Spielzeuge der Kinder gepinkelt hat», sagt ein Anwohner. Und eine Nachbarin berichtet genervt: «Die ganze Nacht schlichen Leute ums Haus und urinierten in unseren Garten».

Nächtliches Feuerwerk

Als schliesslich auch noch Feuerwerk gezündet wurde, reichte es den Anwohnern: Bei der Polizei gingen um 23.30  Uhr die ersten Beschwerden ein. Aber auch die Beamten konnten nicht für Ruhe sorgen – Amos F. entschied sich schliesslich, die Party abzubrechen. Dennoch wertet er sein Geburtstagsfest als Erfolg: «Es freut mich, dass so viele mit mir anstossen wollten.» Nächstes Jahr werde er jedoch abseits der Stadt feiern.