Fachstelle Tierdelikte

15. Februar 2019 17:45; Akt: 15.02.2019 17:45 Print

Berner Polizei hat ein Herz für Tiere

Im ihrem Blog gibt die Kantonspolizei Bern ungewohnte Einblicke in ihren Alltag. Hätten Sie gewusst, dass es eine eigene Fachstelle gibt, die sich ausschliesslich um das Wohl der Tiere kümmert?

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Wir alle kennen die Szenen aus Krimiserien: Anhand von Mikrospuren wie Haar oder Blut wird die DNA ermittelt, und bei toten Menschen kann die Todesursache anhand der Obduktion bestimmt werden. Das Erstaunliche ist, dass die genau gleichen Methoden auch bei Tieren angewandt werden können, wie die Berner Kantonspolizei in ihrem Blog berichtet.

Drei Mitarbeiter der Fachstelle Tierdelikte kümmern sich ausschliesslich um Straftaten in Zusammenhang mit Tieren: «Die polizeiliche Tatbestandsaufnahme in Zusammenhang mit Tierdelikten unterscheidet sich grundsätzlich nicht von anderen Delikten», erklärt Hans Ulrich Hofer, Leiter der Fachstelle. Die Sachbeweise, auf die man sich in der Anzeige berufen könne, würden gesichert.

«Tiere sind heute besser durch das Gesetz geschützt»

Die Anzahl der Tierschutz-Strafverfahren in der Schweiz hat über einen längeren Zeitraum stetig zugenommen. Das bedeute aber nicht nur Schlechtes, so Hofer: «Ein Grund dafür ist, dass Tiere heute durch das Gesetz besser geschützt sind; das heisst, es gibt detaillierte Rechtsgrundlagen für diese Verfahren.» Auch die stärkere Sensibilisierung in der Bevölkerung habe sicherlich zu dieser Entwicklung beigetragen.

Viele Emotionen im Spiel

Das Tätigkeitsgebiet der Fachstelle Tierdelikte bedingt eine enge Zusammenarbeit mit dem kantonalen Veterinärdienst. «Wir leisten ihm Amts- und Vollzugshilfe und sind für die Ermittlungsarbeiten und die Anzeigeerstattung zuständig, wenn strafrechtliche Handlungen vorliegen, erklärt Hofer.

Die Arbeit mit den Tieren sei sehr bewegend: «Bei Tierdelikten sind meist sehr viele Emotionen im Spiel», so Hofer. Man müsse aber trotzdem stets sachlich und professionell bleiben.

(bho)