Nach Demonstration

10. Dezember 2011 18:00; Akt: 11.12.2011 16:18 Print

Berner Polizei räumt Kongos Botschaft

Drei Dutzend Demonstrierende sind am Samstag auf das Gelände der kongolesischen Botschaft in Bern eingedrungen. Die Polizei setzte der Aktion ein Ende.

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Die Polizei beendete den Protest auf dem Gelände der kongolesischen Botschaft in Bern. (Bild: Leserreporter)

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Zum zweiten Mal innert vier Tagen ist die kongolesische Botschaft in Bern Schauplatz von Protesten geworden. Die Kantonspolizei Bern beendete am Samstagnachmittag nach mehreren Stunden die Besetzung des Botschaftsgeländes.

Laut Polizeimitteilung vom Sonntag stammen die 36 Aktivisten aus Kongo-Kinshasa, der Schweiz und Angola. Beim Polizei-Einsatz sei es zu einem Handgemenge gekommen, worauf die Polizei Reizstoff eingesetzt habe. Ansonsten sei der Einsatz «mehrheitlich ruhig» verlaufen.

Die Aktivisten wurden zur Kontrolle auf eine Polizeiwache gebracht. Sie erhielten eine Fernhalteverfügung für die Botschaft und werden zur Anzeige gebracht.

Verletzte auf beiden Seiten

Beim Einsatz gab es laut Polizei zwei Verletzte. Eine Frau habe sich bei der Anhaltung zur Wehr gesetzt und eine Wunde an der Stirn erlitten. Ein Polizist sei bei der Auseinandersetzung mit der Frau leicht verletzt worden.

Etienne Epengola, Präsident des Afrikanischen Kulturvereins in Bern, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur SDA von 40 Aktivisten, die auf das Botschaftsgelände eingedrungen seien, und 60 Demonstrierenden vor der Botschaft.

Zweiter Vorfall in kurzer Zeit

Die 36 Männer hatten sich laut Polizei um etwa 12.30 Uhr Zugang zum Aussengelände der Botschaft verschafft. Zwei Ultimaten der Polizei, das Gelände zu verlassen, liessen sie ungenutzt verstreichen.

Bereits am vergangenen Dienstag hatten sich rund zehn Personen Zugang zum Gelände der Botschaft verschafft. Nach rund einer Stunde hatten sie die Botschaft freiwillig verlasen und sich festnehmen lassen.

(sda)