«Tibetan Warrior»

08. Januar 2015 06:08; Akt: 08.01.2015 06:08 Print

Berner Regisseur zeigt Kampf für die Tibeter

von Albina Muhtari - In einer neuen Form des Protests zünden sich Tibeter an. Auf der Suche nach Antworten begleitet der Berner Regisseur Dodo Hunziker einen Exil-Tibeter in seine Heimat.

«Tibetan Warrior» kommt ab 12. Februar in die Berner Kinos (Quelle: youtube.com).

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Es ist ein Konflikt, der seit über 60 Jahren andauert. So lange kämpft das tibetische Volk bereits für seine Freiheit – bisher erfolglos. In den letzten Jahren ist denn auch eine neue Art des Protests aufgekommen: Bei der Selbstverbrennung übergiessen sich Tibeter mit Benzin und zünden sich an. Der in Bern lebende Musiker und Exil-Tibeter Loten Namling ist erschüttert über die Entwicklung in seinem Heimatland. Gemeinsam mit dem Berner Filmemacher Dodo Hunziker machte er sich deshalb vor zwei Jahren auf eine Reise quer durch die Schweiz und später bis ins nordindische Dharamsala. Daraus entstand der Dokumentarfilm «Tibetan Warrior».

«Im Film geht es um die Frage: Wie geht man damit um, wenn man gewaltfrei bleiben will, aber mit Gewalt konfrontiert ist?», sagt Regisseur Dodo Hunziker. Angefangen hat alles mit Namlings Plan, mit einem selbst gebauten Sarg von Bern nach Genf zu marschieren. «Das war eine symbolische Handlung und die Initialzündung für den Film. Als Namling mit dem Sarg in Genf ankam, merkte ich, dass die Geschichte nach den zwei Monaten noch lange nicht zu Ende war», sagt Hunziker, «ich habe Namling dann weitere zwei Jahre unter anderem bis nach Indien begleitet.»

«Sarg repräsentiert Aussterben der tibetischen Kultur»

Doch wieso reiste ein Mann mit einem Sarg beladen von Bern nach Genf? «Ich wollte auf das Leiden der Tibeter aufmerksam machen, die sich aus Verzweiflung über die chinesische Politik angezündet haben», sagt Musiker Loten Namling. «Dadurch, dass die chinesische Regierung Journalisten den Zugang in den Tibet verweigert, weiss die Welt nicht, was dort geschieht. Der Sarg sollte das Aussterben des tibetischen Volks repräsentieren, seiner Sprache und seiner über 4000 Jahre alten Kultur.»

In Indien angekommen, trafen die beiden Männer schliesslich auf Namlings Familienangehörige, auf Politiker und Aktivisten und erkundeten sich über die Geschichte Tibets und die Politik Chinas. Endstation der Reise war der Hauptsitz des Dalai Lama. Loten Namling, der sich voller Hoffnung auf die Reise gemacht hatte, befand sich mittlerweile in einer Sinneskrise. «Ich hatte gesehen, dass wir Tibeter mit allen Mitteln protestierten – auch mit dem eigenen Leben. Und doch hat alles nichts gebracht – im Gegenteil. Ich wollte einen Ratschlag vom Dalai Lama, was ich in dieser Situation noch für das tibetische Volk tun konnte – seine Antwort veränderte meine Sichtweise komplett.» Was ihm der Dalai Lama gesagt hat, will Namling jedoch nicht verraten, «das können sich die Leute im Film ansehen».

«Tibetan Warrior» ist ab dem 12. Februar in den Berner Kinos zu sehen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Glen... am 08.01.2015 07:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kultur und Erbe

    Du bist absolut beschränkt! ich glaube deren Probleme kannst Du nicht im geringsten mit unseren vergleichen. Sie haben ihr Land und ihre Kultur bereits verloren, wo unsere noch besteht! Klar sind müssen wir langsam aber sicher anfangen Europa zu säubern und schauen das wir unsere Kultur und jahrtausende alte Geschichte nicht verlieren, jedoch können wir nicht die Augen verschliessen!

  • Ruth am 08.01.2015 07:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alter Hut

    Viele Tibeter mögen die entwicklung ihrer Heimat durch China. Das religiöse Regim vom Lama war auch nicht so toll für alle Tibeter. Ich denke, in diesen Konflikt sollte man als aussenstehender nur sehr vorsichtig eintreten. Er ist alles andere als schwarz und weiss...

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  • Zyniker am 08.01.2015 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Neue Form?

    Also die fackeln sich selber ab so lange ich die Nachrichten verfolge, ich würde sagen so gefühlte 20 Jahre. Bei mir löst das kein Mitleid aus und verfehlt die Wirkung, ich dachte mir immer schon "und ihr protestiert hier, weil?"... und zum Thema friedliche Buddhisten (Kommentare und Artikel) also ich kann mich gut an Nachrichten erinnern über Myanmar... Mord und Vertreibung durch Buddhisten. Es ist eben nicht die Religion sondern die "Kultur" und die "Menschen".

Die neusten Leser-Kommentare

  • Zyniker am 08.01.2015 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Neue Form?

    Also die fackeln sich selber ab so lange ich die Nachrichten verfolge, ich würde sagen so gefühlte 20 Jahre. Bei mir löst das kein Mitleid aus und verfehlt die Wirkung, ich dachte mir immer schon "und ihr protestiert hier, weil?"... und zum Thema friedliche Buddhisten (Kommentare und Artikel) also ich kann mich gut an Nachrichten erinnern über Myanmar... Mord und Vertreibung durch Buddhisten. Es ist eben nicht die Religion sondern die "Kultur" und die "Menschen".

  • müüsli baumgärtner am 08.01.2015 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    na ja, was ist das wohl......

    Der Bund würde besser auch für Sein Land und Christenverfolgung mehr einstehen, dann müssten in unserem Land wegen so friedlichen Buddhisten keine eigenen Landsleute sterben, ein hoch auch den mit dem geilsten Tattoo- alias Sex-Buddha....tja tja gelle Silveli der liebe Gott macht nur Probleme...

  • Glen... am 08.01.2015 07:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kultur und Erbe

    Du bist absolut beschränkt! ich glaube deren Probleme kannst Du nicht im geringsten mit unseren vergleichen. Sie haben ihr Land und ihre Kultur bereits verloren, wo unsere noch besteht! Klar sind müssen wir langsam aber sicher anfangen Europa zu säubern und schauen das wir unsere Kultur und jahrtausende alte Geschichte nicht verlieren, jedoch können wir nicht die Augen verschliessen!

  • Ruth am 08.01.2015 07:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alter Hut

    Viele Tibeter mögen die entwicklung ihrer Heimat durch China. Das religiöse Regim vom Lama war auch nicht so toll für alle Tibeter. Ich denke, in diesen Konflikt sollte man als aussenstehender nur sehr vorsichtig eintreten. Er ist alles andere als schwarz und weiss...

    • Zweifler am 08.01.2015 09:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Wer weiss

      Ich würde sagen vergleichbar mit dem Anschluss Schweiz an Deutschland - hätte auch ein paar Vorteile, und doch, den Meisten gefällt es so viiiel besser

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  • Jessas am 08.01.2015 06:52 Report Diesen Beitrag melden

    Ach bitte

    nicht auch noch deren Probleme. Wir haben eigene und die sind weit weg. Selber gross genug oder? Ich laufe hier auch nicht weg!

    • Natalie am 08.01.2015 10:24 Report Diesen Beitrag melden

      typisch!

      ja klar...mir geht es ja gut, also was interessieren mich die anderen. das leid der anderen menschen ist ja weit weg. ganz nach dem Motto: aus den augen aus dem sinn!

    • Renate Schmitt am 09.01.2015 17:27 Report Diesen Beitrag melden

      Traurig

      Recht haste, Natalie ich bin entsetzt über so viel Gleichgültigkeit und Desinteresse

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