Wifag-Areal

07. Januar 2016 15:40; Akt: 07.01.2016 15:40 Print

Berner SP zieht Beschwerde weiter

Nächste Runde im Knatsch um das Wifag-Areal: Die SP Stadt Bern zieht die Beschwerde gegen die Umzonung ans Verwaltungsgericht weiter.

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Wann auf dem Wifag-Areal die Bagger auffahren, ist weiter unklar. (Bild: 20 Minuten/cho)

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Auf dem Wifag-Areal an der Berner Wylerringstrasse 27/29 sollen dereinst Wohnungen entstehen. Die dafür nötige Umzonung sorgt aber weiterhin für Diskussionen.

Am Donnerstag gab die SP der Stadt Bern bekannt, dass sie ihre Beschwerde gegen die Umzonung an das Verwaltungsgericht weiterzieht. Die Partei hat nichts gegen das vorgesehene Bauprojekt, wehrt sich aber grundsätzlich gegen das Vorgehen des Gemeinderates.

Keine geringfügige Änderung

Die SP sei überzeugt, dass die Umzonung eines Areals mit über 4000 Quadratmetern Fläche keine geringfügige Änderung darstelle, die der Gemeinderat in Eigenregie vornehmen könne, teilte die Partei am Donnerstag mit. Die Umzonung müsse zwingend im ordentlichen Planänderungsverfahren durchgeführt werden, so dass der Stadtrat und die Stimmbevölkerung dazu Stellung nehmen könnten.

Der Berner Regierungsstatthalter Christoph Lerch hatte die Beschwerde Ende Dezember in erster Instanz abgewiesen. Lerch sah keine Rechtsverletzung. Bei der strittigen Planänderung handle es sich tatsächlich um eine geringfügige Änderung, die in der Kompetenz der Stadtregierung liege.

Hausbesetzer und verunsicherte Künstler

Auf dem Fabrikareal tat sich in den vergangenen zwei Jahren einiges: Autonome besetzten im Frühling 2013 dort Gebäude und verliessen diese erst nach einer angedrohten Räumung durch die Polizei. Im Dezember 2014 führten Unbekannte eine wilde Party durch, die mit Sachbeschädigungen endete. Dann quartierte die Besitzerin, die Berner Ursula-Wirz-Stiftung, Künstler für eine Zwischennutzung ein. Bei diesen ist die Verunsicherung gross, da unklar ist, wann sie das Areal verlassen müssen.

(nc/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bümplizerin am 07.01.2016 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    SP für Wenige statt für alle

    Die SP als Spiessbürgerin Nr. 1. Wieso erstaunt mich das nicht?

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  • Martin Fischer am 07.01.2016 15:52 Report Diesen Beitrag melden

    Orientierungslose SP

    Im Grossen wie im Kleinen manifestiert sich die Orientierungslosigkeit der SP; ... im Kleinen will sie Gewachsenes, Altbewährtes und Alternatives schützen; ... gleichzeitig unterstützt sie prominent Grossprojekte wie "Bern Waldstadt". Und im Grossen erklärt sie schlichtwegs die Schweiz "für Alle".

  • Cavi33 am 07.01.2016 16:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SP zum vergessen

    Hat die SP keine anderen Probleme, Berner lässt diese Partei doch links liegen. Im einfahren Areal wird nie mehr ein Gewerbe einziehen , das ist Fakt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Big D am 14.01.2016 17:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ja

    die sp soll nicht so zimperlig zun

  • Chris am 08.01.2016 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    Neu Perspektive

    ... verunsicherte Künstler? Das gibt doch der Kunst eine neue Dimension!

  • Christoph Stadelmann am 08.01.2016 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verdichtete Bauweise, In die Höhe bauen, wohnen wi

    Verdichtetes Bauen ist angesagt. Es sollten unbedingt mehr Hochhäuser gebaut werden. Der Ort wäre ideal. Bern benötigt mehr zeitkonforme Bauten anstelle von alten Schmuddelgebäuden.

  • Peter Studer am 07.01.2016 20:57 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach super, vielen dank!

    Finde ich einfach super! Unter anderem deshalb wähle ich diese Partei. Sie setzt sich für Freiräume ein. Vielen Dank SP!

    • Berner Bär am 08.01.2016 12:45 Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Studer

      Und was bitte schön, ist denn ein "Freiraum"? Könnten Sie uns das genauer definieren?

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  • andi am 07.01.2016 20:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sozialer wohnraum

    wenn umzonung, dann soll der kanton selbst bauen, günstigen wohnraum schaffen und die mieteinnahmen ins budget einbinden. aber ja nicht billig an private investoren verscherbeln, die sich dann ewig mit überteuerten mieten bereichern

    • Thomas Iseli am 07.01.2016 20:29 Report Diesen Beitrag melden

      Ja zu bezahlbarem Wohnraum

      Der Kanton baut dort nicht, das Areal gehört der Stadt. Mit dem vereinfachten Verfahren will man einfach der Wohninitiative, welche günstigen Wohnraum in der Stadt fordert aus dem weg gehen. Deshalb ist die Beschwerde der SP richtig.

    • Stadtberner am 07.01.2016 21:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @andi

      Artikel gelesen? Das Areal gehört weder Kanton noch Stadt sondern der Ursula-Wirz-Stiftung, ist also Privatbesitz. Und Umzonungen sind gemeindesache und liegen in Bern in der Kompetenz des Volkes. Hier wollten mal wieder ein paar Politiker an Volk vorbei entscheiden. Wiso sich hier die SP für die Volksrechte einsetzt während die SVP passiv bleibt, man denke gut nach und informiere sich.

    • Berner Bär am 11.01.2016 08:53 Report Diesen Beitrag melden

      @andi

      Sozialer Wohnraum - und dann verscherbelt Rot-Grün diese Wohnungen unter der Hand unter den eigenen Parteigenossen und deren Angehörigen. Ist ja in Bern auch schon geschehen!

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