Missbrauchs-Hotline

07. Februar 2011 18:30; Akt: 07.02.2011 18:30 Print

Besorgte Angehörige suchen Rat

Die Kantonspolizei Bern hat auf der Hotline, die nach Bekanntwerden der Berner Missbrauchsfälle um Hansjörg S. eingerichtet wurde, rund hundert Anrufe erhalten.

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Am vergangenen Dienstag wurde eine Hotline für besorgte Angehörige von Heimbewohnern und Pflegebefohlenen eingerichtet. Eine Woche später wird sie nun wieder abgeschaltet. Die Experten haben die Angehörigen in persönlichen Gesprächen beraten, wie die Berner Kantonspolizei am Montag mitteilte. Im Zusammenhang mit dem sexuellen Missbrauch von über hundert Kindern und Behinderten haben mehr als 30 Teams der Polizei die bisher bekannten Betroffenen besucht, informiert und beraten.

An diesen Gesprächen machten die Experten die Betroffenen auf Beratungsangebote und Rechtswege aufmerksam, wie die Polizei weiter mitteilte. Sie hat inzwischen einen Grossteil der Betroffenen kontaktieren können.

Noch nicht informiert wurden Personen, die in einem Heim in Deutschland betroffen sind. Das entsprechende Rechtshilfegesuch sei aber übermittelt worden, schreibt die Kantonspolizei. Die Ermittlungen im Fall des Berner Sozialtherapeuten gingen nun weiter. Mit einem Abschluss der Untersuchung sei aber nicht vor Herbst zu rechnen.

(sda)