Nach Zerstörung durch Sturm

01. Dezember 2019 18:10; Akt: 01.12.2019 18:10 Print

Ski-Bar auf Lauberhorn hat schon wieder geöffnet

Die Startbar auf dem Lauberhorn wurde durch einen Sturm fast gänzlich zerstört. Eine Woche später nun hat sie bereits wieder geöffnet. Wirt Beni Scheiber erklärt, wie das möglich ist.

Wiederaufbau im Zeitraffer: So schnell wurde die Startbar auf dem Lauberhorn wieder betriebsbereit gemacht. (Video: Webcam Jungfraubahnen)
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Vor etwas mehr als einer Woche sah es für Beni Scheibers Skibar auf dem Lauberhorn denkbar schlecht aus. Durch einen Föhnsturm wurde am Samstag des 23. November das Dach des beliebten Lokals weggerissen und landete 50 Meter daneben. Zwischen 80 und 100 Prozent der Bar wurden zerstört. «Ich könnte nur noch weinen», sagte der Wirt am Tag danach zu 20 Minuten.

Eine Woche später sieht Scheibers Welt bereits wesentlich besser aus: Seit gestern Samstag ist die Bar wieder in Betrieb. Am Tag der Zerstörung hätte er dies nie und nimmer für möglich gehalten: «Ich ging davon aus, dass – wenn alles rund läuft – ich am 24. Dezember wieder öffnen kann.»

«Muss jetzt noch aufmerksamer sein»

Doch der Wiederaufbau sei «ründer als rund» gelaufen. Das liege zum einen an seinen tollen Mitarbeitern, die für ihn «in den sauren Apfel beissen» würden, zum anderen am tatkräftigen Anpacken der Bauarbeiter. «Viele von ihnen waren 2002 schon am Neubau beteiligt», sagt Scheiber. Noch am Sonntag leitete die Luzerner Firma, die das Blockhaus gebaut hatte, alles Nötige in die Wege, um den Schaden zu beheben.

Wind zerstört beliebte Skibar auf Lauberhorn

So wurde auf dem Gebäude nun ein provisorisches Flachdach für den Winter errichtet. Ganz so sicher wie mit dem Giebeldach fühle er sich darin nicht, gesteht der Gastronom. «Wenn Neuschnee fällt, muss ich nun noch aufmerksamer sein und entsprechende Vorkehrungen treffen.»

1000 Whatsapp-Nachrichten

Noch gibt es viel zu tun für Scheiber und sein Team: Die Arbeiten am Notdach sind noch nicht ganz abgeschlossen und im Lager sehe es aus, «als hätte eine Bombe eingeschlagen». Kein Wunder: Um den Gästebereich wieder einigermassen auf Vordermann zu bringen, wurde aller Gerümpel nach hinten verlegt.

Nebst dem Einsatz von Mitarbeitern und Freunden beim Wiederaufbau hat Scheiber nach dem Sturm auch sehr viel moralische Unterstützung erfahren: «Ich habe mittlerweile um die 1000 Whatsapp-Nachrichten erhalten.»

(sul)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mathias Baur am 01.12.2019 18:44 Report Diesen Beitrag melden

    Top Arbeit

    War die letzten 2 Tagen die Bar besuchen. Die Bar ist provisorisch wider in einem Top Zustand. Ich wünsche Benu eine gute Saison bis bald und Danke für deine Gastfreundschaft

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  • Joe am 01.12.2019 19:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kurze trauer war das

    Frisch geweinnt und schon wieder bereit.

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  • .M. am 01.12.2019 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    TurboBAR.

    Kaum zu glauben, aber wahr. Schon erfreulich, aber das Ganze ging zu schnell. Ob da die Sicherheit gewährleistet ist?! Im Zeitraffer sieht man so gut wie nie nichts.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 02.12.2019 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Geht doch nur um Kohle und Sicherheit?

    Wenn es um viel Kohle zu virdienen geht wundert mich das nicht. Aber da war mal wieder Vitiamin B im Speil, Bauabnahme, Brandschutz, Sicherheit unddas alle in so kurzer Zeit. Für mich unmöglich. Aber haupotsache der Rubel rollt und die Versicherung hat bezahlt.

    • Fred am 02.12.2019 10:50 Report Diesen Beitrag melden

      @Peter

      Schaltet doch ein wenig euer Hirn ein, bevor ihr drauflos schreibt. Mo, Di waren die einzigen trockenen Tage der letzten Woche. Da ging es nur darum einfach mal ein Dach über das offene Haus zu legen, damit das Innere und das ganze Gebäude nicht noch mehr Schaden nimmt. Ob das bereits das definitive Provisorium wissen wir nicht, weitergebaut werden konnte seither wetterbedingt nicht mehr. Und spätestens im Sommer wird dann wieder ein richtiges Dach drauf gemacht.

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  • C.Käser am 02.12.2019 08:38 Report Diesen Beitrag melden

    Nimmt mich dann wunder

    wer das Provisorium so schnell geprüft und abgenommen hat und ob alle Sicherheitsbestimmungen eingehalten sind.

    • Sämu am 02.12.2019 10:53 Report Diesen Beitrag melden

      @C.Käser

      Seit wann muss eine Notabdeckung, mit Zweck weiteren Schaden zu verhindern, abgenommen sein und alle Sicherheitsbestimmungen erfüllen. Darum ging's vorerst bei dieser Feuerwehrübung an den beiden einzigen trockenen Tagen in der letzten Woche. Ob noch nachgebessert werden muss, damit die Bar bis zum nächsten Sommer, wo dann die definitive Reparatur mit einem richtigen Dach gemacht werden kann, sehen wir sobald es wieder ein paar trockene Tage gibt.

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  • Jule am 02.12.2019 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Nur ein Wunsch

    Buah ...das ging aber schnell. Ich wünsche mir, dass überall auf dieser Welt, wenn es eine Katastophe gibt, dass die Menschen so schnell wie möglich ein Dach üben den Kopf haben. Ich denke nur an Erdbeben Opfer von Aquila, Matriciana, Albania. Weil sie kein Geld haben, bedeute nicht dass die Rekonstruktion über die Jahre dauern muss.

  • Typhoeus am 02.12.2019 07:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie zerronnen,

    so gewonnen.... einmal anders

  • Schneebär am 01.12.2019 23:31 Report Diesen Beitrag melden

    Zämmestoh und aapacke

    Ein tolles Beispiel, was möglich ist wenn man anpackt und macht anstatt zu jammern und zu lamentieren. Im hochalpinen Gebiet machen die Berner Oberländer die zerstörte Hütte innerhalb einer Woche wieder benütz-(Bar). Anderswo schleichen sie auch zwei Jahre später noch durch die gleichen Ruinen. Schade, es gab eine Zeit, da war dieser Geist und Einstellung in der Schweiz normal, heute ist es eher die Ausnahme, wie auch die dämlichen Kommentare zeigen. Guet gmacht Giele, ig chume de eis ch näh. Dört obe isch es nämlech henneschön!

    • Konny am 02.12.2019 10:39 Report Diesen Beitrag melden

      Hauptsache Geschäft

      Und die Vers. hat schön bezahlt. Ob das alles der Sicherheit entspricht. Aber egal, hauptsache das Geschäft mit den exorbitanten Preisen rentiert. War ja nur eine Hütte, kein Haus mit Menschen drin!

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