Polizei Solothurn

09. Januar 2019 16:30; Akt: 09.01.2019 16:30 Print

Betrüger erpressen Opfer mit intimen Fotos

Jeden Tag werden Menschen im Internet und am Telefon zu betrogen. Nun bedrohen Unbekannte Solothurner mit der Veröffentlichung intimer Bilder.

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Mit betrügerischen Maschen wollen sich Unbekannte Bitcoins ergaunern. (Symbolbild) (Bild: Keystone/Christian Beutler)

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Im Internet sind dreiste Gauner unterwegs; im Moment versenden sie eine Welle von erpresserischen Spam-E-Mails in der Region Solothurn. So kontaktierten die unbekannten Täter bereits rund 15 Personen per E-Mail und drohten ihnen mit der Veröffentlichung intimer Bilder.

«Die Absender geben an, den E-Mail-Account oder den Computer der angeschriebenen Personen gehackt zu haben und auf diese Weise an intime Aufnahmen gelangt zu sein, etwa beim Besuch von Pornoseiten», teilt die ermittelnde Polizei mit. Damit das angeblich vorliegende Bildmaterial im Internet nicht veröffentlicht werde, fordern die Empfänger ihre Zufallsopfer auf, innerhalb einer Frist hundert Euro in Form von Bitcoins auf ein Konto zu überweisen.

«In den bekannten Fällen reagierten die Betroffenen richtig und gingen nicht auf die Forderung ein», schreibt die Polizei weiter. Und dennoch rät die Kantonspolizei Solothurn zur Vorsicht: «Gehen Sie nie auf solche Forderungen ein – auch nicht unter Druck!»

«Seid vorsichtig!»

Weil Fälle von Internet- und Telefonbetrug zunehmen, hat die Kantonspolizei Solothurn eine Kampagne gestartet, um die Bevölkerung auf verschiedene Betrugsmaschen hinzuweisen. Wie die Maschen funktionieren und wie man sich am besten schützt, ist in einer interaktiven Anwendung auf der Webseite der Kantonspolizei zu sehen. Hier geht es zum Link.

(miw)