Parteitag

02. Dezember 2018 18:18; Akt: 02.12.2018 18:18 Print

Bluffte die Pnos mit Richard Spencer?

Anlässlich des Parteitages der Pnos wurde in Bern eine Demonstration angekündigt. Die bewilligte Kundgebung blieb friedlich.

Die Kundgebung mit rund 500 Teilnehmern blieb friedlich. (Video: der Bund)
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Am Samstag gingen in Bern rund 500 Menschen friedlich «gegen Nazis» und für eine bunte, solidarische Gesellschaft auf die Strasse. Grund für die bewilligte Kundgebung war ein Parteitag, den die Partei National Orientierter Schweizer (Pnos) in der «Region Bern» angekündigt hatte.

Die Pnos wolle sich an ihrem Parteitag «von der internationalen neofaschistischen Prominenz» feiern lassen, schrieben die Demonstranten in ihrem Kundgebungsaufruf. Am Parteitag wurde etwa der rechtsextreme Amerikaner Richard Spencer als Referent angekündigt. Der umstrittene Politiker gab einst an zu glauben, dass Latinos und Afrikaner einen geringeren Intelligenzquotienten als die weissen US-Amerikaner hätten. Spencer ist zudem eine zentrale Figur der Alt-Right-Bewegung, die als rassistisch gilt, und Chef des nationalistischen Think Tanks «National Policy Institute» aus den USA.

Berühmte Referenten angekündigt

Ob Richard Spencer tatsächlich am Parteitag der Pnos aufgetreten ist, ist jedoch fraglich. Die Partei postete am Samstag ein Bild des Amerikaners mit der Legende: «Gemütlicher Abend mit Richard Spencer in Langenthal BE!» Bei genauerem Betrachten des Bildes bemerkt man jedoch, dass im Hintergrund ein Logo der Universität Kentucky hängt. Hat die rechtsextreme Partei hier Fake-News verbreitet?

Denn laut einem Beitrag von TeleBärn fand die Versammlung allerding nicht in Langenthal, sondern im benachbarten Melchnau statt. Für 20 Minuten war die Pnos am Sonntag nicht erreichbar.


Bluffte die Pnos mit Richard Spencer?

(rc)