Kalte Aarefahrt

28. Dezember 2018 05:47; Akt: 28.12.2018 08:57 Print

Böötler wagen sich bei Minusgraden auf den Fluss

Mit Glühwein und Bier haben sich zwei Berner im Gummiboot die Aare hinuntertreiben lassen. Alles lief gut, bis die Welle kam.

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Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gönnte sich Christoph Pusz mit seinem Kollegen eine Bootspartie auf der Aare: «Wir waren den ganzen Sommer in der Aare und wussten an Weihnachten nicht, was wir unternehmen sollten, also beschlossen wir, eine Bootstour zu machen», sagt der 20-Jährige zu 20 Minuten.

Mit Glühwein, Bier und warmer Kleidung wasserten die beiden in Uttigen in den Fluss ein. Die Stimmung auf der Aare sei sehr schön gewesen und sie hätten viel Aufmerksamkeit erhalten: «Alle haben uns zugewunken oder zugerufen. Viele scherzten und sagten, dass wir spinnen.»

Dann kam die Welle

Obschon die beiden geübte Aareböötler sind, hatten sie auf dem Fluss mit unerwarteten Problemen zu kämpfen: «Wir kamen in eine Welle, die uns nicht nur nass gemacht, sondern auch Wasser ins Boot gespült hat», sagt Pusz. Die Nässe liess die beiden Freunde ordentlich frieren – und das länger als beabsichtigt: «Weil der Fluss derzeit eher langsam fliesst, brauchten wir drei Stunden, um nach Bern zu gelangen.»

Die lange und kalte Fahrt war zu viel für das Immunsystem der Berner: «Wir haben uns beide erkältet, aber das war es wert; wir überlegen uns sogar, das Weihnachtsböötle als Tradition einzuführen», meint Pusz. Fest steht bereits, dass die beiden die Aareboot-Saison 2019 früh eröffnen wollen, denn im Frühling wollen sie bereits die nächste Aaretour in Angriff nehmen. «Das Schlimmste haben wir ja jetzt überstanden», sagt Pusz.

(cho)