19'000 Prozent Zuwachs

09. November 2018 15:13; Akt: 09.11.2018 16:19 Print

Airbnb scheffelt in Interlaken 50 Mio Franken

Über 2000 neue Objekte in den letzten sechs Jahren: Airbnb ist im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli ein riesiger Erfolg. Nicht alle freut diese Entwicklung.

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Gibt man auf der Website von Airbnb den Begriff «Interlaken» ein, werden mehrere Hundert Unterkünfte angezeigt. Das Angebot ist vielfältig: Angeboten werden private Suiten, verschiedene Lofts, Apartments, Hostelbetten oder Chalets. Das Vermieten von eigenen Immobilien ist also eindeutig auch im Berner Oberland angekommen, wie neuste Zahlen eindrücklich beweisen.

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Wie die «Jungfrau Zeitung» am Freitag berichtet, werden im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli jährlich rund 50 Millionen Franken erwirtschaftet. Das sei weit mehr als bisher angenommen. Diese Zahlen verblüffen selbst die lokalen Tourismusexperten. Die 50 Millionen Franken entsprechen 1000 Franken pro Einwohner und zwei Prozent des erzielten regionalen Einkommens. Das Beeindruckendste dabei: Vor sechs Jahren gab es elf Airbnb-Objekte, zurzeit sind es 2099. Das entspricht einem Zuwachs von satten 1900 Prozent!

«Hotels können Nachfrage nicht mehr abdecken»

Die Gemeinde Interlaken begrüsst die Erfolgsgeschichte von Airbnb. Präsident Urs Graf sagt dazu: «Ich glaube, die bestehenden Hotels könnten die grosse Nachfrage gar nicht mehr abdecken.» Man sei auf das Angebot angewiesen, es brauche aber bessere Kontrollmechanismen, so Graf.

Airbnb sei Fluch und Segen zugleich, und zwar wegen der Schattenwirtschaft. «Uns entgehen Kurtaxen, Einkommens- und Vermögenssteuern und AHV-Beiträge.» Das Vermieten der eigenen Immobilien hat laut Graf auch einen Einfluss auf die Wohnsituation vor Ort. Die Immobilienpreise für die Bevölkerung würden in die Höhe schnellen: «Eine Wohnung unter 2000 Franken Monatsmiete zu finden, wird schwierig. Diese Situation stellt die betroffenen Gemeinden vor ein Problem.»

(bho)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Klugschweizer am 09.11.2018 16:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zunahme ist 10mal höher als 1900%

    Von 11 auf 2099 sind es eher Faktor 190 also 19000% Steigerung

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  • Moment Mal am 09.11.2018 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und wir?

    Was die Touristiker noch nicht gemerkt haben ist, dass die einheimische Bevölkerung nur noch in geringem Mass am Tourismus verdienen. In den Hotels arbeiten Deutsche und Osteuropäer. Sie gehören Indern und Chinesen. Restaurants ebenfalls. Wir haben vor allem Ärger und Kosten.

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  • maja naef am 09.11.2018 19:07 Report Diesen Beitrag melden

    nichts neues

    Schon meine Grossmutter hat in diesem Gebiet Zimmer vermietet, meistens an Deutsche. Es ist also gar nicht so neu wie die meisten glauben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Röby am 11.11.2018 06:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh wie schön gehen wir zugrundei

    Das Geld oder der Nutzen bringen langfristig das gleiche wie die Schneekannonen nur Kosten und Armut ! auf allen Ebenen ! Realität statt eigen Gier ? Tuorismus muss genaus so schnell Handeln wie die Fienamzwirtschaft der Gemeinden und des Bundes. Die Banken sollten mit Verstand Nachhaltigkeit erzeugen statt nach Gewinn Gier. Lohn und Gehalts Politik ist eine Fantasie Welt die nichts Sinnvolles vorbereitet für eine gesunde Volkswirtschsft.

  • Moment Mal am 09.11.2018 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und wir?

    Was die Touristiker noch nicht gemerkt haben ist, dass die einheimische Bevölkerung nur noch in geringem Mass am Tourismus verdienen. In den Hotels arbeiten Deutsche und Osteuropäer. Sie gehören Indern und Chinesen. Restaurants ebenfalls. Wir haben vor allem Ärger und Kosten.

    • Peter Pan am 10.11.2018 23:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Moment Male

      Tja, welcher Schweizer will noch im Gastgewerbe arbeiten? So ziemlich keiner! Ist ein sehr stressiger Arbeitsbereich. Also klappe halten oder ab ind Hose

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  • maja naef am 09.11.2018 19:07 Report Diesen Beitrag melden

    nichts neues

    Schon meine Grossmutter hat in diesem Gebiet Zimmer vermietet, meistens an Deutsche. Es ist also gar nicht so neu wie die meisten glauben.

  • Klugschweizer am 09.11.2018 16:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zunahme ist 10mal höher als 1900%

    Von 11 auf 2099 sind es eher Faktor 190 also 19000% Steigerung

    • Autofahrer am 09.11.2018 16:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Klugschweizer

      So rechnet der Bund such bei den Zuwanderungszahlen/Verbrechenszahlen/Sozialausgaben/ usw.!!!! Traue keiner Statistik die Du nicht selber gefälscht hast.Punkt.

    • Peter Pan am 10.11.2018 23:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Klugschweizer

      Ist so, im Titel zum Artikel wurde noch richtig gerechnet

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