Bub (12) stirbt nach Brand

27. Januar 2019 10:36; Akt: 06.02.2019 11:54 Print

Schwester konnte sich in letzter Minute retten

Ein 12-jähriger Junge starb bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Steffisburg BE. Nachbarn sind geschockt.

Am frühen Sonntagmorgen ist ein Mehrfamilienhaus in Steffisburg BE in Vollbrand geraten. (Video: Leser-Reporter)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Kurz vor 3.30 Uhr in der Nacht auf Sonntag ging bei der Kantonspolizei Bern die Meldung ein, wonach in Steffisburg ein Mehrfamilienhaus im Vollbrand stehe.

Umgehend rückten die Feuerwehren aus der Region aus. Die Einsatzkräfte konnten das Feuer schliesslich unter Kontrolle bringen und löschen. Ein Kind konnte jedoch nur noch tot aus dem Haus geborgen werden. Zudem mussten mehrere Bewohner des Gebäudes in Spitalpflege gebracht werden, wie die Kapo Bern mitteilt.

Brand in Steffisburg

«Was passiert ist, ist schrecklich»

«Ich bin erwacht, als die Feuerwehr kam. Da brannte das Haus lichterloh», erzählt eine Nachbarin. Der Grossvater des Kindes habe ihr erzählt, dass sein Enkelkind in den Flammen ums Leben gekommen sei. Laut Anwohnern soll es sich um dabei um den 12-jährigen Sohn der Hausbesitzer handeln.


Video: Leser-Reporter

Anwohnerin S. N.* kann kaum glauben, was passiert ist: «Was passiert ist, ist schrecklich. Es war eine freundliche Familie mit zwei aufgeweckten Kindern, einem Mädchen und einem Knaben.»

Ein anderer Anwohner schildert die Unglücksnacht gegenüber der «Berner Zeitung» wie folgt: «Als wir um etwa 3.50 Uhr erwachten, schlugen die Flammen sicher sechs Meter hoch in den Himmel». Die Feuerwehr habe den Brand unter anderem von einer Autodrehleiter aus bekämpft. Als das Feuer unter Kontrolle schien, sei sogleich der Ökonomieteil in Brand geraten. Das rund 200-jährige, umgebaute Bauernhaus habe gebrannt wie Zunder. Gemäss dem Anwohner seien die beiden unteren Stockwerke von den Besitzern und ihren zwei Kindern bewohnt worden.

Eltern wollten ihren Sohn retten

Wie der «Blick» schreibt, soll die 14-jährige Schwester des Todesopfers als Erste Alarm geschlagen haben. Zuerst habe sie ihre Familie geweckt, danach habe sie es gerade noch geschafft, über die Laube hinunter ins Freie zu klettern. Wie Anwohner der Zeitung weiter berichten, haben die Eltern noch versucht, den Buben zu retten, wobei sie sich verletzt haben.

Doch nicht nur die Familie des Todesopfers konnte sich in letzter Sekunde in Sicherheit bringen – auch der Mieter im zweiten Stock habe gerade noch seine Freundin wecken können, bevor er nur in Unterhosen gekleidet geflüchtet sei.

*Name der Redaktion bekannt

(20 Minuten)