Pyromane?

22. Juli 2018 17:04; Akt: 23.07.2018 00:01 Print

Brandstifter (27) fiel der Polizei am Tatort auf

Vor wenigen Tagen brannte es in einem leerstehenden Haus in Herzogenbuchsee. Während den Löscharbeiten stach der Polizei einer der Zaungäste ins Auge.

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Die Feuerwehr Buchsi-Oenz war schnell vor Ort, als es vergangene Woche in Herzogenbuchsee brannte. (Bild: Die lokale Feuerwehr bei einem Einsatz in der Region.) (Bild: Feuerwehr Buchsi-Oenz)

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Am Samstagabend vor einer Woche hat es in Herzogenbuchsee in einem unbewohnten Haus gebrannt. Während Feuerwehrleute gegen die Flammen kämpften, versammelten sich draussen auf der Strasse Schaulustige. Unter den Zaungästen war auch ein junger Mann – «der 27-Jährige war in der Nähe des Brandobjekts aufgefallen», heisst es vonseiten der Ermittler.

Die Kantonspolizei Bern, die als Ursache Brandstiftung vermutete, nahm die Fährte auf: «Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass der Mann das Feuer in der unbewohnten Liegenschaft an der Bernstrasse gelegt haben könnte», schreibt die Polizei in einer Mitteilung.

Hat der 27-Jährige weitere Brände gelegt?

Der mutmassliche Brandstifter befindet sich mittlerweile in Haft. Die Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau untersucht gemeinsam mit der Kripo den Fall nun noch genauer. Aktuell wird
auch geprüft, ob der mutmassliche Brandstifter für weitere ungeklärte Brandfälle in der Region der vergangenen Monate verantwortlich ist.

Pyromanen halten sich oft am Brandort auf

Dass die Polizei Brandstifter beinahe auf frischer Tat ertappt, ist nichts Ungewöhnliches. Denn handelt es sich beim Täter um einen Pyromanen, möchte er dem «Feuer-Spektakel» bis zum Schluss beiwohnen. Wer nämlich unter Pyromanie leidet, verspürt den Drang, ohne bestimmtes Motiv Feuer zu legen. Das verursachte Inferno beschert dem Feuerteufel Befriedigung.



(miw)