Gölä und Trauffer

07. Mai 2019 04:47; Akt: 07.05.2019 09:50 Print

Mitglieder von «Büetzer-Club» zahlen 25'000 Fr

Im Sommer 2020 treten die Musiker Gölä und Trauffer im Letzigrundstadion auf. Nun sammeln sie durch einen exklusiven «Büetzer-Club» Spenden.

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Zwei der erfolgreichsten Schweizer Mundartmusiker spannen zusammen und haben Grosses vor: Im Sommer 2020 wollen die «Büetzer Buebe» Gölä und Trauffer im Zürcher Letzigrundstadion vor Zehntausenden Zuschauern auftreten.

Für das gigantische Schweizer Musikprojekt sind sie aber auf Spenden angewiesen. Mithilfe eines exklusiven Clubs, des «Büetzer-Clubs», soll der Event finanziert werden. Das geht aus einem E-Mail hervor, das dem «Bund» zugespielt wurde.

Bräteln und Raclette essen mit den Musikern

Wer Mitglied des Clubs ist, könne hautnah die Entstehung des kollaborativen Albums von Gölä und Trauffer erleben und erhalte einen Blick hinter die Kulissen des Stadionkonzerts, heisst es im Aufruf. Ausserdem könne mit den beiden Berner Musikern gebrätelt und Raclette gegessen werden. Durch den Club könne die Fete «von Büezern für Büezer» ermöglicht werden, «nicht von den ganz grossen Corporate-Sponsoren, sondern von einem privaten, verschworenen Club mit einer verschmitzten Freude am Projekt», wie die «Büetzer Buebe»-AG weiter schreibt.

Echte Büezer werden sich die Mitgliedschaft jedoch kaum leisten können: Sie kostet 25'000 Franken. Das Unternehmen umschreibt das «Profil der Mitglieder» im Aufruf mit den Begriffen «Bezug zu Büezern», «KMU-Unternehmer», «generell Spinner oder Visionäre mit Bezug zur Mundartmusik und dem Schweizer Lebensgefühl» oder «halt einfach Sympathisanten von den ‹Büetzer Bueben›». Richtet sich der Club also mehr an die Vorgesetzten der Büezer?

Kontakte knüpfen

Thomas Gyger, Geschäftsleiter der «Büetzer Buebe»-AG, klärt auf: Die Idee sei, dass die Mitarbeiter von der Clubmitgliedschaft ihrer Arbeitgeber profitieren könnten. «Wir sehen vor, dass die Chefs ihre Leute mit an die Konzerte und Grillabende nehmen», so der 42-Jährige. Die Chefs seien schliesslich auch Büezer, erzählt Gyger. «Die haben die Firmen aufgebaut, die die Büezer anstellen.»

Bei dem Club geht es Gyger zufolge nicht nur um Geld, sondern auch um das Knüpfen von Kontakten. «Diese Leute haben Kunden, die vielleicht auch am Konzert interessiert sind», sagt der Thuner. «Auch darum ist es kein elitärer Club: Wir sprechen nicht Privatpersonen an, die nur für sich 25'000 Franken springen lassen.»

Die Unterstützung von Partnern und Sponsoren sei für ein Konzert in diesem Masse unbedingt nötig. «Wir hatten die Wahl zwischen Grosskonzernen und Büezerunternehmen und haben uns für die Büezer entschieden», so der Geschäftsmann.

(pal)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alf49 am 07.05.2019 06:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    a Chrampfer

    das sind doch keine Büezer...geht in Richtung Abzocke...das Gedankengut von Gölä hat nichts mit Handwerkern zu tun....schade

    einklappen einklappen
  • zwätschge liesi am 07.05.2019 06:05 Report Diesen Beitrag melden

    heieiei

    150.- pro Billet und die suchen immernoch nach Sponsoren?

  • Bürtzer am 07.05.2019 06:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diese Begründungen

    zeigen, dass blosse Imagepflege nichts bringt. Arrogant und überheblich. Die Macher des Clubs werden wohl gut Kohle machen - und die beiden Protagonisten sind schlicht keine Büetzer.

Die neusten Leser-Kommentare

  • ma-131366242 am 07.05.2019 16:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gölä go home

    richtigi büetzer.....

  • Picassa am 07.05.2019 15:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geldgeil

    Ich glaube nicht, dass diese 2 Büezer vor einem ausverkauften Letzigrund spielen werden. Sie sind nur national bekannt und für dieses Konzert werden nicht viele soviel Geld hinblättern. Im Juli spiel Pink da, und da bezahle ich gerne 150 Franken für ein Ticket. Die 2 sind einfach nur grössenwahnsinnig und geldgeil.

  • Rafael am 07.05.2019 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    Bin auch ein Büezer

    Aber einer der inzwischen einen Rückenschaden hat und jeder Franken zweimal umdrehen muss - Gölä macht sich Lustig über IV Fälle, ja kann er wenn er Nie ein Büezer war und so sein Geld verdient.

  • Ein Herz für Corporate Sponsoren am 07.05.2019 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Herz für Corporate Sponsoren

    Sowas geht doch einfach nicht!!! die sollen sich wie alle andern auch von Migros, UBS und so sponsoren lassen. Warum immer alles anders machen? Es kommt noch so weit dass das Eigenössische Schwingfescht plötzlich auch so ein Club macht und dann kann Aebi, Mobi und so kein Geld mehr einwerfen. Sauerei

  • Urs Gafner am 07.05.2019 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Schadet dem Klima

    Die Lösung gegen diese Sauerei ist einfach - nur noch Anlässe, die ohne Sponsoring, Partnerschaften und Clubs auskommen! Dann müssen viele Festivals und auch Sportclubs zumachen, und das tut dem Klima gut!